Menachot 33

Kapitel 33

א חריפי דפומבדיתא הקטרה מפגלת הקטרה ואפילו לרבנן דאמרי אין מפגלין בחצי מתיר ה"מ היכא דחישב ביה בשירים ולבונה במילתא קיימא אבל הכא דחישב לה בלבונה כמה דחישב ביה בכוליה מתיר דמי
1 Die Scharfsinnigen von Pumbeditha: Die Aufräucherung macht die Aufräucherungverwerflich. Und selbst nach den Rabbanan, welche sagen, man könne durch die Hälfte des Erlaubtmachenden nicht verwerflich machen, gilt dies nur von dem Falle, wenn die Absichtsich auf das Zurückbleibende bezieht, der Weihrauch aber bei seinem Zustandezurückbleibt, hierbei aber, wo die Absichtsich auf den Weihrauch bezieht, ist es ebenso als würde sie beim vollständigen Erlaubtmachenden erfolgtsein.
ב אמר רבא אף אנן נמי תנינא זה הכלל כל הקומץ ונותן בכלי והמוליך והמקטיר לאכול דבר שדרכו לאכול ולהקטיר דבר שדרכו להקטיר חוץ למקומו פסול ואין בו כרת חוץ לזמנו פגול וחייבין עליו כרת
2 Raba sagte: Auch wir haben demgemäß gelernt: Die Regel hierbei ist: wenn man den Haufen abhebt, in das Gefäß legt, hinbringt oder aufräuchert [in der Absicht], außerhalb des Raumes zu essen, was zu essen ist, oder aufzuräuchern, was aufzuräuchern ist, so ist es untauglich, und es ist nicht mit der Ausrottung belegt; wenn aber, dies außerhalb der Frist zu tun, so ist es verwerflich, und man ist der Ausrottung schuldig.
ג מאי לאו הקטרה דומיא דהנך מה הנך בין לאכול בין להקטיר אף הקטרה בין לאכול בין להקטיר
3 Die Aufräucherung gleicht wohl den übrigen [Verrichtungen], und wie essich bei den übrigen sowohl auf das Essenals auch auf die Aufräucherungbeziehen kann, ebenso auch bei der Aufräucherung sowohl auf das Essen als auch auf die Aufräucherung. –
ד לא הנך בין לאכול בין להקטיר הקטרה לאכול אין להקטיר לא
4 Nein, bei den übrigen sowohl auf das Essen als auch auf die Aufräucherung, bei der Aufräucherung aber nur auf das Essen, nicht aber auf die Aufräucherung.
ה יתיב רב מנשיא בר גדא קמיה דאביי ויתיב וקא אמר משמיה דרב חסדא אין הקטרה מפגלת הקטרה ואפילו לר"מ דאמר מפגלין בחצי מתיר
5 R. Menasja b. Gada saß vor Abajje und trug im Namen R. Ḥisdas vor: Die Aufräucherung macht die Aufräucherung nicht verwerflich. Und selbst nach R. Meír, welcher sagt, man könne durch die Hälfte des Erlaubtmachenden verwerflich machen,
ו ה"מ היכא דחישב בהו בשירים דקומץ מתיר דידהו אבל הכא דקומץ לאו מתיר דלבונה הוא לא מצי מפגל ביה
6 gilt dies nur von dem Falle, wenn die Absicht sich auf das Zurückbleibende bezieht, dessen Erlaubtmachendes der Haufe ist, hierbei aber, wo der Haufe nicht das Erlaubtmachende des Weihrauchesist, macht er ihn auch nicht verwerflich.
ז א"ל אביי עני מרי משמיה דרב א"ל אין איתמר נמי אמר רב חסדא אמר רב אין הקטרה מפגלת הקטרה
7 Abajje sprach zu ihm: Sage, Meister, im Namen Rabhs? Dieser erwiderte: Jawohl. Ebenso wurde auch gelehrt: R. Ḥisda sagte im Namen Rabhs: Die Aufräucherung macht die Aufräucherung nicht verwerflich.
