Menachot 84

Kapitel 84

א מפשרניא ספר תורה תפילין ומזוזות שכתבן צדוקי כותי עובד כוכבים עבד אשה וקטן מומר פסולין שנאמר וקשרתם וכתבתם כל שישנו בקשירה ישנו בכתיבה כל שאינו בקשירה אינו בכתיבה
1 aus Pašronja, lehrte, eine Torarolle, Tephillin und Mezuzoth, die ein Minäer, ein Samaritaner, ein Nichtjude, ein Sklave, eine Frau, ein Minderjähriger oder ein Abtrünniger geschrieben hat, seien untauglich, denn es heißt:<i>du sollst sie binden</i>, und:<i>du sollst sie schreiben</i>, wer zum Binden geeignet ist, ist zum Schreiben geeignet, und wer nicht zum Binden geeignet ist, ist auch zum Schreiben nicht geeignet,
ב ובישראל א"צ לברך דשלח רב חייא בריה דרב הונא משמיה דר' יוחנן על תפילין של יד אומר ברוך אשר קדשנו במצותיו וצונו להניח תפילין על תפילין של ראש אומר ברוך אשר קדשנו במצותיו וצונו על מצות תפילין ואילו לעשות תפילין לא מברך
2 und ein Jisraélit spricht darüber nicht den Segen. R. Ḥija, Sohn des R. Hona, ließ nämlich im Namen R. Joḥanans sagen: Über die Handtephilla spreche man: ‘Gepriesen sei er, der uns mit seinen Geboten geheiligt und uns befohlen hat, Tephillin anzulegen’. Über die Kopftephilla spreche man:,Gepriesen sei er, der uns mit seinen Geboten geheiligt und uns das Gebot der Tephillin befohlen hat’. Über das Machen der Tephillin spricht man aber keinen Segen.
ג אלא לאו היינו טעמא כל מצוה דעשייתה גמר מצוה כגון מילה אע"ג דכשירה בעובד כוכבים בישראל צריך לברך וכל מצוה דעשייתה לאו גמר מצוה כגון תפילין אע"ג דפסולות בעובד כוכבים בישראל אינו צריך לברך
3 Vielmehr ist folgende Regel ausschlaggebend: über ein Gebot, das mit dem Machen vollzogen ist, beispielsweise die Beschneidung, muß ein Jisraélit einen Segen sprechen, auch wenn es durch einen Nichtjuden zulässig ist, und über ein Gebot, das mit dem Machen nicht vollzogen ist, beispielsweise die Tephillin, braucht ein Jisraélit keinen Segen zu sprechen, selbst wenn es durch einen Nichtjuden unzulässig ist.
ד ובציצית בהא קמיפלגי מר סבר חובת טלית הוא ומר סבר חובת גברא הוא
4 Ihr Streitbesteht in folgendem: einer ist der Ansicht, die Pflicht hafte am Gewände, und einer ist der Ansicht, die Pflicht hafte an der Person.
ה א"ל רב מרדכי לרב אשי אתון הכי מתניתו לה
5 R. Mordekhaj sprach zu R. Aši: So lehrt ihr es,
ו אנן הכי מתנינן לה א"ר יהודה אמר רב מנין לציצית בעובד כוכבים שכשירה שנאמר (במדבר טו, ב) דבר אל בני ישראל ועשו להם ציצית יעשו להם אחרים
6 wir aber lehren es wie folgt: R. Jehuda sagte im Namen Rabhs: Woher, daß die von einem Nichtjuden gefertigten Çiçith tauglich sind? Es heißt:<i>sprich zu den Kindern Jisraél, daß sie sich</i><i>Çiçith machen</i>; andere sollen für sie machen.
ז אמר רב יהודה אמר רב עשאן מן הקוצים ומן הנימין ומן הגרדין פסולה מן הסיסין כשירה
7 R. Jehuda sagte im Namen Rabhs: Hat man sie von Kettenfransen, Noppen oder Webezotten gefertigt, so sind sie untauglich, wenn von [fertigen] Knäulen, so sind sie tauglich.
