Menachot 32

Kapitel 32

א והא בין בין קתני קשיא:
1 Es heißt ja aber: obob!? – Ein Einwand.
ב אמר מר ר"מ אומר פגול וחייבין עליו כרת מכדי כרת לא מיחייב עד שיקרבו כל המתירין
2 Der Meister sagte: So ist [das Opfer], wie R. Meír sagt, verwerflich, und man ist der Ausrottung schuldig. Merke, der Ausrottung schuldig ist man ja erst dann, wenn alles, was erlaubt macht, dargebracht worden ist,
ג דאמר מר ירצה כהרצאת כשר כך הרצאת פסול מה הרצאת כשר עד שיקרבו כל המתירין אף הרצאת פסול עד שיקרבו כל המתירין
3 denn der Meister sagte:<i>wohlgefällig</i>, die Wohlgefälligmachung des Untauglichengleicht der Wohlgefälligmachung des Tauglichen, wie die Wohlgefälligmachung des Tauglichen erst dann erfolgt, wenn alles, was erlaubt macht, dargebracht worden ist, ebenso gilt diesauch vom Untauglichen erst dann, wenn alles, was erlaubt macht, dargebracht worden ist.
ד והאי כיון דחשיב בה בפנים פסליה כי מדי בהיכל מיא בעלמא הוא דקא מדי
4 Hierbei ist es ja durch die Absicht bei den inneren [Sprengungen] untauglich geworden, somit ist es ja, wenn man es später im Tempel sprengt, ebenso als würde man Wassersprengen!?
ה אמר רבה משכחת לה בארבעה פרים וארבעה שעירים
5 Rabba erwiderte: Dies kann bei vier Farren und vier Ziegenböckenvorkommen.
ו רבא אמר אפילו תימא פר אחד ושעיר אחד לפגולי מרצי
6 Raba sagte: Du kannst auch sagen, bei einem Farren und einem Ziegenbocke, denn hinsichtlich der Verwerflichmachung ist es tauglich. –
ז ארבעים ושלש והתניא ארבעים ושבע לא קשיא הא כמ"ד מערבין לקרנות והא כמ"ד אין מערבין
7 Wieso dreiundvierzig, es wird ja gelehrt: siebenundvierzig!? – Das ist kein Einwand; eines nach demjenigen, welcher sagt, man vermische [das Blut]für die Hörner, und eines nach demjenigen, welcher sagt, man vermische es nicht. –
ח והתניא ארבעים ושמונה לא קשיא הא כמ"ד שירים מעכבין הא כמ"ד שירים לא מעכבין:
8 Es wird ja aber gelehrt: achtundvierzig!? – Das ist kein Einwand; eines nach demjenigen, welcher sagt, das Ausgießensei unerläßlich, und eines nach demjenigen, welcher sagt, das Ausgießen sei nicht unerläßlich.
ט איבעיא להו פיגל בהולכה מהו
9 Sie fragten: Wie ist es, wenn man es beim Hinbringenverwerflich gemacht hat?
י אמר ר' יוחנן הולכה כקמיצה וריש לקיש אמר הולכה כהקטרה
10 R, Joḥanan sagt, das Hinbringen gleiche dem Abhäufen, und Reš Laqiš sagt, das Hinbringen gleiche der Aufräucherung, –
יא בשלמא לריש לקיש איכא נמי הולכה דלבונה אלא לרבי יוחנן מ"ט
11 Einleuchtend ist die Ansicht des Reš Laqiš, denn auchdas Hinbringen des Weihrauches muß erfolgen, was aber ist der Grund R. Joḥanans?
יב אמר רבא קסבר רבי יוחנן כל עבודה שאינה מתרת עבודה חשובה היא לפגל עליה בפני עצמה
12 Rabh erwiderte: R. Joḥanan ist der Ansicht, der Dienst, der keine erlaubtmachende Wirkunghat, ist bedeutend, um alleinverwerflich zu machen.