ח אמר רב יעקב בר אידי משמיה דאביי אף אנן נמי תנינא שחט אחד מן הכבשים לאכול ממנו למחר הוא פיגול וחבירו כשר לאכול מחבירו למחר שניהם כשרין מ"ט לאו משום דכיון דלאו מתיר דידיה הוא לא מצי מפגל ביה
8 R. Ja͑qob b. Idi sagte im Namen Abajjes: Auch wir haben demgemäß gelernt: Hat man eines der [beiden] Lämmer geschlachtet [in der Absicht], davon am folgenden Tage zu essen, so ist dieses verwerflich und das andere tauglich; wenn aber, am folgenden Tage vom anderen zu essen, so sind beide tauglich. Doch wohl aus dem Grunde, weil es, da es nicht das Erlaubtmachende des anderen ist, es auch nicht verwerflich machen kann. –
ט לא התם הוא דלא איקבע בחד מנא אבל הכא דאיקבע בחד מנא כי חד דמו
9 Nein, diese werden nicht durch dasselbe Gefäß geheiligt, jeneaber werden durch dasselbe Gefäß geheiligt und gehören zusammen.
י אמר רב המנונא הא מילתא אבלע לי רבי חנינא ותקילא לי ככוליה תלמודאי הקטיר קומץ להקטיר לבונה (ולבונה) לאכול שירים למחר פגול
10 R. Hamnuna sagte: Folgendes brachte mir R. Ḥanina bei, und es ist mir so wichtig, wie mein ganzes Studium. Hat man den Haufen aufgeräuchert [in der Absicht], am folgenden Tage den Weihrauch aufzuräuchern unddas Zurückbleibende zu essen, so ist es verwerflich. –
יא מאי קמ"ל אי הקטרה מפגלת הקטרה קמ"ל לימא הקטיר קומץ להקטיר לבונה אי מפגלין בחצי מתיר קמ"ל לימא הקטיר קומץ לאכול שירים למחר אי תרוייהו (אתא) קמ"ל לימא הקטיר קומץ להקטיר לבונה ולאכול שירים למחר
11 Was lehrt er uns damit: wenn etwa, daß die Aufräucherung durch die Aufräucherung verwerflich werden könne, so sollte er nur gelehrt haben: hat man den Haufen auf geräuchert [in der Absicht], den Weihrauch aufzuräuchern; wenn etwa, daß man durch die Hälfte des Erlaubtmachenden verwerflich machen könne, so sollte er nur gelehrt haben: den Haufen [in der Absicht], das Zurückbleibende am folgenden Tage zu essen; und wenn etwa beides, so sollte er gelehrt haben: hat man den Haufen auf geräuchert [in der Absicht], am folgenden Tage den Weihrauch aufzuräuchern oder das Zurückbleibende zu essen!?
יב אמר רב אדא בר אהבה לעולם קסבר אין הקטרה מפגלת הקטרה ואין מפגלין בחצי מתיר ושאני הכא דפשטא ליה מחשבה בכולה מנחה
12 R. Ada b. Ahaba erwiderte: Tatsächlich ist er der Ansicht, die Aufräucherung mache die Aufräucherung nicht verwerflich, ferner auch, man könne durch die Hälfte des Erlaubtmachenden nicht verwerflich machen, nur ist es hierbei anders, da die Absicht sich auf das ganze Speisopfer erstreckt.
יג תני תנא קמיה דרב יצחק בר אבא הקטיר קומץ לאכול שירים לדברי הכל פגול והא מיפלג פליגי אלא אימא לדברי הכל פסול
13 Ein Jünger rezitierte vor R. Jiçḥaq b. Abba: Hat man den Haufen aufgeräuchert [in der Absicht], das Zurückbleibendezu essen, [so ist es] nach aller Ansicht verwerflich. – Hierüberbesteht ja ein Streit!? –
יד ולימא ה"ז פגול ור"מ היא תנא דברי הכל אתניוה פיגול בפסול מיחלף ליה הרי זה בדברי הכל לא מיחלף ליה:
14 Lies vielmehr: nach aller Ansicht untauglich. – Sollte er doch korrigieren: verwerflich, nach R. Meír!? – Dem Jünger ist ‘nach aller Ansicht’ gelehrt worden; eine Verwechselung zwischen ‘untauglich’ und ‘verwerflich’ kann ihm unterlaufen sein, eine Verwechselung zwischen ‘nach R. Meír’ und ‘so ist es’ kann ihm nicht unterlaufen sein.
