Menachot 118

Kapitel 118

א שתי הלחם הוה ליה לרבויי שכן ציבור חובה טמיא דאכל
1 die zwei Brote sind ja einzuschließen, denn sie gleichen jenem hinsichtlich der Gemeinde, der Pflicht, der Unreinheit, des Essens,
ב פיגולא בשבתא מתיר תנופה בארץ
2 der Verwerflichkeit, des Šabbaths, des Erlaubtmachens, des Schwingens, des Inlands,
ג בזמן חדש והני נפישן
3 der Zeitund des Neuen, und diesesind mehr!? –
ד מסתברא נפש:
4 [Jenes einzuschließen] ist einleuchtender, denn es heißt <i>jemand</i>.
ה <big><strong>מתני׳</strong></big> וחייב על השמן בפני עצמו וחייב על לבונה בפני עצמה נתן עליה שמן פסלה לבונה ילקטנה
5 <b>M</b><small>AN IST SCHULDIG WEGEN DES</small> Ö<small>LS BESONDERS UND WEGEN DES</small> W<small>EIHRAUGHS</small><small>BESONDERS</small>. H<small>AT MAN DAZU</small> Ö<small>L GETAN, SO IST ES UNTAUGLICH, WENN</small> W<small>EIHRAUCH, SO KLAUBE MAN IHN AB</small>.
ו נתן שמן על שיריה אינו עובר בלא תעשה נתן כלי על גבי כלי לא פסלה:
6 H<small>AT MAN</small> Ö<small>L ZUM</small> Z<small>URÜCKBLEIBENDEN GETAN, SO HAT MAN KEIN</small> V<small>ERBOT ÜBERTRETEN</small>. H<small>AT MAN EIN</small> G<small>EFÄSS AUF DAS</small> G<small>EFÄSS</small><small>GETAN, SO HAT MAN ES NICHT UNTAUGLICH GEMACHT</small>.
ז <big><strong>גמ׳</strong></big> תנו רבנן (ויקרא ה, יא) לא ישים עליהן שמן ואם שם פסל
7 GEMARA. Die Rabbanan lehrten:<i>Er soll nicht Öl darauf tun</i>, hat er getan, so ist es untauglich.
ח יכול לא יתן עליה לבונה ואם נתן פסל תלמוד לומר כי חטאת יכול אף בשמן תלמוד לומר היא
8 Man könnte auslegen: <i>und keinen Weihrauch geben</i>, hat man gegeben, sei es untauglich, so heißt es: <i>denn ein Sündopfer</i>. Man könnte dies auch auf das Öl beziehen, daher heißt es: <i>ist es</i>. –
ט ומה ראית לפסול בשמן ולהכשיר בלבונה פוסל אני בשמן שאי אפשר ללקטו ומכשיר אני בלבונה שאפשר ללוקטה
9 Was veranlaßt dich, es mit Öl als untauglich und mit Weihrauch als tauglich zu erklären!? – Ich erkläre es mit Öl als untauglich, weil man es nicht abklauben kann, und ich erkläre es mit Weihrauch als tauglich, weil man ihn abklauben kann.
י בעא רבה בר רב הונא מרבי יוחנן נתן עליה לבונה שחוקה מהו משום דאפשר ללקטה והא לא אפשר ללקטה או דילמא משום דלא מיבלעא והא נמי לא מיבלעא
10 Rabba b. R. Hona fragte R. Joḥanan: Wie ist es, wenn man darauf geriebenen Weihrauch getan hat: erfolgt diesaus dem Grunde, weil man ihn abklauben kann, und diesen kann man nicht abklauben, oder aus dem Grunde, weil er nicht eingesogenwird, und auch dieser wird nicht eingesogen? –
יא תא שמע ולבונה ילקטנה
11 Komm und höre: Wenn Weihrauch, so klaube man ihn ab. –
יב דלמא חדא ועוד קאמר חדא דלא מיבלעא ועוד ילקטנה
12 Vielleicht werden zwei Umstände berücksichtigt: erstens wird er nicht eingesogen und zweitens kann man ihn abklauben. –
יג תא שמע מכשיר אני בלבונה שאפשר ללוקטה הכא נמי חדא ועוד קא אמר
13 Komm und höre: Und ich erkläre es mit Weihrauch als tauglich, weil man ihn abklauben kann. – Hierbei werden ebenfalls zwei Umstände berücksichtigt. –