יג א"ל אביי הרי שחיטת אחד מן הכבשים דעבודה שאינה מתירתה ופליגי
13 Abajje sprach zu ihm: Das Schlachten des einen der [beiden] Lämmer ist ja ein Dienst, der nicht erlaubtmacht, und sie streiten darüber!?
יד דתנן שחט אחד מן הכבשים לאכול שתי חלות למחר הקטיר אחד מן הבזיכין לאכול שני סדרים למחר ר"מ אומר פגול וחייבין עליו כרת וחכ"א אין בו כרת עד שיפגל בכל המתיר
14 Wir haben nämlich gelernt: Hat man eines der [beiden] Lämmer geschlachtet [in der Absicht], die beiden Kuchen am folgenden Tage zu essen, oder eine der [beiden] Schalen auf geräuchert, [in der Absicht], die beiden [Brot]schichten am folgenden Tage zu essen, so ist es, wie R. Meír sagt, verwerflich, und man ist dieserhalb der Ausrottung schuldig; die Weisen sagen, dies sei mit der Ausrottung nur dann belegt, wenn man es beim vollständigen Erlaubtmachenden verwerflich gemacht hat.
טו א"ל מי סברת לחם בתנור קדוש שחיטת כבשים מקדשא ליה והבא לקדש כבא להתיר דמי
15 Dieser erwiderte: Du glaubst wohl, das Brot sei schon im Ofen heilig; erst das Schlachten der Lämmer macht es heilig, und das Heiligende gleicht dem Erlaubtmachenden.
טז מתיב רב שימי בר אשי אחרים אומרים הקדים מולים לערלים כשר הקדים ערלים למולים פסול
16 R. Šimi b. Aši wandte ein: Manche sagen: hat manan die Beschnittenen vor den Unbeschnittenen gedacht, so ist es tauglich, hat man an die Unbeschnittenen vor den Beschnittenen gedacht, so ist es untauglich,
יז וקיי"ל דבחצי מתיר פליג א"ל מי סברת דם בצואר בהמה קדוש דם סכין מקדשא ליה והבא לקדש כבא להתיר דמי
17 und es ist uns bekannt, daß sie über die Hälfte des Erlaubtmachendenstreiten!? Dieser erwiderte: Du glaubst wohl, das Blut sei schon im Halse des Tieres heilig; das Blut wird erst durch das Messer heilig, und das Heiligende gleicht dem Erlaubtmachenden. –
יח תא שמע בד"א בקמיצה ובמתן כלי ובהילוך
18 Komm und höre: Diesgilt nur vom Abhäufen, dem Hineintun in das Gefäß und dem Hinbringen.
יט מאי לאו הילוך דהקטרה לא הילוך דמתן כלי
19 Doch wohl beim Hinbringen zur Aufräucherung!? – Nein, beim Hinbringen, um ihnin das Gefäß zu tun. –
כ אי הכי במתן כלי ובהילוך בהילוך ובמתן כלי מיבעי ליה הא לא קשיא תני הכי
20 Wieso heißt es demnach: dem Hineintun in das Gefäß und dem Hinbringen, es sollte ja heißen: dem Hinbringen und dem Hineintunin das Gefäß!? – Das ist kein Einwand; lies demgemäß. –
כא בא לו להקטרה בא לו להולכה מיבעי ליה הא לא קשיא כיון דהולכה צורך דהקטרה היא קרי לה הקטרה
21 Wieso heißtes: ist man aber zur Aufräucherung gelangtes sollte ja heißen: ist man zum Hinbringen gelangt!? – Dies ist kein Einwand; da das Hinbringen zum Zwecke der Aufräucherung erfolgt, so nennt er es Aufräucherung. –
כב אלא נתן את הקומץ בשתיקה הוליך מיבעי ליה קשיא:
22 Wieso aber heißt es: wenn man den Haufen stillschweigend hineingetan hat, es sollte ja heißen: hingebrachthat!? – Ein Einwand.