טו <br><br><big><strong>הדרן עלך הקומץ את המנחה</strong></big><br><br>
15 
טז מתני׳ <big><strong>הקומץ</strong></big> את המנחה לאכול דבר שאין דרכו לאכול ולהקטיר דבר שאין דרכו להקטיר כשר ר"א פוסל
16 HEBT <small>MAN VOM</small> S<small>PEISOPFER DEN</small> H<small>AUFEN AB</small> [<small>IN DER</small> A<small>BSICHT</small>], <small>ZU ESSEN</small>, <small>WAS NICHT ZU ESSEN IST, ODER AUFZURÄUCHERN, WAS NICHT AUFZURÄUCHERN IST, SO IST ES TAUGLICH, NACH</small> R. E<small>LIE͑ZER ABER UNTAUGLICH; </small>
יז לאכול דבר שדרכו לאכול ולהקטיר דבר שדרכו להקטיר פחות מכזית כשר לאכול כחצי זית ולהקטיר כחצי זית כשר שאין אכילה והקטרה מצטרפין:
17 WENN WENIGER ALS EINE O<small>LIVE ZU ESSEN, WAS ZU ESSEN IST, ODER AUFZURÄUCHERN, WAS AUFZURÄUCHERN IST, SO IST ES TAUGLICH; WENN EINE HALBE</small> O<small>LIVE ZU ESSEN UND EINE HALBE</small> O<small>LIVE AUFZURÄUCHERN, SO IST ES TAUGLICH, DENN DAS</small> E<small>SSEN UND DAS</small> A<small>UFRÄUCIIERN WERDEN NICHT VEREINIGT</small>.
יח <big><strong>גמ׳</strong></big> א"ר אסי א"ר יוחנן מ"ט דר"א אמר קרא (ויקרא ז, יח) ואם האכל יאכל מבשר זבח שלמיו בשתי אכילות הכתוב מדבר אחד אכילת אדם ואחד אכילת מזבח לומר לך כשם שמחשבין באכילת אדם כך מחשבין באכילת מזבח
18 GEMARA. R. Asi sagte im Namen R. Joḥanans: Folgendes ist der Grund R. Elie͑zers: die Schrift sagt: <i>wenn essen</i><i>gegessen werden sollte vom Fleische seines Schlachtopfers</i>; die Schrift spricht von zweierlei Verzehrungen, von der Verzehrung durch Menschen und von der Verzehrung durch den Altar. Dies lehrt dich, wie man hinsichtlich der Verzehrung durch Menschen beabsichtigen kann, ebenso kann man auch hinsichtlich der Verzehrung durch den Altar beabsichtigen; und wie man ferner hinsichtlich der Verzehrung des von einem Menschen zu Verzehrenden durch einen Menschen und hinsichtlich der Verzehrung des von dem Altar zu Verzehrenden durch den Altar beabsichtigen kann,
יט וכשם שמחשבין מאכילת אדם לאכילת אדם ומאכילת מזבח לאכילת מזבח כך מחשבין מאכילת אדם למזבח ומאכילת מזבח לאדם
19 ebenso kann man auch hinsichtlich der Verzehrung des von einem Menschen zu Verzehrenden durch den Altar und des vom Altar zu Verzehrenden durch einen Menschen beabsichtigen. –
כ מ"ט מדאפקינהו רחמנא להקטרה בלשון אכילה
20 Aus welchem Grunde? – Weil der Allbarmherzige für ‘aufräuchern’ den Ausdruck ‘verzehren’ gebraucht. –
כא ורבנן האי דאפקינהו רחמנא בלשון אכילה
21 Und die Rabbanan!? – Der Allbarmherzige gebraucht dafür deshalb den Ausdruck ‘verzehren’,