Nedarim 110

Kapitel 110

א שנאמר (ישעיהו מ, ד) כל גיא ינשא
1 denn es heißt:<i>jedes Tal wird erhoben werden</i>.
ב תניא הנודר מן הדגן אסור אף בפול המצרי יבש ומותר בלח ומותר באורז בחילקא בטרגיס ובטיסני הנודר מן פירות השנה אסור בכל פירות השנה ומותר בגדיים ובטלאים ובחלב ובביצים ובגוזלות ואם אמר גידולי שנה עלי אסור בכולן
2 Es wird gelehrt: wer sich Korn abgelobt, dem sind auch getrocknete ägyptische Bohnen verboten, die frischen aber erlaubt; ferner sind ihm Reis, Speltgraupe, Weizengraupe und Gerstengraupe erlaubt. Wer sich Früchte des Jahres abgelobt, dem sind alle Früchte des Jahres verboten, aber Ziegenlämmer, Schaflämmer, Milch, Eier und Jungtauben erlaubt; sagt er aber: die Erzeugnisse des Jahres sollen mir [verboten] sein, so ist ihm dies alles verboten.
ג הנודר מן פירות הארץ אסור בכל פירות הארץ ומותר בכמהין ופטריות ואם אמר גידולי קרקע עלי אסור בכולן
3 Wer sich Bodenfrüchte abgelobt, dem sind alle Bodenfrüchte verboten, aber Schwämme und Morcheln erlaubt; sagt er aber: die Erzeugnisse des Bodens sollen mir [verboten] sein, so ist ihm alles verboten. –
ד ורמינהי על דבר שאין גידולו מן הארץ אומר שהכל נהיה בדברו ותניא על המלח ועל הזמית ועל כמהין ופטריות אומר שהכל נהיה בדברו אמר אביי מירבא רבו מארעא מינק מאוירא ינקי ולא מארעא והא קתני על דבר שאין גידולו מן הארץ תני על דבר שאין יונק מן הארץ:
4 Ich will auf einen Widerspruch hinweisen: Über das, was nicht aus dem Erdboden wächst, spreche man [den Segen]‘durch dessen Wort alles entstandenist’. Ferner wird gelehrt: Über Salz, Salztunke, Schwämme und Morcheln spreche man [den Segen] ‘durch dessen Wort alles entstanden ist’!? Abajje erwiderte: Sie wachsen aus dem Erdboden, ihre Nahrung aber saugen sie aus der Luft und nicht aus dem Erdboden. – Er lehrt ja aber: über das, was nicht aus dem Erdboden wächst!? – Lies: das [seine Nahrung] nicht aus dem Erdboden saugt.
ה <big><strong>מתני׳</strong></big> הנודר מן הכסות מותר בשק וביריעה ובחמילה אמר קונם צמר עולה עלי מותר להתכסות בגיזי צמר הפשתן עולה עלי מותר להתכסות באניצי פשתן
5 <b>W</b><small>ER SICH</small> K<small>LEIDUNG ABGELOBT, DEM SIND</small> S<small>ACKGEWAND</small>, U<small>MSCHLAGETUCH UND</small> Ü<small>BERWURF ERLAUBT</small>. S<small>AGT JEMAND</small>: Q<small>ONAM SEI MIR DIE</small> W<small>OLLE, DIE AUF MICH KOMMT, SO DARF ER SICH MIT</small> S<small>CHURWOLLE BEDECKEN</small>; [<small>SAGT ER</small>:] <small>DER</small> F<small>LACHS, DER AUF MICH KOMMT, SO DARF ER SICH MIT</small> F<small>LACHSBÜNDELN BEDECKEN</small>.
ו ר' יהודה אומר הכל לפי הנודר טען והזיע והיה ריחו קשה אמר קונם צמר ופשתים עולה עלי מותר להתכסות ואסור להפשיל לאחוריו:
6 R. J<small>EHUDA SAGT, ALLES NACH DEM</small> G<small>ELOBENDEN: WENN EINEM, DER BELADEN</small><small>IST UND SCHWITZT, DER</small> G<small>ERUCH LÄSTIG WIRD UND ER SAGT</small>: Q<small>ONAM SEIEN MIR</small> W<small>OLLE UND</small> F<small>LACHS, DIE AUF MICH KOMMEN, SO DARF ER SICH DAMIT BEDECKEN, SIE ABER NICHT ÜBER DEN</small> R<small>ÜCKEN WERFEN</small>.
ז <big><strong>גמ׳</strong></big> תניא הנודר מן הכסות מותר בשק וביריעה ובחמילה ואסור בפונדא ובפסקיא ובסקורטיא ובקטבליא ואנפליא ופליניא ומכנסים וכובע מאי איסקורטי אמר רבה בר בר חנה כיתונא דצלא
7 GEMARA. Es wird gelehrt: Wer sich Kleidung abgelobt, dem sind Sack, Umschlagetuch und Überwurf erlaubt, aber Geldkatze, Gurt, Skortea, Lederdecke, Socke, Schurzhose, Hose und Mütze verboten. Was ist Skortea? Rabba b. Bar Ḥana erwiderte: Ein Lederkittel.
ח תניא יוצאין בשק עבה ובסגוס עבה וביריעה ובחמילה מפני הגשמים אבל לא בתיבה ולא בקופה ולא במחצלת מפני הגשמים הרועים יוצאין בשקים ולא רועים בלבד אמרו אלא כל אדם אלא שדברו חכמים בהווה:
8 Es wird gelehrt: Man darfwegen des Regens mit einem groben Sackgewande, einem groben Mantelsacke, einem Umschlagetuche oder einem Überwurfe ausgehen, nicht aber darf man wegen des Regens mit einer Kiste, einem Korbe oder einer Matte ausgehen. Die Hirten dürfen mit Sackgewändern ausgehen. Sie sagten es nicht nur von Hirten, sondern von jedem Menschen, nur sprechen die Weisen vom gewöhnlichen.
ט ר' יהודה אומר הכל לפי הנודר כו': תניא כיצד א"ר יהודה הכל לפי הנודר היה לבוש צמר והצר ואמר קונם צמר עולה עלי אסור ללבוש ומותר לטעון היה טעון פשתן והזיע ואמר קונם פשתן עולה עלי מותר ללבוש ואסור לטעון:
9 R. J<small>EHUDA SAGT, ALLES NACH DEM</small> G<small>ELOBENDEN</small> &amp;<small>C</small>. Es wird gelehrt: In welchem Falle sagte R. Jehuda, alles nach dem Gelobenden? – Wenn einer in Wolle gekleidet ist, die ihm lästig ist, und sagt: Qonam die Wolle, die auf mich kommt, so darf er sie nicht anziehen, wohl aber auf sich laden; wenn einer mit Flachs beladen ist und schwitzt, und sagt: Qonam der Flachs, der auf mich kommt, so darf er sich darin kleiden, nicht aber auf sich laden.