Menachot 34

Kapitel 34

א דלא שנא כי מחשב בלשון אכילה למזבח ול"ש כי מחשב בלשון הקטרה למזבח
1 daß es nämlich einerlei sei, ob man bei der Absicht bezüglich des Altars den Ausdruck ‘verzehren’ oder den Ausdruck ‘aufräuchern’ gebraucht hat.
ב א"נ מה אכילה בכזית אף הקטרה בכזית ולעולם אכילה דאורחא משמע
2 Oder auch: wie bei der Verzehrung das Quantum einer Olive festgesetzt ist, ebenso ist auch bei der Aufräucherung das Quantum einer Olive festgesetzt; jedoch ist unter ‘verzehren’ nur die gewöhnliche Artzu verstehen. –
ג ור"א א"כ לכתוב רחמנא אם האכל האכל א"נ אם יאכל יאכל מאי האכל יאכל שמעת מינה תרתי
3 Und R. Elie͑zer!? – Wäre dem so, so sollte doch der Allbarmherzige <i>essen essen</i> oder <i>gegessen gegessen</i> geschrieben haben, wenn es aber <i>essen gegessen</i> heißt, so ist beides zu entnehmen.
ד אמר ליה רבי זירא לרב אסי ואי טעמא דר"א משום הכי הוא כרת נמי ליחייב וכי תימא ה"נ והא את הוא דאמרת משמיה דרבי יוחנן מודה ר"א שאין ענוש כרת
4 R. Zera sprach zu R. Asi: Sollte man doch, wenn dies der Grund R. Elie͑zers ist, auch der Ausrottung schuldig sein!? Wolltest du sagen, dem sei auch so, so sagtest du ja selbst im Namen R. Joḥanans, R. Elie͑zer pflichte bei, daß man nicht mit der Ausrottung bestraft werde.
ה א"ל תנאי היא אליבא דר"א איכא למ"ד פסולה דאורייתא ואיכא למ"ד פסולה דרבנן
5 Dieser erwiderte: Über die Ansicht R. Elie͑zers [streiten] Tannaím; einer sagt, es sei nach der Tora untauglich, und einer sagt, es sei nur rabbanitisch untauglich.
ו דתניא השוחט את הזבח לשתות מדמו למחר להקטיר מבשרו למחר לאכול מאימוריו למחר כשר ור"א פוסל להניח מדמו למחר רבי יהודה פוסל אמר ר"א אף בזו ר"א פוסל וחכמים מכשירין
6 Es wird nämlich gelehrt: Schlachtet man ein Schlachtopfer [in der Absicht], vom Blute am folgenden Tage zu trinken, vom Fleische am folgenden Tage aufzuräuchern, oder von den Opferteilen am folgenden Tage zu essen, so ist es tauglich, nach R. Elie͑zer aber untauglich. [Beabsichtigt man,] vom Blute zum folgenden Tage zurückzulassen, so ist es nach R. Jehuda untauglich. R. Elea͑zar sagte: Auch in diesem Falle ist es nach R. Elie͑zer untauglich und nach den Weisen tauglich.
ז רבי יהודה אליבא דמאן אילימא אליבא דרבנן השתא ומה התם דקא מחשב בלשון אכילה מכשרי רבנן הכא לא כל שכן
7 Nach wessen Ansicht lehrte es R. Jehuda: wenn nach den Rabbanan, so sollte doch, wenn es nach ihnen tauglich ist in dem Falle, wenn man bei der Absicht den Ausdruck verzehrengebraucht, dies um so mehr hierbei der Fall sein!?
ח אלא אליבא דר"א ואמר ר' אלעזר אף בזו ר"א פוסל וחכמים מכשירין ר' אלעזר היינו ר' יהודה
8 Doch wohl nach R. Elie͑zer, und R. Elea͑zar sagt, es sei auch in diesem Falle nach R. Elie͑zer untauglich und nach den Weisen tauglich. Da demnach R. Elea͑zar dasselbe lehrt, was R. Jehuda,
ט אלא לאו כרת איכא בינייהו דר' יהודה (דת"ק) סבר להניח פסולא בעלמא בהנך כרת נמי מיחייב ואתא ר' אלעזר למימר אידי ואידי פסול ואין בו כרת
9 so besteht wohl zwischen ihnen ein Unterschied hinsichtlich der Ausrottung; R. Jehuda ist der Ansicht, wenn zurückzulassen, sei esnur untauglich, in jenen Fällen abersei man auch der Ausrottung schuldig, und hierzu sagte R. Elea͑zar, es seiin allen Fällen nur untauglich und nicht mit der Ausrottung belegt. –
י לא דכולי עלמא כרת ליכא והכא ג' מחלוקת בדבר ת"ק סבר בהנך פליגי להניח דברי הכל כשר
10 Nein, alle sind der Ansicht, es sei nichtmit der Ausrottung belegt, und hierbei gibt es drei verschiedene Ansichten; der erste Autor ist der Ansicht, über jene Fällestreitensie, und wenn zurückzulassen, sei es nach aller Ansicht tauglich;