Nedarim 109

Kapitel 109

א <big><strong>מתני׳</strong></big> הנודר מן הדגן אסור בפול המצרי יבש דברי רבי מאיר וחכ"א אינו אסור אלא בחמשת המינין רבי מאיר אומר הנודר מן התבואה אינו אסור אלא מחמשת המינין אבל הנודר מן הדגן אסור בכל ומותר בפירות האילן ובירק:
1 <b>W</b><small>ER SICH</small> K<small>ORN ABGELOBT, DEM SIND GETROCKNETE ÄGYPTISCHE</small> B<small>OHNEN VERBOTEN – SO</small> R. M<small>EÍR; DIE</small> W<small>EISEN SAGEN, NUR DIE FÜNF</small> G<small>ETREIDEARTEN</small><small>SEIEN IHM VERBOTEN</small>. R. M<small>EÍR SAGTE</small>: W<small>ER SICH</small> G<small>ETREIDE ABGELOBT, DEM SIND NUR DIE FÜNF</small> A<small>RTEN VERBOTEN, WER SICH ABER</small> K<small>ORN ABGELOBT, DEM IST ALLES VERBOTEN, UND NUR</small> B<small>AUMFRÜCHTE UND</small> K<small>RAUT ERLAUBT</small>.
ב <big><strong>גמ׳</strong></big> למימרא דדגן כל דמידגן משמע מתיב רב יוסף (דברי הימים ב לא, ה) וכפרוץ הדבר הרבו בני ישראל [ראשית] דגן תירוש ויצהר וכל תבואת שדה לרוב וגו' ואי אמרת דגן כל דמידגן משמע מאי כפרוץ הדבר הרבו אמר אביי לאתויי פירות האילן וירק:
2 GEMARA. Demnach wäre unter Korn alles zu verstehen, was gehäuft wird, dagegen wandte R. Joseph ein:<i>Und als die Sache ruchbar wurde, mehrten die Kinder Jisraél die Erstlinge von Korn, Most, Öl und allem Feldgetreide in Fülle &amp;c</i>. Wieso mehrten sie, als die Sache ruchbar wurde, wenn du sagst, unter Korn sei alles zu verstehen was gehäuft wird!? Abajje erwiderte: Dies schließt Baumfrüchte und Kraut ein.
ג ר' מאיר אומר הנודר מן התבואה וכו': אמר ר' יוחנן הכל מודים בנודר מן התבואה שאין אסור אלא מחמשת המינין תניא נמי הכי שוין בנודר מן התבואה שאין אסור אלא מה' המינין פשיטא מהו דתימא תבואה כל מילי משמע קמשמע לן דלא משמע כל מילי
3 R. M<small>EÍR SAGTE</small>: W<small>ER SICH</small> G<small>ETREIDE ABGELOBT</small> &amp;<small>C</small>. R. Joḥanan sagte: Alle pflichten bei, daß, wenn jemand sich Getreide abgelobt, ihm nur die fünf Arten verboten sind. Ebenso wird gelehrt: Sie stimmen überein, daß, wenn jemand sich Getreide abgelobt, ihm nur die fünf Arten verboten sind. – Selbstverständlich!? – Man könnte glauben, unter Getreide sei alles zu verstehen, so lehrt er uns, daß darunter nicht alles zu verstehen ist.
ד מתיב רב יוסף וכפרוץ הדבר הרבו בני ישראל כו' אמר רבא תבואה לחוד תבואת שדה לחוד
4 R. Joseph wandte ein: <i>Und als die Sache ruchbar wurde, mehrten die Kinder Jisraél &amp;c</i>.!? Raba erwiderte: Getreide ist etwas anderes und Feldgetreide ist etwas anderes.
ה בר מר שמואל פקיד דליתנון תליסר אלפי זוזי לרבא מן עללתא דנהר פניא שלחה רבא לקמיה דרב יוסף עללתא היכי מיקריא אמר רב יוסף מתניתין היא ושוין בנודר מן התבואה שאין אסור אלא מחמשת המינין א"ל אביי מי דמי תבואה לא משמע אלא מחמשת המינין עללתא כל מילי משמע
5 Der Sohn des Mar Šemuél verfügte [letztwillig], daß man von [seinem] Ertrage in Nehar Panja Raba dreizehntausend Zuz gebe. Da ließ Raba R. Joseph fragen: Was heißt Ertrag? R. Joseph sprach: Dies lehrt eine Barajtha: Sie stimmen überein, daß, wenn jemand sich Getreideabgelobt, ihm nur die fünf Arten verboten sind. Abajje sprach zu ihm: Es ist ja nicht gleich; unter Getreide sind wohl nur die fünf Arten zu verstehen, unter Ertrag hingegen ist alles zu verstehen.