יד מאי הוי עלה אמר רב נחמן בר יצחק תניא מנחת חוטא ומנחת קנאות שנתן עליה לבונה מלקט את הלבונה וכשרה ואם עד שלא ליקט לבונתה חישב עליה בין חוץ לזמנו בין חוץ למקומו פסול ואין בו כרת
14 Wie bleibt es damit? R. Naḥman b. Jiçḥaq erwiderte: Es wird gelehrt: Hat man auf ein Sünd-Speisopfer oder ein Eifersuchts-Speisopfer Weihrauch getan, so klaube man ihn ab und es ist tauglich. Hat man vor dem Abklauben des Weihrauchs beabsichtigt, es außerhalb der Frist oder außerhalb des Raumes [aufzuräuchern], so ist es untauglich und es ist nicht mit der Ausrottung belegt;
טו ואם משליקט לבונתה מחשב עליה חוץ למקומו פסול ואין בו כרת חוץ לזמנו פיגול וחייבין עליו כרת
15 hat man aber nach dem Abklauben des Weihrauchs beabsichtigt, dies außerhalb des Raumes zu tun, so ist es untauglich und es ist nicht mit der Ausrottung belegt, und wenn außerhalb der Frist, verwerflich, und man ist der Ausrottung schuldig. –
טז ותיהוי פך ואמאי פסלה במחשבה דחוי הוא
16 Wieso wird es durch die Absicht untauglich, es war ja verdrängtworden!?
יז אמר אביי חטאת קרייה רחמנא רבא אמר הא מני חנן המצרי הוא דלית ליה דחויין
17 Abajje erwiderte: Der Allbarmherzige nennt esSündopfer. Raba erwiderte: Hier ist die Ansicht Ḥanan des Ägypters vertreten, der von der Verdrängung nichts hält.
יח דתניא חנן המצרי אומר אפילו דם בכוס מביא חבירו שלא בהגרלה ומזווג לו
18 Wir haben nämlich gelernt: Ḥanan der Ägypter sagt, selbst wenn das Blutsich bereits im Becher befindet, hole man ohne Los einen anderenund paare ihm zu.
יט רב אשי אמר כל שבידו לא הוי דחוי
19 R. Aši erwiderte: Was in seiner Hand liegt, wird nichtverdrängt.
כ אמר רב אדא כוותיה דרב אשי מסתברא דמאן שמעת ליה דאית ליה דחויין רבי יהודה היא דתנן ועוד אמר רבי יהודה נשפך הדם ימות המשתלח מת המשתלח ישפך הדם
20 R. Ada sagte: Die Erklärung R. Ašis ist einleuchtend. Derjenige, der von der Verdrängung hält, ist R. Jehuda, denn wir haben gelernt: Ferner sagte R. Jehuda, ist das Blutausgeschüttet worden, so lasse man den fortzuschickenden [Sühnebock] verenden, und ist der fortzuschickende [Sühnebock] verendet, so gieße man das Blut fort.
כא ואילו היכא דבידו תניא ר' יהודה אומר כוס היה ממלא מדם התערובות וזרקו זריקה אחת כנגד היסוד
21 Und hinsichtlich des Falles, wo es in seiner Hand liegt, wird gelehrt: R. Jehuda sagte: Man füllte einen Becher mit vermischtem Bluteund goß es mit einem Wurf gegen das Fundament.
כב אמר רב יצחק בר יוסף אמר רבי יוחנן נתן משהו שמן על גבי כזית מנחה פסל מאי טעמא לא ישים שימה כל דהו עליה עד דאיכא שיעורא
22 R. Jiçḥaq b. Joseph sagte im Namen R. Joḥanans: Hat man etwas Öl auf eine Olive vom Speisopfer getan, so ist es untauglich, – Aus welchem Grunde? – <i>Er soll nicht tun</i>, irgend ein Tun; <i>darauf</i>, wenn das Quantum vorhanden ist.
כג ואמר רב יצחק בר יוסף אמר רבי יוחנן נתן כזית לבונה על גבי משהו מנחה פסל מאי טעמא לא יתן כתיב עד דאיכא נתינה עליה
23 Ferner sagte R. Jiçḥaq b. Joseph im Namen R. Joḥanans: Hat man eine Olive Weihrauch auf etwas vom Speisopfer getan, so ist es untauglich. – Aus welchem Grunde? – Es beißt: <i>er soll nicht geben</i>, wenn ein Geben erfolgt, somit ist [das Wort] <i>darauf</i>