Nedarim 169

Kapitel 169

א דרבי סבר טובת הנאה ממון ורבי יוסי בר רבי יהודה סבר טובת הנאה אינה ממון
1 Rabbi ist der Ansicht, der Dank habe Geldwert, und R. Jose b. R. Jehuda ist der Ansicht, der Dank habe keinen Geldwert. –
ב לא דכולי עלמא טובת הנאה אינה ממון אלא הכא במתנות שלא הורמו קא מיפלגי
2 Nein, alle sind der Ansicht, der Dank habe keinen Geldwert, und sie streiten über Priestergaben, die noch nicht abgehoben wordensind. –
ג ואי טובת הנאה אינה ממון מה לי הורמו מה לי לא הורמו
3 Wenn der Dank keinen Geldwert hat, so ist es ja einerlei, ob sie abgehoben worden sind oder nicht!? –
ד אלא היינו טעמא דרבי קנסוה רבנן לגנב כי היכי דלא ליגנוב ורבי יוסי בר ר' יהודה סבר קנסוה רבנן לבעל הבית כי היכי דלא לישהי לטיבליה
4 Vielmehr, folgendes ist der Grund Rabbis: die Rabbanan haben den Dieb gemaßregelt, damit er nicht stehle; R. Jose b. R. Jehuda aber ist der Ansicht, die Rabbanan haben den Eigentümer gemaßregelt, damit er kein Unverzehntetes halte.
ה רבא אמר שאני תרומה דהיינו טעמא דיטלו על כרחו משום דתרומה לא חזיא אלא לכהנים וכיון דקא אתי למיסרא עלייהו שויא עפרא בעלמא
5 Raba erwiderte: Anders verhält es sich bei der Hebe; sie können sie deshalb gegen seinen Willen nehmen, weil sie nur für Priester geeignet ist, und da er sie ihnen verboten machen will, wertet er sie nicht mehr als Staub.
ו <big><strong>מתני׳</strong></big> קונם שאיני עושה על פי אבא ועל פי אביך ועל פי אחי ועל פי אחיך אינו יכול להפר שאיני עושה על פיך אינו צריך להפר
6 <b>S</b><small>AGT</small> sie:] Q<small>ONAM, DASS ICH NICHTS MACHE FÜR MEINEN</small> V<small>ATER, FÜR DEINEN</small> V<small>ATER, FÜR MEINEN</small> B<small>RUDER, ODER: FÜR DEINEN</small> B<small>RUDER</small>, <small>SO KANN ER ES NICHT AUFHEBEN</small>; [<small>SAGT SIE</small>:] <small>DASS ICH FÜR DICH NICHTS MACHE</small>, so<small> BRAUCHT ER ES NICHT AUFZUHEBEN</small>.
ז רבי עקיבא אומר יפר שמא תעדיף עליו יותר מן הראוי לו
7 R. A͑<small>QIBA SAGT, ER HEBE ES AUF, WEIL SIE MEHR LEISTEN KANN, ALS IHM</small><small>ZUKOMMT</small>.
ח ר' יוחנן בן נורי אומר יפר שמא יגרשנה ותהי אסורה עליו
8 R. J<small>OḤANAN B</small>. N<small>URI SAGT, ER HEBE ES AUF, WEIL ER SICH VON IHR SCHEIDEN LASSEN UND SIE IHM VERBOTEN WERDEN KANN</small>.
ט <big><strong>גמ׳</strong></big> אמר שמואל הלכה כרבי יוחנן בן נורי למימרא דקסבר שמואל אדם מקדיש דבר שלא בא לעולם ורמינהי המקדיש מעשה ידי אשתו
9 GEMARA. Šemuél sagte: Die Halakha ist wie R. Joḥanan b. Nuri. Demnach ist Šemuél der Ansicht, man könne heiligen, was noch nicht auf die Welt gekommenist; ich will auf einen Widerspruch hinweisen: Wenn jemand die Händearbeit seiner Frau heiligt,