Menachot 168

Kapitel 168

א מתמרים שבהרים ולא מפירות שבעמקים אמר עולא אם הביא לא קידש
1 auch nicht von Gebirgsdatteln und [Feld]früchten aus Tälern. U͑la sagte: Hat man sie gebracht, so sind sie nicht heilig.
ב יתיב רבה וקא אמר לה להא שמעתא איתיביה רבי אחא בר אבא לרבה (ויקרא ב, יב) קרבן ראשית שתהא ראשית לכל המנחות וכן הוא אומר (במדבר כח, כו) בהקריבכם מנחה חדשה לה' בשבועותיכם
2 Rabba saß und trug diese Lehre vor, da wandte R. Aḥa b. Abba gegen Rabba ein: <i>Erstlingsopfer</i>, es muß das erste unter den Opfern sein. Ebenso heißt es:<i>wenn ihr an eurem Wochenfeste dem Herrn ein neues Opfer darbringt</i>.
ג אין לי אלא חדשה של חטים חדשה של שעורים מנין תלמוד לומר חדשה חדשה אם אינו ענין לחדשה של חיטין תנהו ענין לחדשה של שעורים
3 Ich weiß nun, daß es das neueste unter denen aus Weizenist, woher, daß es auch das neueste unter denen aus Gerstesein muß? Es heißt zweimal<i>neues</i>, und da esnicht auf das Neue unter denen aus Weizen zu beziehen ist, so beziehe man es auf das Neue unter denen aus Gerste.
ד ומנין שתהא קודמת לביכורים תלמוד לומר (שמות לד, כב) וחג שבעות תעשה לך בכורי קציר חטים ואין לי אלא בכורי קציר חטים קציר שעורים מנין תלמוד לאמר (שמות כג, טז) וחג הקציר בכורי מעשיך אשר תזרע בשדה
4 Woher, daß es auch den Erstlingen vorangeht? Es heißt:<i>und das Wochenfest sollst du halten, [das Fest] der Erstlinge der Weizenernte</i>. Ich weiß dies nun von der Weizenernte, woher dies von der Gerstenernte? Es heißt:<i>und das Fest der Ernte, der Erstlinge deiner Arbeit, dessen, was du auf dem Felde säest</i>.
ה ואין לי אלא שתזרע עלו מאליהן מנין תלמוד לומר בשדה
5 Ich weiß dies von dem, was du gesäet hast, woher dies von dem, was von selbst gewachsen ist? Es heißt: <i>auf dem Felde</i>.
ו ואין לי אלא בשדה מנין לרבות שבגג ושבחורבה ושבעציץ ושבספינה תלמוד לאמר (במדבר יח, יג) בכורי כל אשר בארצם
6 Ich weiß dies von dem, was auf dem Felde wächst, woher, daß auch das einbegriffen ist, was auf einem Dache, in einer Ruine, in einem Pflanzentopfe und auf einem Schiffe wächst? Es heißt:<i>die Erstlinge von allem, was in ihrem Lande ist</i>.
ז מנין שתהא קודמת לנסכים ופירות האילן נאמר כאן בכורי מעשיך ונאמר להלן (שמות כג, טז) באספך את מעשיך מן השדה מה להלן נסכים ופירות אילן אף כאן נסכים ופירות אילן
7 Woher, daß es den Gußopfern und den Baumfrüchten vorangeht? Hierbeiheißt es: <i>die Erstlinge deiner Arbeit</i>, und dortheißt es:<i>wenn du deine Arbeit vom Felde einsammelst</i>, wie dort Gußopfer und Baumfrüchte, ebenso sind auch hier Gußopfer und Baumfrüchte.
ח קתני מיהא שבגג שבחורבה שבעציץ ושבספינה סיפא אתאן למנחות
8 Dieswird also von dem gelehrt, was auf einem Dache, in einer Ruine, in einem Pflanzentopfe oder auf einem Schiffe wächst!? – Der Schlußsatz spricht von den Speisopfern.
ט מתקיף לה רב אדא בר אהבה אי הכי היינו דכתיב (במדבר יח, יא) כל טהור בביתך יאכל אותו ואי מנחות לזכרי כהונה הוא דמיתאכלן
9 R. Ada b. Ahaba wandte ein: Wieso heißt es demnach:<i>jeder Reine in deinem Hause darf davon essen</i>, Speisopfer dürfen ja nur von Männern aus der Priesterschaft gegessen werden!?
