Menachot 61

Kapitel 61

א אשידה דתנן [השידה] ב"ש אומרים נמדדת מבפנים ובית הלל אומרים מבחוץ ומודים אלו ואלו שאין עובי הרגלים ועובי הלבזבזין נמדד
1 auf [die Lehre von] der Truhe, denn wir haben gelernt: Die Truhe ist, wie die Schule Šammajs sagt, von innen, und wie die Schule Hillels sagt, von außenzu messen. Diese und jene stimmen überein, daß die Dicke der Füße und die der Ränder nicht mitzumessen sei.
ב ר' יוסי אומר מודים שעובי הרגלים ועובי הלבזבזין נמדד וביניהן אין נמדד ר"ש שזורי אומר אם היו רגלים גבוהות טפח אין ביניהן נמדד ואם לאו ביניהן נמדד
2 R. Jose sagt, sie stimmen überein, daß die Dicke der Füße und die der Ränder mitzumessen sei, nicht aber der Raum zwischen diesen. R. Šimo͑n Šezori sagt, sind die Füße eine Handbreite hoch, sei der Zwischenraum nicht mitzumessen, wenn aber nicht, sei er mitzumessen.
ג רב נחמן בר יצחק אמר איין דתנן רבי מאיר אומר שמן תחלה לעולם וחכ"א אף הדבש ר"ש שזורי אומר אף היין מכלל דת"ק סבר יין לא אימא רבי שמעון שזורי אומר יין
3 R. Naḥman b. Jiçḥaq erklärte, auf [die Lehre] vom Weine, denn wir haben gelernt: R. Meír sagt, das Ölsei stets erstgradig; die Weisen sagen, auch der Honig; R. Šimo͑n Šezori sagt, auch der Wein. – Demnach wäre der erste Autor der Ansicht, daß dies vom Weine nicht gilt!? – Lies: R. Šimo͑n Šezori sagt, der Wein.
ד תניא אמר ר"ש שזורי פעם אחת נתערב לי טבל בחולין ובאתי ושאלתי את רבי טרפון ואמר לי לך קח לך מן השוק ועשר עליו
4 Es wird gelehrt: R. Šimo͑n Šezori erzählte: Einst wurde mir Unverzehntetesmit Profanemvermischt, und als ich zu R. Tryphon kam und ihn fragte, sprach er zu mir: Geh auf den Markt und kaufe anderes, und von diesementrichte den Zehnten.
ה קסבר דאורייתא ברובא בטל ורוב עמי הארץ מעשרים הן והוה ליה כתורם מן הפטור על הפטור
5 Er ist der Ansicht, nach der Tora gehe alles in der Mehrheit auf, und da die meisten Leute aus dem gemeinen Volkeden Zehnten entrichten, so entrichte man ihn von Unpflichtigemfür das Unpflichtige. –
ו ולימא ליה לך קח מן העובד כוכבים קסבר אין קנין לעובד כוכבים בארץ ישראל להפקיע מיד מעשר והוה ליה מן החיוב על הפטור
6 Sollte er ihm doch gesagt haben: geh, kaufe anderes von einem Nichtjuden!? – Er ist der Ansicht, ein Nichtjude könne im Jisraéllande keinen [Grundbesitz] eignen, um [den Ertrag] der Verzehntungzu entziehen; dies wäre somit [eine Entrichtung] von Pflichtigem für das Unpflichtige.
ז איכא דאמרי אמר ליה לך קח מן העובד כוכבים קסבר יש קנין לעובד כוכבים בארץ ישראל להפקיע מיד מעשר והוה ליה מן הפטור על הפטור
7 Manche sagen, er habe ihm erwidert: geh und kaufe anderes von einem Nichtjuden. Er ist demnach der Ansicht, ein Nichtjude könne im Jisraélland [Grundbesitz] eignen, um [den Ertrag] der Verzehntung zu entziehen; dies ist somit [eine Entrichtung] von Unpflichtigem für das Unpflichtige. –
ח ולימא ליה קח מהשוק קסבר אין רוב עמי הארץ מעשרין
8 Sollte er ihm doch erwidert haben: kaufe anderes auf dem Markte!? – Er ist der Ansicht, die meisten Leute aus dem gemeinen Volke entrichten nicht den Zehnten.
ט שלח ליה רב יימר בר שלמיא לרב פפא הא דאמר רבין בר חיננא אמר עולא א"ר חנינא הלכה כר"ש שזורי ולא עוד אלא כל מקום ששנה רבי שמעון שזורי הלכה כמותו אף בנתערב ליה טבל בחולין
9 R. Jemar b. Šelemja ließ R. Papa fragen: Bezieht sich das, was Rabin b. Ḥenana im Namen U͑las im Namen R. Ḥaninas gesagt hat, daß nämlich die Halakha wie R. Šimo͑n Šezori sei, und noch mehr, überall, wo R. Šimo͑n Šezori etwas lehrt, sei die Halakha wie er, auch auf den Fall, wenn Unverzehntetes mit Profanem vermischt worden ist?
י אמר ליה אין אמר רב אשי אמר לי מר זוטרא קשי בה ר' חנינא מסורא פשיטא
10 Dieser erwiderte: Jawohl. R. Aši sagte: Mar Zuṭra sagte mir, R. Ḥanina aus Sura habe wie folgt erwidert: selbstverständlich,