Menachot 29

Kapitel 29

א רבנן סברי הציץ מרצה על אכילות ורבי יהודה סבר אין הציץ מרצה על אכילות
1 die Rabbanan sind der Ansicht, das Stirnblatt machedas zu Essende tauglich, und R. Jehuda ist der Ansicht, das Stirnblatt mache das zu Essende nichttauglich.
ב א"ל רב הונא בריה דרב נתן לרב פפא והא עולין דהציץ מרצה על העולין ופליגי
2 R. Hona, Sohn des R. Nathan, sprach zu R. Papa: Das auf dem Altar Darzubringende wird ja durch das Stirnblatttauglich, dennoch streiten sie darüber,
ג דתניא נטמא אחד מן הבזיכין רבי יהודה אומר שניהם יעשו בטומאה לפי שאין קרבן ציבור חלוק וחכמים אומרים הטמא בטומאתו והטהור בטהרתו
3 denn es wird gelehrt: Ist eine der Schalen unrein geworden, so werden, wie R. Jehuda sagt, beide in Unreinheit hergerichtet, denn das Gemeindeopfer wird nicht geteilt: die Weisen sagen, die unreine in Unreinheit und die reine in Reinheit.
ד ועוד אמר רב אשי ת"ש ר' יהודה אומר אפילו שבט אחד טמא וכל השבטים טהורין יעשו בטומאה לפי שאין קרבנות ציבור חלוק והכא מאי הציץ מרצה איכא
4 Ferner sagte R. Aši: Komm und höre: R. Jehuda sagt, selbst wenn nur ein Stamm unrein ist und alle anderen Stämme rein sind, werden siein Unreinheit hergerichtet, denn Gemeindeopfer werden nicht geteilt. Welche Tauglichmachung durch das Stirnblatt gibt eshierbei?
ה ועוד האמר רבינא ת"ש נטמאת אחת מן החלות או אחת מן הסדרין רבי יהודה אומר שניהם יצאו לבית השריפה לפי שאין קרבן ציבור חלוק וחכמים אומרים הטמא בטומאתו והטהור יאכל
5 Ferner sagte Rabina: Komm und höre: Ist einer von den Kuchen oder eine von den [Brot]schichten unrein geworden, so kommen, wie R. Jehuda sagt, beide in den Verbrennungsraum, denn das Gemeindeopfer wird nicht geteilt; die Weisen sagen, das unreine bleibt unrein und das reine werde gegessen.
ו ואם איתא לפי שאין הציץ מרצה על אכילות מיבעי ליה אלא א"ר יוחנן למוד ערוך הוא בפיו של רבי יהודה שאין קרבן ציבור חלוק:
6 Wenn dem nun so wäre, so sollte er ja begründen: weil das Stirnblatt das, was zu essen ist, nicht wohlgefällig macht!? Vielmehr, erklärte R. Joḥanan, es war eine bekannte Lehre im Munde R. Jehudas, Gemeindeopfer werden nicht geteilt.
ז <big><strong>מתני׳</strong></big> התודה מפגלת את הלחם והלחם אינו מפגל את התודה כיצד שחט את התודה לאכול ממנה למחר היא והלחם מפוגלין לאכול מן הלחם למחר הלחם מפוגל והתודה אינה מפוגלת
7 <b>D</b><small>AS</small> D<small>ANKOPFER MACHT DAS</small> B<small>ROT</small><small>VERWERFLICH, DAS</small> B<small>ROT ABER MACHT DAS</small> D<small>ANKOPFER NICHT VERWERFLICH</small>. Z<small>UM</small> B<small>EISPIEL: HAT MAN DAS</small> D<small>ANKOPFER GESCHLACHTET</small> [<small>IN DER</small> A<small>BSICHT</small>], <small>DAVON AM FOLGENDEN</small> T<small>AGE ZU ESSEN, SO IST DIESES UND DAS</small> B<small>ROT VERWERFLICH; WENN ABER, DAS</small> B<small>ROT AM FOLGENDEN</small> T<small>AGE ZU ESSEN, SO IST DAS</small> B<small>ROT VERWERFLICH, DAS</small> D<small>ANKOPFER ABER IST NICHT VERWERFLICH</small>.
ח הכבשים מפגלין את הלחם והלחם אינו מפגל את הכבשים כיצד השוחט את הכבשים לאכול מהן למחר הם והלחם מפוגלין לאכול את הלחם למחר הלחם מפוגל והכבשים אינן מפוגלין:
8 D<small>IE</small> L<small>ÄMMER</small><small>MACHEN DAS</small> B<small>ROT VERWERFLICH, DAS</small> B<small>ROT ABER MACHT DIE</small> L<small>ÄMMER NICHT VERWERFLICH</small>. Z<small>UM</small> B<small>EISPIEL: HAT MAN DIE</small> L<small>ÄMMER GESCHLACHTET</small> [<small>IN DER</small> A<small>BSICHT</small>], <small>DAVON AM FOLGENDEN</small> T<small>AGE ZU ESSEN, SO SIND DIESE UND DAS</small> B<small>ROT VERWERFLICH; WENN ABER, DAS</small> B<small>ROT AM FOLGENDEN</small> T<small>AGE ZU ESSEN, SO IST DAS</small> B<small>ROT VERWERFLICH, DIE</small> L<small>ÄMMER ABER SIND NICHT VERWERFLICH</small>.