ח כי אמריתה קמיה דשמואל אמר אף מן הסיסין פסולה בעינן טוייה לשמה
8 Als ich dies Šemuél vortrug, sagte er, auch von [fertigen] Knäulen seien sie untauglich, denn das Spinnen muß für diesen Zweck erfolgen.
ט כתנאי ציפן זהב או שטלה עליהן עור בהמה טמאה פסולות עור בהמה טהורה כשירות ואע"פ שלא עיבדן לשמן רבן שמעון בן גמליאל אומר אף עור בהמה טהורה פסולות עד שיעבדן לשמן
9 [Hierüber streiten] folgende Tannaím: Hat man [die Tephillin] mit Gold verkleidet oder mit Leder von einem unreinen Tiere überzogen, so sind sie untauglich, wenn aber mit Leder von einem reinen Tiere, so sind sie tauglich, selbst wenn es nicht für diesen Zweck bearbeitet worden ist; R. Šimo͑n b. Gamliél sagt, auch wenn mit Leder von einem reinen Tiere, seien sie untauglich, es sei denn, daß es für diesen Zweck bearbeitet worden ist.
י אמר ליה אביי לרב שמואל בר רב יהודה הא תכילתא היכי צבעיתו לה אמר ליה מייתינן דם חלזון וסמנין ורמינן להו ביורה [ומרתחינן ליה] ושקלינא פורתא בביעתא וטעמינן להו באודרא ושדינן ליה לההוא ביעתא וקלינן ליה לאודרא
10 Abajje sprach zu R. Šemuél b. R. Jehuda: Wie färbt ihr das Purpurblau? Dieser erwiderte: Wir nehmen das Blut der Purpurschnecke und andere Ingredienzen und schütten sie in den Kessel, dann nehmen wir etwas in eine Eier[schale] und probieren es an Charpie. Alsdann werfen wir die Eier[schale] fort und verbrennen die Charpie.
יא שמע מינה תלת שמע מינה טעימה פסולה ושמע מינה דבעינן צביעה לשמה ושמע מינה טעימה פסלה
11 Hieraus ist dreierlei zu entnehmen; es ist zu entnehmen, daß die Probeuntauglich ist; es ist zu entnehmen, daß die Färbung für diesen Zweck erfolgenmuß; und es ist zu entnehmen, daß die Probe untauglich macht. –
יב היינו טעימה פסולה היינו צביעה לשמה אמר רב אשי מה טעם קאמר מה טעם טעימה פסולה משום דבעינן צביעה לשמה
12 Die Untauglichkeit der Probe ist ja identisch mit der Färbung für diesen Zweck!? R. Aši erwiderte: Dies ist eine Begründung: die Probe ist deshalb untauglich, weil die Färbung für diesen Zweck erfolgen muß.
יג כתנאי טעימה פסולה משום שנאמר (שמות כח, לא) כליל תכלת דברי ר' חנינא בן גמליאל
13 [Hierüber streiten] Tannaím: Die Probe ist untauglich, denn es heißt:<i>ganz Purpur</i>– so R. Ḥanina b. Gamliél.
יד רבי יוחנן בן דהבאי אומר אפילו מראה שני שבה כשר משום שנאמר (ויקרא יד, ד) ושני תולעת
14 R. Joḥanan b. Dahabaj sagt, sogar die zweite Färbungsei tauglich, denn es heißt:<i>karmesinrot</i>.
טו ת"ר תכלת אין לה בדיקה ואין נקחית אלא מן המומחה תפילין יש להם בדיקה ואין ניקחין אלא מן המומחה ספרים ומזוזות יש להן בדיקה וניקחין מכל אדם
15 Die Rabbanan lehrten: Für die Purpurfäden gibt es keine Untersuchung, sie dürfen daher nur von einem Bewährten gekauft werden; für Tephillin und Mezuzoth gibt es eine Untersuchung und sie dürfen von jedermann gekauft werden. –
טז ותכלת אין לה בדיקה והא רב יצחק בריה דרב יהודה בדיק ליה (סי' בגשם) מייתי מגביא גילא ומיא דשבלילתא ומימי רגלים
16 Gibt es denn für die Purpurfäden keine Untersuchung, R. Jiçḥaq, Sohn des R. Jehuda, untersuchte sie ja? Man hole Alaun, Fönnkrautwasser