Nedarim 118

Kapitel 118

א אם היו עלין שלהן שחורין אסורין הוריקו מותרין וכי שחורין אמאי אסורין לימא היתר שבהן להיכן הלך א"ל מי סברת על עיקר קתני אתוספת קתני אסורין אי הכי מאי אתא רשב"ג למימר דתניא רשב"ג אומר הגדל בחיוב חייב הגדל בפטור פטור תנא קמא נמי הכי אמר
1 so sind sie, wenn ihre Blätter dunkel sind, verboten, und wenn gelblich, erlaubt. Wieso sind sie, wenn dunkel, verboten, man sollte doch sagen: wo ist das Erlaubte an ihnen hingekommen!? Jener entgegnete: Du glaubst wohl, daß er dies vom Stamme lehrt, er lehrt dies vom Hinzugekommenen, daß es verboten ist. – Was lehrt uns demnach R. Šimo͑n b. Gamliél!? Es wird nämlich gelehrt: R. Šimo͑n b. Gamliél sagte: Was in Pflichtigkeit gewachsen ist, ist pflichtig, und was in Freiheit gewachsenist, ist frei. Der erste Autor sagt ja dasselbe!? –
ב כולה מתני' רבן שמעון בן גמליאל קתני לה ועד כאן לא שמעת ליה לרבן שמעון בן גמליאל דלא קא טרח אבל היכא דקא טרח בטיל ברובא
2 Die ganze Mišnalehrte R. Šimo͑n b. Gamliél. R. Šimo͑n b. Gamliél ist jedoch dieser Ansicht nur in dem Falle, wo man sich mit [dem Zuwachs] nichtbefaßt, wo man sich aber damitbefaßt, verliert es sich in der Mehrheit. –
ג וכל היכא דקא טרח בטיל ברובא והרי ליטרא מעשר טבל דקטרח וקתני ואותה ליטרא מעשר עליו ממקום אחר לפי חשבון שאני גבי מעשר דאמר קרא (דברים יד, כב) עשר תעשר וגו' והיתירא זרעי אינשי איסורא לא זרעי אינשי
3 Verliert es sich denn, wenn man sich damit befaßt, immer in der Mehrheit, auch bei der Litra unverzehntetenZehnten, wobei man sich damit befaßt, lehrt er ja, für diese Litra sei der Zehnt von anderer Stelle nach Verhältnis zu entrichten!? – Anders verhält es sich beim Zehnten, denn die Schrift sagt:<i>verzehnten sollst du</i> <i>&amp;c</i>., und die Leute pflegen Erlaubtes zu säen und nicht Verbotenes.
ד גופא א"ר חנינא תירתאה א"ר ינאי בצל של תרומה שנטעו ורבו גידוליו על עיקרו מותר למימרא דגידולי
4 Der Text. R. Ḥanina Tirtaá sagte im Namen R. Jannajs: Wenn man eine Zwiebel von Hebe gepflanzt hat und der Zuwachs mehr ist als der Stamm, so ist sie erlaubt.