Ketubot 218

Kapitel 218

א אבל הדיינין חותמים אע"פ שלא קראוהו:
1 Richter aber unterschreiben sie, auch wenn sie sie nicht gelesen haben.
ב עשאה סימן לאחר: אמר אביי לא שנו אלא לאחר אבל לעצמו לא איבד את זכותו
2 N<small>ANNTE ES</small> [<small>DER</small> V<small>ERKÄUFER</small>] <small>ALS</small> G<small>RENZZEICHEN FÜR EINEN ANDEREN.</small> Abajje sagte: Dies nur, wenn für einen anderen, wenn aber für ihnselber, so hat er seinen Anspruch nicht verloren,
ג דאמר אי דלא עבדי ליה הכי לא הוה מזבין לה ניהלי מאי אית לך למימר איבעי לי למימסר מודעא חברך חברא אית ליה וחברא דחברך חברא אית ליה
3 denn er kann sagen: hätte ich diesnicht getan, würde er es mir nicht verkauft haben. Wollte man entgegnen: er sollte eine Erklärungabgeben, so hat jeder Freund einen Freund, und der Freund des Freundes einen Freund.
ד ההוא דעשאה סימן לאחר ערער ושכיב ואוקים אפוטרופא אתא אפוטרופוס לקמיה דאביי א"ל עשאה סימן לאחר איבד את זכותו
4 Einst nannte jemand [ein Feld] als Grenzzeichen für einen anderen, und [ein Zeuge] erhob darauf Anspruch, worauf er starb. Da wurde ein Vormund eingesetzt, und als er vor Abajje kam, sprach dieser: Nannte er es als Grenzzeichen für einen anderen, so hat er seinen Anspruch verloren.
ה אמר אי הוה אבוהון דיתמי קיים הוה טעין ואמר תלם אחד עשיתי לך א"ל שפיר קאמרת דאמר ר' יוחנן אם טען ואמר תלם אחד עשיתי לך נאמן זיל הב ליה מיהת תלם אחד
5 Jener entgegnete: Lebte der Vater der Waisen, würde er einwenden und sagen, er habe ihm nur ein Beetanerkannt. Da sprach er: Du hast Recht, denn R. Joḥanan sagte, wenn er einwendet und sagt, er habe ihm nur ein Beet anerkannt, sei er glaubhaft. Immerhin gibihm ein Beet zurück.
ו הוה עלה ריכבא דדיקלי אמר ליה אי הוה אבוהון דיתמי קיים הוה טעין ואמר חזרתי ולקחתי ממנו א"ל שפיר קאמרת דא"ר יוחנן אם טען ואמר חזרתי ולקחתיו ממנו נאמן אמר אביי האי מאן דמוקים אפוטרופא נוקים כי האי דידע לאפוכי בזכותא דיתמי:
6 Da sich aber darauf eine Dattelreihe befand, erwiderte jener: Lebte der Vater der Waisen, würde er einwenden und sagen, er habe [das Beet] hinterher von ihm gekauft. Da sprach er: Du hast Recht, denn R. Joḥanan sagte, wenn er einwendet und sagt, hier habe [das Beet] hinterher von ihm gekauft, sei er glaubhaft. Hier auf sprach Abajje: Wer einen Vormund einsetzt, setze einen wie diesen ein, der es versteht, das Interesse der Waisen zu vertreten.
ז <big><strong>מתני׳</strong></big> מי שהלך למדינת הים ואבדה דרך שדהו אדמון אומר ילך לו בקצרה וחכמים אומרים יקנה לו דרך במאה מנה או יפרח באויר:
7 <b>W</b><small>ENN JEMAND NACH DEM</small> Ü<small>BERSEELANDE GEGANGEN WAR UND IHM DER</small> W<small>EG ZU SEINEM</small> F<small>ELDE VERLOREN</small><small>GING, SO GEHE ER, WIE</small> A<small>DMON SAGT, DEN KÜRZESTEN</small>. D<small>IE</small> W<small>EISEN SAGEN, ENTWEDER KAUFE ER SICH EINEN</small> W<small>EG FÜR HUNDERT</small> M<small>INEN</small><small>ODER ER FLIEGE DURCH DIE</small> L<small>UFT.</small>
ח <big><strong>גמ׳</strong></big> מ"ט דרבנן שפיר קאמר אדמון אמר רב יהודה אמר רב כגון שהקיפוה ארבעה בני אדם מארבע רוחותיה אי הכי מאי טעמא דאדמון
8 GEMARA. Admon hat ja recht!? R. Jehuda erwiderte im Namen Rabhs: Wenn vier Personen es an den vier Seiten umgeben. – Was ist demnach der Grund Admons!?
ט אמר רבא בארבעה דאתו מכח ארבעה וארבעה דאתו מכח חד כולי עלמא לא פליגי דמצי מדחי ליה כי פליגי בחד דאתי מכח ארבעה
9 Raba erwiderte: Wenn es vier [Rechtsnachfolger] von vier [Vorbesitzern] oder vier Rechtsnachfolger von einem [Vorbesitzer] sind, so stimmen alle überein, daß sie ihn abweisenkönnen, sie streiten nur über den Fall, wenn es ein Rechtsnachfolger von vier [Vorbesitzern] ist;
י אדמון סבר מכל מקום דרכא אית לי גבך ורבנן סברי אי שתקת שתקת ואי לא מהדרנא שטרא למרייהו ולא מצית לאשתעויי דינא בהדייהו
10 Admon ist der Ansicht, [er könne sagen:] ich habe auf jeden Fall bei dir einen Weg, und die Rabbanan sind der Ansicht, [jener könne erwidern:] schweigstdu, so ist es recht, wenn aber nicht, so gebe ich die Kaufscheine den Vorbesitzern zurück, und du kannst mit ihnen nicht prozessieren.
יא ההוא דאמר להו דיקלא לברת אזול יתמי פלוג לנכסי לא יהבו לה דיקלא סבר רב יוסף למימר היינו מתניתין
11 Einst vermachte jemand seiner Tochter eine Dattelpalme, und als die Waisen seine Güter teilen wollten, gaben sie ihr die Dattelpalme nicht. R. Joseph wollte entscheiden, dies sei der Fall unsererMišna,
יב א"ל אביי מי דמי התם כל חד וחד מצי מדחי ליה הכא דיקלא גבייהו הוא מאי תקנתייהו ליתבו לה דיקלא וליהדרו וליפלגו מרישא:
12 da sprach Abajje zu ihm: Es ist nicht gleich; da kann ihn jederzurückweisen, hierbei aber befindet sich ja die Dattelpalme bei ihnen. – Welches Mittel gibt es hierbei? – Sie müssen ihr die Dattelpalme geben und von Neuem teilen.
יג ההוא דאמר להו דיקלא לברת שכיב ושביק תרי פלגי דדיקלא
13 Einst vermachte jemand seiner Tochter eine Dattelpalme, darauf starb er und hinterließ zwei halbeDattelpalmen.
יד יתיב רב אשי וקא קשיא ליה מי קרו אינשי לתרי פלגי דיקלי דיקלא או לא אמר ליה רב מרדכי לרב אשי הכי אמר אבימי מהגרוניא משמיה דרבא קרו אינשי לתרי פלגי דיקלי דיקלא:
14 R. Aši saß und warf folgende Frage auf: nennt man zwei halbe Dattelpalmen ‘Dattelpalme’ oder nicht. Da sprach R. Mordekhaj zu R. Aši: Folgendes sagte Abimi aus Hagronja im Namen Rabas: auch zwei halbe Dattelpalmen nennt man ‘Dattelpalme’.