Menachot 142

Kapitel 142

א מתירין גמזיות של הקדש של חרוב ושל שקמה ופורצין פרצות בגנותיהן ובפרדסותיהן כדי להאכיל נשר לעניים בשני בצורת בשבתות ובימים טובים ונותנין פאה לירק ומיחו בידם
1 sie erlaubten die Triebe von Johannisbrotbäumen und Sykomoren des Heiligtums, sie brachen Lücken in ihre Gemüse- und Obstgärten, damit die Armen in den Jahren der Dürre an Šabbathen und Festen die abgefallenen Früchte essen können, und sie ließen den Eckenlaß von Grünkraut; dies verwehrten sie ihnen. –
ב וליטעמיך ששה שבעה הוו אלא סמי מכאן קצירה:
2 Wieso sind es, auch nach deiner Auffassung, sechs, es sind ja sieben!? Vielmehr ist hier [das Wort] Mähen zu streichen.
ג קוצר לשחת ומאכיל לבהמה: תנן התם ואלו מפסיקין לפאה הנחל והשלולית ודרך היחיד ודרך הרבים ושביל הרבים ושביל היחיד הקבוע בימות החמה ובימות הגשמים והבור והניר וזרע אחר
3 M<small>AN DARF ALS</small> F<small>UTTERGRAS MÄHEN UND SEINEM</small> V<small>IEH ZU FRESSEN GEBEN</small>. Dort haben wir gelernt: Folgende Dinge gelten als Teilung hinsichtlich des Eckenlasses: der Fluß, der Strom, der private Weg, der öffentlicheWeg, der öffentliche Steg, der private Steg, der sowohl für den Sommer als auch für die Regenzeit bestimmt ist, das Brachfeld, das Ackerfeld und eine andere Aussaat.
ד וקוצר לשחת מפסיק דברי רבי מאיר וחכמים אומרים אין מפסיק אלא אם כן חרש
4 Mäht man als Futtergras, so ist dies eine Teilung– so R. Meír; die Weisen sagen, dies sei keine Teilung, es sei denn, daß man [diese Stelle] umgepflügt hat.
ה אמר רבה בר בר חנה אמר ר' יוחנן ר' מאיר בשיטת ר' שמעון אמרה דאמר יקצור ויאכיל אף משהביאה שליש אלמא קסבר כל לשחת לאו קצירה היא
5 Raba b. Bar Ḥana sagte im Namen R. Joḥanans: R. Meír lehrte es nach der Ansicht R. Šimo͑ns; dieser sagt, man dürfe, auch wenn [das Getreide] ein Drittel der Reife erreicht hat, mähen und dem Vieh zu fressen geben; demnach ist er der Ansicht, wenn als Futtergras, gelte es nicht als Mähen.
ו יתיב רבה וקאמר לה להא שמעתא איתיביה רב אחא בר הונא לרבא אכלה חגב קרסמוה נמלים שברתהו הרוח הכל מודים חרש מפסיק לא חרש אינו מפסיק הכל מודים מאן רבי מאיר
6 Rabbasaß und trug diese Lehre vor; da wandte R. Aḥa b. Hona gegen Raba ein: Ist [eine Stelle] von Heuschrecken abgefressen, von Ameisen abgenagt oder vom Sturm niedergebrochen worden, so pflichten alle bei, daß, wenn man sie umgepflügt hat, sie als Teilung, und wenn man sie nicht umgepflügt hat, sie nicht als Teilung gelte. Derjenige der beipflichtetist wohl R. Meír.
ז אי אמרת בשלמא מתני' בשלא הביאה שליש ברייתא דחרש אין לא חרש לא בשהביא שליש
7 Einleuchtend ist dies nun, wenn du sagst, die Mišnaspreche von dem Falle, wenn es ein Drittel der Reife nicht erreicht hat, demnach spricht die Barajtha, nach der [eine Teilung nur dann erfolgt], wenn man umgepflügt hat, sonst aber nicht, von dem Falle, wenn es ein Drittel der Reife erreichthat;
ח אלא אי אמרת מתניתין נמי בשהביא שליש השתא ומה התם דקצירה (דהתם) אמר רבי מאיר לא שמה קצירה הכא לא כל שכן
8 wenn du aber sagst, auch die Mišna spreche von dem Falle, wenn es ein Drittel der Reife erreicht hat, so sollte doch, wenn nach R. Meír in jenem Falle, wo das Mähen durch Menschen erfolgt, solchesnicht als Mähen gilt, dies um so weniger hierbeider Fall sein.
ט אלא רבי מאיר בשיטת רבי יהודה אמרה דאמר אימתי בזמן שהתחיל עד שלא הביא שליש אבל אם התחיל עד שהביא שליש אסור
9 Vielmehr lehrte es R. Meír nach der Ansicht R. Jehudas; dieser sagt, diesgelte nur von dem Falle, wenn man begonnen hat, bevor es ein Drittel der Reife erreicht hatte, wenn man aber begonnen hat, nachdem es ein Drittel der Reife erreicht hatte, sei es verboten. –
י אימר דשמעת ליה לרבי יהודה לבהמה לאדם מי שמעת ליה דאם כן הוו להו תלתא תנאי
10 R. Jehuda sagt es ja nur von dem Falle, wenn esfür ein Vieh erfolgt, sagt er es etwa auch von dem Falle, wenn für einen Menschen!? Wenn dem so wäre, würden es ja drei Autoren sein. –
יא אלא כי אתא רב דימי אמר רבי מאיר בשיטת רבי עקיבא רבו אמר אף לאדם נמי לא הויא קצירה דתנן המנמר שדה ושייר בו קלחים לחים רבי עקיבא אומר פאה לכל אחד ואחד
11 Vielmehr, als R. Dimi kam, sagte er, R. Meír lehrte es nach der Ansicht seines Lehrers R. A͑qiba, daß, auch wenn es für Menschen erfolgt, dies nicht als Mähen gelte. Wir haben nämlich gelernt: Wer sein Feld stellenweise mäht und die grünen Halme zurückläßt, lasse, wie R. A͑qiba sagt, den Eckenlaß von jeder Stelle besonders,
יב וחכמים אומרים מאחד על הכל ואמר רב יהודה אמר שמואל לא חייב רבי עקיבא אלא במנמר לקליות אבל במנמר לאוצר לא
12 und wie die Weisen sagen, von einer für alle. Hierzu sagte R. Jehuda im Namen Šemuéls: R. A͑qiba verpflichtet nur dann, wenn man zum Röstenmäht, nicht aber, wenn für den Speicher. –
יג איני והא כי אתא רבין אמר רבי יוחנן מחייב היה רבי עקיבא אף במנמר לאוצר
13 Dem ist ja aber nicht so, als Rabin kam, sagte er ja im Namen R. Joḥanans, R. A͑qiba verpflichte auch dann, wenn man für den Speicher stellenweisemäht!? –