י אמר רב משרשיא תרי קראי כתיבי (במדבר יח, יג) לך יהיה וכתיב כל טהור בביתך יאכל אותו הא כיצד כאן בביכורים כאן במנחות
10 R. Mešaršeja erwiderte: Es sind zwei Schriftverse vorhanden; es heißt:<i>dir gehöre es</i>, und es heißt: <i>jeder Reine in deinem Hause darf davon essen</i>; wie ist dies nun zu erklären? Eines gilt von den Erstlingen und eines gilt von den Speisopfern.
יא רב אשי אמר כוליה במנחות וסיפא דקרא אתאן ללחמי תודה
11 R. Aši erklärte: Das ganze spricht von den Speisopfern, und der Schluß des Schriftversesbezieht sich auf die Brote des Dankopfers.
יב בפלוגתא ר' יוחנן אמר אם הביא לא קדש ריש לקיש אמר אם הביא קדש נעשה ככחוש בקדשים
12 Darüber besteht auch folgender Streit: R. Joḥanan sagt, wenn man siegebracht hat, seien sie nicht heilig, und Reš Laqiš sagt, wenn man sie gebracht hat, seien sie heilig, denn sie gleichen dem Mageren unter den [Schlacht]opfern. –
יג בשלמא ריש לקיש כדאמר טעמא אלא רבי יוחנן מאי טעמא אמר רבי אלעזר רבי יוחנן חזאי בחלום מילתא מעלייתא אמינא אמר קרא (דברים כו, ב) מראשית ולא כל ראשית (דברים כו, ב) מארצך ולא כל ארצך
13 Allerdings gibt Reš Laqiš seinen Grund an, was aber ist der Grund R. Joḥanans? R. Elea͑zar erwiderte: Ich sah R. Joḥanan im Traume, und will nun was Gutes sagen. Die Schrift sagt: <i>von den Erstlingen</i>, nicht aber alle Erstlinge,<i>von deinem Lande</i>, nicht aber alles aus deinem Lande. –
יד וריש לקיש האי ארצך מאי עביד ליה מיבעי ליה לכדתניא רבן גמליאל בר רבי אומר נאמר כאן ארץ ונאמר להלן ארץ מה להלן שבח ארץ אף כאן שבח ארץ
14 Wofür verwendet Reš Laqiš [die Worte] <i>von deinem Lande</i>? – Diese verwendet er für folgende Lehre: R. Gamaliél b. Rabbi sagte: Hierbei heißt es <i>Land</i> und dortheißt es <i>Land</i>, wie dort das Gute des Landes [aufgezählt wird], ebenso auch hierbei das Gute des Landes. –
טו ואידך ארץ מארץ
15 Und der andere!? – [Es heißt] <i>Land, vom Lande</i>. –
טז ואידך ארץ מארץ לא משמע ליה
16 Und jener!? – [Die Auslegung] <i>Land, vom Lande</i> leuchtet ihm nicht ein. –
יז תני חדא שבגג ושבחורבה שבעציץ ושבספינה מביא וקורא ותניא אידך מביא ואינו קורא
17 Eines lehrt, daß man von dem, was auf einem Dache, in einer Ruine, in einem Pflanzentopfe oder auf einem Schiffe [wächst, die Erstlinge] bringe und darüber [den Abschnitt]lese, und ein Anderes lehrt, daß man sie bringe und nicht lese.
יח בשלמא ריש לקיש גג אגג לא קשיא הא בגג דמערה הא בגג דבית
18 Allerdings besteht nach Reš Laqiš kein Widerspruch hinsichtlich [der Gewächse] eines Daches, denn eines gilt vom Dache einer Höhleund eines gilt vom Dache eines Hauses,
יט חורבה אחורבה לא קשיא כאן בחורבה עבודה כאן בחורבה שאינה עבודה
19 ebenso auch nicht hinsichtlich der einer Ruine, denn eines gilt von einer bestellten Ruine und eines gilt von einer unbestellten Ruine,
כ עציץ אעציץ לא קשיא כאן בנקובה כאן בשאינו נקובה
20 ebenso auch nicht hinsichtlich der eines Pflanzentopfes, denn eines gilt von einem durchlochten und eines gilt von einem undurchlochten,
כא ספינה אספינה לא קשיא כאן בספינה של עץ כאן בספינה של חרס
21 und ebenso auch nicht hinsichtlich der eines Schiffes, denn eines gilt von einem Schiffe aus Holz und eines gilt von einem Schiffe aus Ton,