ט <big><strong>גמ׳</strong></big> מ"ט אילימא משום דרב כהנא דאמר רב כהנא מנין ללחמי תודה שנקראו תודה שנאמר (ויקרא ז, יב) והקריב על זבח התודה חלות
9 GEMARA. Aus welchem Grunde, wollte man sagen, wegen der Lehre R. Kahanas, denn R. Kahana sagte, daß die Brote des Dankopfers ‘Dankopfer’ genannt werden, sei zu entnehmen aus dem Schriftverse:<i>er bringe mit dem Schlachtopfer des Dankes Kuchen</i>,
י אי הכי איפכא נמי הא לא קשיא לחם איקרי תודה תודה לא איקרי לחם
10 so müßte dies ja auch umgekehrtgelten!? – Dies ist kein Einwand; wohl wird das Brot ‘Dankopfer’ genannt, das Dankopfer aber wird nicht ‘Brot’ genannt. –
יא אלא הא דקתני הכבשים מפגלין את הלחם והלחם אינו מפגל את הכבשים לחם היכא אשכחן דאיקרי כבשים אלא (לאו) היינו טעמא לחם גלל תודה ואין תודה גלל דלחם לחם גלל דכבשים ואין כבשים גלל דלחם
11 Er lehrt ja aber, die Lämmer machen das Brot verwerflich, nicht aber mache das Brot die Lämmer verwerflich: wo finden wir, daß die Brote ‘Lämmer’ genannt werden!? – Vielmehr, aus folgendem Grunde: das Brot ist wegen des Dankopfersda, nicht aber das Dankopfer wegen des Brotes; das Brot ist wegen der Lämmer da, nicht aber die Lämmer wegen des Brotes.
יב וצריכי דאי אשמעינן תודה התם הוא דכי מפגל בלחם לא מפגלא תודה משום דלא הוזקקו זה לזה בתנופה אבל כבשים דהוזקקו זה לזה בתנופה אימא כי מפגל בלחם ליפגלי נמי כבשים צריכא:
12 Und beides ist nötig. Würde er es nur vom Dankopfer gelehrt haben, [so könnte man glauben,] nur bei diesen ist, wenn man das Brot verwerflich macht, das Dankopfer nicht verwerflich, weil sie beim Schwingenvon einander nicht abhängig sind, bei den Lämmern aber, wobei sie von einander abhängigsind, seien, wenn man das Brot verwerflich macht, auch diese verwerflich. Daher ist beides nötig.
יג בעא מיניה ר"א מרב השוחט את התודה לאכול כזית ממנה ומלחמה למחר מהו לאיפגולי תודה לא מיבעיא לי השתא כולו מלחמה לא מיפגלא ממנה ומלחמה מיבעיא
13 R. Elea͑zar fragte Rabh: Wie ist es, wenn man das Dankopfer schlachtet [in der Absicht], am folgenden Tage davon und vom Brote eine Olivezu essen? Fraglich ist es mir nicht, ob das Dankopfer verwerflich wird, denn, wenn es durch [eine Olive] vom Brote alleinnicht verwerflich wird, so wird es um so weniger durch [eine Olive] von diesem und vom Brote;
יד כי קא מיבעיא לי לאיפגולי לחם מי מצטרפה תודה לאיפגולי ללחם או לא
14 fraglich ist es mir nur, ob das Brot verwerflich wird: wird das Dankopfer zur Verwerflichmachung des Brotes vereinigt oder nicht?
טו אמר ליה אף בזו הלחם מפוגל והתודה אינה מפוגלת ואמאי לימא קל וחומר ומה (תודה) המפגל אין מתפגל הבא לפגל ולא פיגל אינו דין שלא יתפגל
15 Dieser erwiderte: Auch in diesem Falle ist das Brot verwerflich und das Dankopfer nicht verwerflich. – Weshalb denn, es ist ja [ein Schluß] vom Schwereren auf das Leichtere zu folgern: wenn das Dankopfer, das verwerflichmacht, nicht verwerflich wird, um wieviel weniger wird das, was nur verwerflich machen sollteund nicht verwerflich macht, verwerflich!? –
טז ומי אמרינן קל וחומר כי האי גוונא והתניא מעשה באחד
16 Wird denn [ein Schluß] vom Schwereren auf das Leichtere dieser Art gefolgert, es wird ja gelehrt: Einst säete jemand