Nedarim 104

Kapitel 104

א <big><strong>גמ׳</strong></big> ורמינהו מן העדשים אסור באשישים ור' יוסי מתיר
1 GEMARA. Ich will auf einen Widerspruch hinweisen: Wer sich Linsen [abgelobt], dem ist Linsenkuchen verboten, nach R. Jose erlaubt!? –
ב לא קשיא מר כי אתריה ומר כי אתריה באתרא דרבנן קרו לחלבא חלבא ולקומא קומא באתריה דרבי יוסי לקומא נמי קרו ליה קומא דחלבא
2 Das ist kein Einwand; der eine nach seiner Ortschaft und der andere nach seiner Ortschaft. In der Ortschaft der Rabbanan nannte man die Milch Milch und die Molke Molke, und in der Ortschaft R. Joses nannte man die Molke Milchmolke.
ג תניא הנודר מן החלב מותר בקום מן הקום מותר בחלב מן החלב מותר בגבינה מן הגבינה מותר בחלב מן הרוטב מותר בקיפה מן הקיפה מותר ברוטב אם אמר בשר זה עלי אסור בו וברוטבו ובקיפו
3 Es wird gelehrt: Wer sich Milch abgelebt, dem ist Molke erlaubt, wer Molke, dem ist Milch erlaubt; wer Milch, dem ist Käse erlaubt, wer Käse, dem ist Milch erlaubt; wer Brühe, dem ist Gallert erlaubt, wer Gallert, dem ist Brühe erlaubt. Sagt jemand: dieses Fleisch sei mir [verboten], so ist es ihm verboten nebst seiner Brühe und seinem Gallert.
ד הנודר מן היין מותר בתבשיל שיש בו טעם יין אמר קונם יין זה שאיני טועם ונפל לתוך התבשיל אם יש בו טעם יין הרי זה אסור:
4 Wer sich Wein abgelobt, dem ist das Gericht, in dem Weingeschmack ist, erlaubt; sagt er: Qonam, daß ich diesen Wein nicht kosten werde, und kommt dieser in ein Gericht, so ist es ihm, wenn Weingeschmack darin ist, verboten.
ה <big><strong>מתני׳</strong></big> הנודר מן הענבים מותר ביין מן הזיתים מותר בשמן אמר קונם זיתים וענבים אלו שאיני טועם אסור בהן וביוצא מהן:
5 <b>W</b><small>ER SICH</small> T<small>RAUBEN ABGELOBT, DEM IST DER</small> W<small>EIN ERLAUBT, WER</small> O<small>LIVEN, DEM IST DAS</small> Ö<small>L ERLAUBT; SAGT ER</small>: Q<small>ONAM, DASS ICH DIESE</small> O<small>ILVEN ODER</small> T<small>RAUBEN NICHT KOSTE, SO SIND IHM DIESE VERBOTEN UND DAS, WAS DARAUS GEWONNEN WIRD</small>.
ו <big><strong>גמ׳</strong></big> בעי רמי בר חמא אלו דוקא או שאיני טועם דוקא
6 GEMARA. Rami b. Ḥama fragte: Kommt es auf [das Wort] ‘diese’ an oder kommt es auf [die Worte] ‘nicht koste’ an? –
ז אי ס"ד אלו דוקא שאיני טועם למ"ל הא קמ"ל דאע"ג דאמר שאיני טועם אי דאמר אלו מיתסר ואי לא לא
7 Wenn es auf [das Wort] ‘diese’ ankäme, brauchte es ja nicht ‘nicht koste’ zu heißen!? – Folgendes lehrt er uns: obgleich er ‘daß ich nicht koste’ sagt, ist es ihm nur dann verboten, wenn er ‘diese’ sagt, sonst aber nicht.
ח אמר רבא ת"ש קונם פירות האלו עלי קונם הן לפי אסור בחילופיהן ובגידוליהן הא ביוצא מהן מותר
8 Raba sprach: Komm und höre: [Sagt jemand:] Qonam seien mir diese Früchte, Qonam seien sie meinem Munde, so sind ihm ihr Eingetauschtes und ihre Erzeugnisse verboten. Was aber daraus gewonnen wird, ist ihm erlaubt!? –
ט ה"ה דאפי' ביוצא מהן אסור והא עדיפא ליה לאשמועינן דחילופיהן כגידוליהן דמי
9 Auch was daraus gewonnen wird, ist ihm verboten, nur will er lieber lehren, daß ihr Eingetauschtesihrem Erzeugnisse gleiche. –
י ת"ש שאיני אוכל ושאיני טועם מותר בחילופיהן ובגידוליהן הא היוצא מהן אסור איידי דלא נסיב ברישא יוצא מהן לא נסיב נמי בסיפא יוצא מהן
10 Komm und höre: [Sagt er: Qonam,] daß ich nicht essen werde, daß ich nicht kosten werde, so sind ihm ihr Eingetauschtes und ihre Erzeugnisse erlaubt. Was aber daraus gewonnen wird, ist ihm verboten. – Da er im Anfangsatze nicht von dem lehrt, was daraus gewonnen wird, so lehrt er auch im Schlußsatze nicht von dem, was daraus gewonnen wird. –
יא ת"ש אמר ר' יהודה מעשה ואסר רבי טרפון עלי ביצים שנתבשלו עמו אמרו לו אימתי בזמן שאמר בשר זה עלי שהנודר מן הדבר ונתערב באחר ויש בו בנותן טעם הרי זה אסור
11 Komm und höre: R. Jehuda sprach: Einst verbot mir R. Tryphon [sogar] Eier, die damit gekocht waren. Sie sprachen zu ihm: Nur dann, wenn er sagt: dieses Fleisch sei mir [verboten], denn, wenn jemand sich etwas abgelobt und anderes damit vermischt wird, so ist es ihm, wenn ein Geschmack übertragen wird, verboten. –
יב באלו לא קא מיבעיא לן דדוקא הוא כי מיבעיא לן בשאיני טועם דוקא או לאו דוקא
12 Hinsichtlich [des Wortes] ‘diese’ ist es uns nicht fraglich, ob es darauf ankomme, fraglich ist es uns nur hinsichtlich [der Worte] ‘nicht koste’, ob es darauf ankomme oder nicht. –
יג ת"ש דג דגים שאיני טועם אסור בהן בין גדולים בין קטנים בין חיים בין מבושלים ומותר בטרית טרופה ובציר
13 Komm und höre: [Sagte er: Qonam,] daß ich Fisch und Fische nicht kosten werde, so sind ihm [alle] verboten, ob große oder kleine, ob rohe oder gekochte, jedoch sind ihmder zerhackte Terith und Fischlake erlaubt.
יד אמר רבא וכבר יצא מהן:
14 Raba erwiderte: Wenn es bereits daraus gewonnen war.