כג הקטיר שומשום לאכול שומשום עד שכלה קומץ כולו רב חסדא ורב המנונא ורב ששת חד אמר פיגול וחד אמר פסול וחד אמר כשר
23 Über den Fall, wenn man bis zur Vollendung desganzen Haufens je ein Mohnkörnchenaufgeräuchert hat [in der Absicht], ein Mohnkörnchenzu essen, streiten R. Ḥisda, R. Hamnuna und R. Šešeth; einer sagt, [das Opfer] sei verwerflich, einer sagt, es sei untauglich,
כד לימא מ"ד פיגול כר"מ ומ"ד פסול כרבנן ומ"ד כשר כרבי
24 und einer sagt, es sei tauglich. Derjenige, welcher sagt, es sei verwerflich, ist der Ansicht R. Meírs; derjenige, welcher sagt, es sei untauglich, ist der Ansicht der Rabbanan; und derjenige, welcher sagt, es sei tauglich, ist der Ansicht Rabbis. –
כה ממאי דלמא עד כאן לא קאמר ר' מאיר התם אלא דחישב בשיעורו אבל הכא דלא חישב בשיעורו לא
25 Wieso denn, vielleicht ist R. Meír seiner Ansicht nur da, wo man es hinsichtlich des vollständigen Quantums beabsichtigthat, nicht aber hierbei, wo man es nicht hinsichtlich des vollständigen Quantums beabsichtigt.
כו ועד כאן לא קא אמרי רבנן התם אלא דלא חישב ביה בכוליה מתיר אבל הכא דחישב ביה בכוליה מתיר ה"נ דפגיל
26 Und vielleicht sind die Rabbanan ihrer Ansicht nur da, wo man es nicht hinsichtlich des vollständigen Erlaubtmachendenbeabsichtigt hat, hierbei aber, wo man es hinsichtlich des vollständigen Erlaubtmachenden beabsichtigt, ist es verwerflich.
כז ועד כאן לא קא אמר רבי התם אלא דלא הדר מלייה מאותה עבודה אבל הכא דהדר מלייה מאותה עבודה הכי נמי דפסיל
27 Und vielleicht ist Rabbi seiner Ansicht nur da, wo man [das Quantum] beim selben Dienste nicht ergänzt, hierbei aber, wo man es beim selben Dienste ergänzt, ist es untauglich.
כח אלא מ"ד פיגול דברי הכל מאן דאמר פסול דברי הכל מאן דאמר כשר דברי הכל
28 Vielmehr, nach dem es verwerflich ist, gilt dies nach aller Ansicht; nach dem es untauglich ist, gilt dies nach aller Ansicht; und nach dem es tauglich ist, gilt dies nach aller Ansicht.
כט מאן דאמר פיגול דברי הכל קסבר דרך אכילה בכך ודרך הקטרה בכך ומ"ד פסול דברי הכל קסבר (אין) דרך אכילה בכך ואין דרך הקטרה בכך והואי לה כמנחה שלא הוקטרה ומאן דאמר כשר דברי הכל קסבר דרך הקטרה בכך ואין דרך אכילה בכך:
29 Nach dem es verwerflich ist, gilt dies nach aller Ansicht, denn er ist der Ansicht, diessei die Art des Essens und dies sei die Art der Aufräucherung. Nach dem es untauglich ist, gilt dies nach aller Ansicht, denn er ist der Ansicht, dies sei wohldie Art des Essens, nicht aber die Art der Aufräucherung, somit gilt es als Speisopfer, [dessen Haufen] nicht aufgeräuchert worden ist. Und nach dem es tauglich ist, gilt dies nach aller Ansicht, denn er ist der Ansicht, dies sei die Art der Aufräucherung, nicht aber die Art des Essens.
ל אמרי
30 sagten