Nedarim 21

Kapitel 21

א <big><strong>גמ׳</strong></big> סברוה מאי לחולין לא לחולין ליהוי אלא קרבן
1 GEMARA. Sie glaubten, ‘nicht profan’ heiße, es sei nicht Profanes, sondern Opfer;
ב מני מתניתין אי רבי מאיר לית ליה מכלל לאו אתה שומע הן דתנן רבי מאיר אומר כל תנאי שאינו כתנאי בני גד ובני ראובן אינו תנאי
2 wessen Ansicht vertritt nun unsere Mišna: wenn die des R. Meír, so ist er ja nicht der Ansicht, daß aus der Verneinung die Bejahung zu entnehmen sei, denn wir haben gelernt, R. Meír sagt, eine Bedingung, die nicht der Bedingung der Gaditen und der Reúbeniten gleicht, gelte nicht als Bedingung,
ג אלא רבי יהודה היא אימא סיפא רבי יהודה אומר האומר ירושלים לא אמר כלום מדסיפא רבי יהודה רישא לאו רבי יהודה היא
3 und wenn die des R. Jehuda, so lehrt ja der Schlußsatz: R. Jehuda sagt, wer ‘Jerušalem’ sagt, habe nichts gesagt; wenn der Schlußsatz die Ansicht R. Jehudas lehrt, so ist ja im Anfangsatze nicht R. Jehuda vertreten!? –
ד כולה רבי יהודה היא והכי קתני שרבי יהודה אומר האומר ירושלים לא אמר כלום
4 Die ganze [Lehre] ist von R. Jehuda, und der [Schlußsatz] wie folgt zu verstehen: denn R. Jehuda sagt, wer ‘Jerušalem’ sagt, habe nichts gesagt. –
ה וכי אמר כירושלים לרבי יהודה מי מיתסר והתניא רבי יהודה אומר האומר כירושלים לא אמר כלום עד שידור בדבר הקרב בירושלים
5 Ist es denn nach R. Jehuda verboten, wenn man ‘wie Jerušalem’ sagt, es wird ja gelehrt, R. Jehuda sagt, wer ‘wie Jerušalem’ sagt, habe nichtsgesagt, nur wenn er bei einer Sache gelobt, die in ganz Jerušalem dargebracht werden kann!? –
ו כולה רבי יהודה היא ותרי תנאי אליבא דרבי יהודה
6 Die ganze [Lehre] ist von R. Jehuda, nur streiten zwei Tannaímüber die Ansicht R. Jehudas.