ו אהדרוהו לקמיה דרבא אמר הא לא קא מיבעיא לי דעללתא כל מילי משמע הדא הוא דאיבעיא לי שכר בתים ושכר ספינות מאי מי אמרינן כיון דפחתן לאו עללתא היא או דילמא כיון דלא ידיע פחתייהו עללתא היא אמרוה רבנן קמיה דרב יוסף אמר וכי מאחר דלא צריך לן אמאי שלח לן איקפד רב יוסף
6 Als man dies Raba berichtete, sprach er: Es ist mir nicht fraglich, ob unter Ertrag alleszu verstehen ist, folgendes nur ist mir fraglich: wie verhält es sich mit dem Mietzins für Häuser und Schiffe: sagen wir, da diese abgenutzt werden, gelte er nicht als Ertrag, oder gilt er wohl als Ertrag, da die Abnutzung nicht merkbarist. Die Jünger erzählten es R. Joseph wieder, und R. Joseph ward ärgerlich und sprach: Wenn er uns nicht braucht, wozu fragt er uns!?
ז שמע רבא ואתא לקמיה במעלי יומא דכפורי אשכחיה לשמעיה דהוה קא מזיג קמיה כסא דחמרא אמר ליה הב לי דאמזיג ליה אנא יהב ליה וקא מזיג איהו כסא דחמרא כי קא שתי אמר הדין מיזגא דמי למיזגא דרבא בריה דרב יוסף בר חמא אמר ליה הוא ניהו
7 Als Raba dies hörte, kam er zu ihm am Vorabend des Versöhnungstages und traf seinen Diener für ihn einen Becher Wein mischen. Da sprach er zu ihm: Gib ihn mir, ich will ihn ihm mischen. Da gab er ihn ihm, und er mischte ihm einen Becher Wein. Als jener ihn trank, sprach er: Diese Mischung gleicht der MischungRabas, Sohnes des R. Joseph b. Ḥama. Als man ihm erwiderte, er sei es,
ח אמר ליה לא תיתיב אכרעך עד דאמרת לי פירושא דהדין מילתא מאי דכתיב (במדבר כא, יח) וממדבר מתנה וממתנה נחליאל ומנחליאל במות
8 sprach er zu ihm: Du setzest dich nichtnieder, bis du mir die Erklärung des folgenden gesagt hast. Es heißt<i>:</i><i>Und von der Wüste nach Matana, von Matana nach Naḥliél und von Naḥliél nach Bamoth</i>. –
ט א"ל כיון שעושה אדם את עצמו כמדבר שהוא מופקר לכל תורה ניתנה לו במתנה שנאמר וממדבר מתנה וכיון שניתנה לו במתנה נחלו אל שנאמר וממתנה נחליאל וכיון שנחלו אל עולה לגדולה שנאמר ומנחליאל במות ואם הגביה עצמו הקב"ה משפילו שנאמר (במדבר כא, כ) ומבמות הגיא ולא עוד אלא ששוקעין אותו בקרקע שנאמר (במדבר כא, כ) ונשקפה על פני הישימון ואם חוזר בו הקב"ה מגביהו
9 Wenn ein Mensch sich wie eine Wüste macht, die jedem preisgegebenist, so wird ihm die Tora zum Geschenke [matana] gegeben, denn es heißt: <i>und von der Wüste nach Matana</i>; sobald sie ihm zum Geschenke gegeben wird, ist er ein Erbe Gottes [naḥlo él], denn es heißt: <i>und von Matana nach Naḥliél</i>; und sobald er ein Erbe Gottes ist, steigt er zur Würde, denn es heißt: <i>und von Naḥliél nach Bamoth [Höhen]</i>. Wenn er sich aber überhebt, erniedrigt ihn der Heilige, gepriesen sei er, denn es heißt:<i>und von Bamoth nach dem Tale</i>. Und noch mehr, man senktihn sogar in die Erde, denn es heißt:<i>und ragt hervor über die Fläche der Einöde</i>. Wenn er aber umkehrt, so erhöht ihn der Heilige, gepriesen sei er,