Kiddushin 136

Kapitel 136

א ולדה כמותה מנלן דאמר קרא (שמות כא, ד) האשה וילדיה תהיה לאדוניה
1 woher, daß das Kind ihr gleiche? – Die Schrift sagt: <i>das Weib und ihre Kinder bleiben ihrem Herrn</i>. –
ב נכרית מנלן אמר קרא (דברים ז, ג) לא תתחתן בם אשכחנא דלא תפסי בה קידושי ולדה כמותה מנלן
2 Woher dies von einer Nichtjüdin? – Die Schrift sagt: <i>du sollst dich nicht mit ihnen verschwägern</i>. – Wir wissen nun, daß die Antrauung mit ihr nichtig ist, woher, daß das Kind ihr gleiche?
ג א"ר יוחנן משום ר"ש בן יוחי דאמר קרא (דברים ז, ד) כי יסיר את בנך מאחרי בנך הבא מישראלית קרוי בנך ואין בנך הבא מן העובדת כוכבים קרוי בנך אלא בנה
3 R. Joḥanan erwiderte im Namen des R. Šimo͑n b. Joḥaj: Die Schrift sagt: <i>denn er wird deinen Sohn von mir abwendig machen</i>; dein Sohn von einer Jisraéliten heißt dein Sohn, dein Sohn von einer Nichtjüdin heißt nicht dein Sohn, sondern ihr Sohn.
ד אמר רבינא ש"מ בן בתך הבא מן העובד כוכבים קרוי בנך נימא קסבר רבינא עובד כוכבים ועבד הבא על בת ישראל הולד ממזר
4 Rabina sagte: Hieraus ist zu entnehmen, daß der Sohn deiner Tochter von einem Nichtjuden dein Sohn heiße. Es wäre anzunehmen, daß Rabina der Ansicht ist, wenn ein Nichtjude oder ein Sklave eine Jisraélitin beschlafen hat, sei das Kind ein Hurenkind. –
ה נהי דכשר לא הוי ממזר לא הוי פסול מיקרי
5 Zugegeben, daß es nicht unbemakelt ist, aber auch ein Hurenkind ist es nicht; es heißt nur bemakelt. –
ו ההוא בשבעה גוים כתיב שאר אומות מנלן א"ק כי יסיר את בנך לרבות כל המסירים
6 Aber jener [Schriftvers] spricht ja von den sieben Völkern, woher dies von den anderen Völkern? – Die Schrift sagt: <i>denn er wird deinen Sohn abwendig machen</i>, dies schließt alle Abwendigmachenden ein. –
ז הניחא לר"ש דדריש טעמא דקרא אלא לרבנן מ"ט
7 Allerdings nach R. Šimo͑n, der den Grund des Schriftverses berücksichtigt, woher dies nach den Rabbanan!? –
ח א"ק (דברים כא, יג) ואחר כן תבוא אליה ובעלתה וגו' מכלל דמעיקרא לא תפסי בה קידושין
8 Die Schrift sagt: <i>dann kannst du zu ihr kommen und ihr beiwohnen</i>, wahrscheinlich ist vorher die Antrauung mit ihr nicht gültig. –
ט אשכחן דלא תפסי בה קידושין ולדה כמותה מנלן אמר קרא (דברים כא, טו) כי תהיין לאיש וילדו לו כל היכא דקרינן ביה כי תהיינה קרינן ביה וילדו לו וכל היכא דלא קרינן ביה כי תהיינה לא קרינן ביה וילדו לו
9 Wir wissen nun, daß die Antrauung mit ihr nichtig ist, woher, daß das Kind ihr gleiche. – Die Schrift sagt: <i>wenn sein sollten &amp;c. und sie ihm gebären</i>; in allen Fällen, wo ein Sein erfolgt, folgt die Geburt ihm, und in allen Fällen, wo kein Sein erfolgt, folgt die Geburt nicht ihm. –
י אי הכי שפחה נמי אין הכי נמי אלא האשה וילדיה תהיה לאדוניה למה לי לכדתניא
10 Demnach gilt dies ja auch von einer Sklavin!? – Dem ist auch so. – Wozu heißt es demnach: <i>das Weib und ihre Kinder bleiben ihrem Herrn</i>!? – Wegen folgender Lehre: