Nedarim 39

Kapitel 39

א <big><strong>מתני׳</strong></big> נדר בחרם ואמר לא נדרתי אלא בחרמו של ים בקרבן ואמר לא נדרתי אלא בקרבנות של מלכים
1 <b>W</b><small>ENN JEMAND BEI</small> Ḥ<small>EREM</small> [B<small>ANN</small>] <small>GELOBT</small><small>HAT UND SAGT</small>, <small>ER HABE</small> <small>NUR EIN</small> S<small>EENETZ</small> [<small>ḤEREM</small>] <small>GEMEINT</small>, <small>ODER BEI</small> Q<small>ORBAN</small> [O<small>PFER</small>] <small>UND SAGT</small>, <small>ER HABE NUR EIN KÖNIGLICHES</small> G<small>ESCHENK</small> [<small>QORBAN</small>] <small>GEMEINT</small>,
ב הרי עצמי קרבן ואמר לא נדרתי אלא בעצם שהנחתי לי להיות נודר בו: קונם אשתי נהנית לי ואמר לא נדרתי אלא באשתי הראשונה שגירשתי
2 <small>ODER</small> [<small>ER GESAGT HAT</small>:] <small>MEIN EÇEM</small> [<small>EIGENE</small> P<small>ERSON</small>] <small>SEI</small> O<small>PFER</small>, <small>UND SAGT</small>, <small>ER HABE NUR DEN</small> K<small>NOCHEN</small> [<small>EÇEM</small>] <small>GEMEINT</small>, <small>DEN ER SICH HINGELEGT HAT</small>, <small>UM DAMIT</small><small>ZU GELOBEN</small>, <small>ODER</small> [<small>ER GESAGT HAT</small>:] Q<small>ONAM SEI MIR DER</small> G<small>ENUSS VON MEINER</small> F<small>RAU</small>, <small>UND SAGT</small>, <small>ER HABE NUR SEINE FRÜHERE</small> F<small>RAU GEMEINT</small>, <small>VON DER ER GESCHIEDEN IST</small>,
ג על כולן אין נשאלין להם ואם נשאלו עונשין אותן ומחמירין עליהן דברי רבי מאיר
3 <small>SO IST IN ALL DIESEN FÄLLEN NICHT NACHZUSUCHEN</small>. W<small>ENN SIE NACHSUCHEN</small>, <small>SO BESTRAFE MAN SIE UND ENTSCHEIDE IHNEN ERSCHWEREND</small> – <small>SO</small> R. M<small>EÍR</small>.
ד וחכמים אומרים פותחין להן פתח ממקום אחר ומלמדין אותן כדי שלא ינהגו קלות ראש בנדרים:
4 D<small>IE</small> W<small>EISEN SAGEN</small>, <small>MAN ÖFFNE IHNEN EINEN</small> A<small>USWEG VON ANDERER</small> S<small>EITE UND BELEHRE SIE</small>, <small>DAMIT SIE NICHT LEICHTFERTIG MIT</small> G<small>ELÜBDEN UMGEHEN</small>.
ה <big><strong>גמ׳</strong></big> הא גופא קשיא אמרת אין נשאלין להן והדר תני אם נשאלו עונשין אותן ומחמירין עליהן
5 GEMARA. Dies widerspricht sich ja selbst: zuerst heißt es, man brauche dieserhalb nicht nachzusuchen, und darauf lehrt er, daß, wenn sie nachsuchen, man sie bestrafe und ihnen erschwerend entscheide!?
ו אמר רב יהודה הכי קתני וכולן אין צריכין שאלה במה דברים אמורים בתלמיד חכם אבל בעם הארץ שבא לישאל עונשין אותו ומחמירין עליו
6 R. Jehuda erwiderte: Er meint es wie folgt: in all diesen Fällen ist ein Nachsuchen nicht erforderlich; dies gilt jedoch nur von einem Gelehrten, wenn aber ein Mann aus dem gemeinen Volkenachsuchen kommt, so bestrafe man ihn und entscheide ihm erschwerend. –
ז בשלמא מחמירין דלא פתחינן ליה בחרטה אלא עונשין היכי דמי
7 Allerdings erschwerend, man gebe ihm keinen Ausweg zum Widerrufe, wieso aber bestrafen? –
ח כדתניא מי שנזר ועבר על נזירותו אין נזקקין לו עד שינהוג בו איסור כימים שנהג בהן היתר דברי רבי יהודה אמר רבי יוסי במה דברים אמורים בנזירות מועטת אבל בנזירות מרובה דיו שלושים יום
8 Wie gelehrt wird: Wenn jemand ein Nazirat gelobt und es übertretenhat, so erfülle man seinen Wunschnicht eher, als bis er ebensoviele Tage gehalten, wie er solche übertretenhat – so R. Jehuda. R. Jose sagt, dies gelte nur von einem kurzenNazirat, bei einem längeren Nazirat aber genügen dreißigTage.
ט אמר רב יוסף הואיל ואמרי רבנן אין נזקקים לו בי דינא דמזדקקי לא עביד שפיר רב אחא בר יעקב אומר משמתינן ליה:
9 R. Joseph sprach: Da nun die Rabbanan sagen, man erfülle seinen Wunsch nicht, so handelt ein Gericht nicht recht, wenn es seinen Wunsch erfüllt. R. Aḥa b. Ja͑qob sagte: Man belege ihn mit dem Banne.
י וחכמים אומרים פותחין לו פתח כו': תנא לעולם אל תהי רגיל בנדרים שסופך למעול בשבועות ואל תהי רגיל אצל עם הארץ שסופך להאכילך טבלים אל תהי רגיל אצל כהן עם הארץ שסופך להאכילך תרומה ואל תרבה שיחה עם האשה שסופך לבוא לידי ניאוף
10 D<small>IE</small> W<small>EISEN SAGEN</small>, <small>MAN ÖFFNE IHM EINEN</small> A<small>USWEG</small> &amp;<small>C</small>. Es wird gelehrt: Pflege nicht zu geloben, denn schließlich brichst du noch Schwüre. Pflege keinen Umgang mit einem Manne aus dem gemeinen Volke, denn schließlich veranlaßt er dich, Unverzehntetes zu essen. Pflege keinen Umgang mit einem Priester aus dem gemeinen Volke, denn schließlich veranlaßt er dich, Hebe zu essen. Unterhalte dich nicht viel mit einem Weibe, denn schließlich kommst du zur Hurerei.
יא רבי אחא ברבי יאשיה אומר כל הצופה בנשים סופו בא לידי עבירה וכל המסתכל בעקבה של אשה הויין לו בנים שאינן מהוגנין אמר רב יוסף ובאשתו נדה אמר רבי שמעון בן לקיש עקבה דקתני במקום הטינופת שהוא מכוון כנגד העקב
11 R. Aḥa b. R. Jošija sagte: Wer nach Weibern schaut, kommt schließlich zur Sünde, und wer die Ferse eines Weibes betrachtet, bekommt ungeratene Kinder. R. Joseph sagte: [Dies gilt auch von] der eigenen Frau während ihrer Menstruation. R. Šimo͑n b. Laqiš sagte: Unter Ferse, von der er lehrt, ist die Schmutzstelle zu verstehen, die sich gegenüber der Ferse befindet.
יב תניא בעבור תהיה יראתו על פניכם זו בושה לבלתי תחטאו מלמד שהבושה מביאה לידי יראת חטא מיכן אמרו סימן יפה באדם שהוא ביישן אחרים אומרים כל אדם המתבייש לא במהרה הוא חוטא ומי שאין לו בושת פנים בידוע שלא עמדו אבותיו על הר סיני
12 Es wird gelehrt:<i>Damit seine Furcht vor euch sei</i>, das ist die Schamhaftigkeit,<i>auf daß ihr nicht sündiget</i>, dies lehrt, daß die Schamhaftigkeit zur Sündenscheu bringt. Hierauf bezugnehmend sagten sie, es sei beim Menschen ein gutes Zeichen, wenn er schamhaft ist. Andere sagten: Ein Mensch, der schamhaft ist, sündigt nicht leicht, und wer keine Schamhaftigkeit besitzt, dessen Eltern standen sicherlich nicht am Berge Sinaj.
יג אמר רבי יוחנן בן דהבאי ארבעה דברים סחו לי מלאכי השרת חיגרין מפני מה הויין מפני שהופכים את שולחנם אילמים מפני מה הויין מפני שמנשקים על אותו מקום חרשים מפני מה הויין מפני שמספרים בשעת תשמיש סומין מפני מה הויין מפני שמסתכלים באותו מקום
13 R. Joḥanan b. Dahabaj sagte: Vier Dinge sagten mir die Dienstengel. Lahm sind [Kinder] deshalb, weil [die Eltern] ihren Tischumdrehen; stumm sind sie deshalb, weil sie die betreffende Stelle küssen; taub sind sie deshalb, weil sie sich beim Beischlafe unterhalten; blind sind sie deshalb, weil sie die betreffende Stelle anschauen. –
יד ורמינהו שאלו את אימא שלום מפני מה
14 Ich will auf einen Widerspruch hinweisen: Sie fragten Emma Šalom, weshalb