Nedarim 117

Kapitel 117

א אמרי מעשר דיגון הוא דקא גרים ליה
1 Ich will dir sagen: beim Zehnten erfolgt es durch das Häufen.
ב מתיב רמי בר חמא קונם פירות האלו עלי קונם הן על פי קונם הן לפי אסור בחילופיהן ובגידוליהן שאני אוכל ושאני טועם מותר בחילופיהן ובגידוליהן בדבר שזרעו כלה אבל בדבר שאין זרעו כלה אפילו גידולי גידולין אסורין
2 Rami b. Ḥama wandte ein: [Sagt jemand:] Qonam seien mir diese Früchte. Qonam seien sie für meinen Mund, Qonam seien sie meinem Munde, so sind ihm ihr Eingetauschtes und ihre Erzeugnisse verboten; [sagt er: Qonam,] daß ich sie nicht esse, daß ich sie nicht koste, so sind ihm ihr Eingetauschtes und ihre Erzeugnisse erlaubt. Dies nur bei Dingen, deren Saat [in der Erde] zergeht, bei Dingen aber, deren Saat nicht [in der Erde] zergeht, sind ihm sogar die Erzeugnisse der Erzeugnisseverboten.
ג אמר רבי אבא שאני קונמות הואיל ואי בעי מתשיל עלייהו הוו להו כדבר שיש לו מתירין ואין בטיל ברוב
3 R. Abba erwiderte: Anders verhält es sich beim Qonam; da man dieserhalb nachsuchenkann, gleicht es Dingen, für die es eine Erlaubtmachunggibt, die sich in der Mehrheit nicht verlieren. –
ד והרי תרומה דאי בעי מיתשיל עלה ובטלי ברוב דתנן סאה תרומה טמאה שנפלה לפחות ממאה חולין תרקב הא למאה תעלה אמרי בתרומה ביד כהן עסקינן דלא מצי מיתשיל עלה
4 Auch bei der Hebe kann man janachsuchen, dennoch verliert sie sich in der Mehrheit!? Wir haben nämlich gelernt: Wenn ein Seá unreine Hebe in weniger als hundert Profanes gefallen ist, so lasse man sieverfaulen. Wenn aber in hundert, verliert sie sich!? – Ich will dir sagen, hier wird von Hebe in der Hand des Priesters gesprochen, wegen der man nicht mehr nachsuchen kann. –
ה אי הכי אימא סיפא אם היתה טהורה תמכר לכהן אלא בישראל שנפלו לו מבית אבי אמו כהן עסקינן
5 Wie ist demnach der Schlußsatz zu erklären: Ist sie rein, so ist sie an einen Priester zu verkaufen!? – Vielmehr, wenn sie einem Jisraéliten von priesterlichem Hause, vom Vater seiner Mutter, zugefallen ist. –
ו [והא] קתני סיפא תימכר לכהן חוץ מדמי אותה סאה
6 Wieso lehrt er demnach im Schlußsatze, sie sei mit Ausnahme des Wertes der einen Seáan einen Priester zu verkaufen!? –
ז אלא אימא בשלמא קונמות מצוה לאיתשולי עליהן משום דרבי נתן דאמר רבי נתן כל הנודר כאילו בנה במה והמקיימו כאילו מקטיר עליה תרומה מאי מצוה לאיתשולי עלה
7 Vielmehr, allerdings ist das Nachsuchen beim Qonam Gebot, wegen der Lehre R. Nathans, denn R. Nathan sagte, wenn jemand etwas gelobt, sei es ebenso als würde er eine Opferhöhe bauen, und wenn er es einlöst, als würde er darauf opfern, welches Gebot des Nachsuchens aber gibt es bei der Hebe!?
ח גופא אמר רבי יוחנן ליטרא בצלים שתיקנה וזרעה מתעשרת לפי כולה יתיב רבה וקאמר להא שמעתא אמר ליה רב חסדא מאן צאית לך ולר' יוחנן רבך היתר שבהן להיכן הלך אמר ליה מי לא תנן דכוותה בצלים שירדו עליהם גשמים וצימחו
8 Der Text. R. Joḥanan sagte: Wenn man eine Litra Zwiebeln zubereitetund gepflanzt hat, so ist der Zehnt dem ganzen entsprechend zu entrichten. Raba saß und trug diese Lehre vor, da sprach R. Ḥisda zu ihm: Wer wird auf dich und deinen Lehrer R. Joḥanan hören, wo ist denn das Erlaubte an ihnen hingekommen!? Dieser erwiderte: Haben wir etwa nicht desgleichen gelernt? Wenn auf ZwiebelnRegen gekommen ist und sie gewachsen sind,