Nedarim 82

Kapitel 82

א כחיזרא לדיקלי חד לתלתין יומין וכי תירייקי לגופא רב נחמן בר יצחק אמר לא היא ולא תירייקה
1 so würde es einmal in dreißig Tagen einen Schutz gewähren, wie die Dornender Dattelpalme oder wie Theriak dem Körper. R. Naḥman b. Jiçḥaq sagte: Weder er selbst noch seinen Theriak.
ב אמר רבה בר יונתן אמר רב יחיאל ערסן יפה לחולה לרפואתו מאי ערסן אמר ר' יונתן חושלא דשערי עתיקתא דריש נפיא אמר אביי בעיין בישולא כעין בישרא דתורא רב יוסף אמר סמידי דשערי עתיקתא דריש נפיא אמר אביי בעיין בישולא כבשרא דתורא
2 Rabba b. Jonathan sagte im Namen R. Jeḥiéls: A͑rsan ist der Heilung des Kranken zuträglich. – Was ist A͑rsan? R. Jonathan erklärte: Alte Graupen aus alter Gerste, die am Siebezurückbleiben. Abajje sagte: Sie benötigen des Kochens wie Rindfleisch. R. Joseph erklärte: Feinmehl aus alter Gerste, das am Siebe zurückbleibt. Abajje sagte: Es benötigt des Kochens wie Rindfleisch.
ג א"ר יוחנן בורדם אין מבקרים ואין מזכירין שמו מ"ט א"ר אלעזר מפני שהוא כמעיין הנובע וא"ר אלעזר למה נקרא שמו בורדם שהוא כמעיין הנובע:
3 R. Joḥanan sagte: Den Ruhrkranken besuche man nicht und man nenne nicht seinen Namen. – Weshalb? R. Elea͑zar erwiderte: Weil er einer sprudelnden Quellegleicht. Ferner sagte R. Elea͑zar: Er heißt deshalb Burdos, weil er einer sprudelnden Quelle gleicht.
ד ומרפאהו רפואת הנפש כו': היכי קתני אילימא דרפואת נפש בחנם רפואת ממון בשכר ליתני הכי מרפאהו בחנם אבל לא בשכר אלא רפואת נפש גופו רפואת ממון בהמתו א"ר זוטרא בר טוביה אמר רב אבל אומר לו סם פלוני יפה לה סם פלוני רע לה:
4 E<small>R DARF IHM EINE SEELISCHE</small> H<small>EILUNG ANGEDEIHEN LASSEN</small>, <small>NICHT ABER EINE GELDLICHE</small> H<small>EILUNG</small>. Wie ist dies zu verstehen: wollte man sagen, seelische Heilung heiße umsonst und geldliche Heilung heiße gegen Belohnung, so sollte er doch wie folgt lehren: er heile ihn umsonst, nicht aber gegen Belohnung!? – Vielmehr, seelische Heilung heißt: seinen Körper, geldliche Heilung heißt: sein Vieh. R. Zuṭra b. Ṭobija sagte im Namen Rabhs: Er darf ihm jedoch sagen, diese Mixtur sei ihm zuträglich, jene Mixtur sei ihm schädlich.
ה <big><strong>מתני׳</strong></big> ורוחץ עמו באמבטי גדולה אבל לא בקטנה וישן עמו במטה
5 <b>E</b><small>R DARF MIT IHM ZUSAMMEN IN EINER GROSSEN</small> W<small>ANNE BADEN</small>, <small>NICHT ABER IN EINER KLEINEN</small>; <small>AUCH DARF ER MIT IHM ZUSAMMEN IN EINEM</small> B<small>ETTE SCHLAFEN</small>.
ו ר' יהודה אומר בימות החמה אבל לא בימות הגשמים מפני שהוא מהנהו ומיסב עמו על המטה ואוכל עמו על השולחן אבל לא מן התמחוי אבל אוכל הוא עמו מן התמחוי החוזר:
6 R. J<small>EHUDA SAGT</small>, <small>NUR IM</small> S<small>OMMER</small>, <small>NICHT ABER IN DER</small> R<small>EGENZEIT</small>, <small>WEIL ER IHM EINE</small> A<small>NNEHMLICHKEIT BEREITET</small>. F<small>ERNER DARF ER MIT IHM ZUSAMMEN AN EINEM</small> L<small>AGER LEHNEN UND MIT IHM ZUSAMMEN AN EINEM</small> T<small>ISCHE ESSEN</small>, <small>JEDOCH NICHT AUS DERSELBEN</small> S<small>CHÜSSEL</small>; <small>WOHL ABER AUS EINER HERUMGEREICHTEN</small> S<small>CHÜSSEL</small>.
ז <big><strong>גמ׳</strong></big> תניא לא ירחץ עמו באמבטי ולא ישן עמו במטה בין גדולה בין קטנה דברי רבי מאיר רבי יהודה אומר גדולה בימות הגשמים וקטנה בימות החמה מותר רוחץ עמו באמבטי גדולה ומזיע עמו בקטנה אבל מיסב עמו על המטה ואוכל עמו על השולחן אבל לא מן התמחוי אבל אוכל הוא מן התמחוי החוזר א"ר יוסי בר חנינא מן התמחוי החוזר לבעה"ב:
7 GEMARA. Es wird gelehrt: Er darf nicht mit ihm zusammen in einer Wanne baden noch mit ihm zusammen in einem Bette schlafen, ob groß oder klein – so R. Meír. R. Jehuda sagt, in einem großen in der Regenzeit und in einem kleinen im Sommer sei es erlaubt. Er darf mit ihm zusammen in einer großen Wanne nur baden und in einer kleinen nur schwitzen. Wohl aber darf er mit ihm zusammen an einem Lager lehnen und mit ihm zusammen am selben Tische essen. J<small>EDOCH NICHT AUS DERSELBEN</small> S<small>CHÜSSEL</small>, <small>WOHL ABER AUS EINER HERUMGEREICHTEN</small> S<small>CHÜSSEL</small>. R. Jose b. R. Ḥanina sagte: Aus der Schüssel, die zurück an den Hausherrn gereicht wird.
ח <big><strong>מתני׳</strong></big> לא יאכל עמו מן האבוס שלפני הפועלים ולא יעשה עמו באומן דברי רבי מאיר וחכ"א עושה והוא ברחוק ממנו:
8 E<small>R DARF NICHT MIT IHM ZUSAMMEN AUS DEMSELBEN</small> K<small>ÜBEL ESSEN</small>, <small>DER VOR DEN</small> T<small>AGELÖHNERN STEHT</small>, <small>AUCH NICHT MIT IHM ZUSAMMEN AN EINER</small> F<small>ELDREIHE ARBEITEN</small> – <small>SO</small> R. M<small>EÍR</small>; <small>DIE</small> W<small>EISEN SAGEN</small>, <small>ER DÜRFE MIT IHM ZUSAMMEN ARBEITEN</small>, <small>JEDOCH ETWAS ENTFERNT</small>.
ט <big><strong>גמ׳</strong></big> בקרוב לא פליגי דאסיר כי פליגי ברחוק ר"מ סבר גזרינן רחוק משום קרוב דקא מרפי לה לארעא קמיה ורבנן סברי לא גזרי':
9 GEMARA. Sie stimmen überein, daß es nahe verboten ist, sie streiten nur, wenn entfernt. R. Meír ist der Ansicht, man berücksichtige bei der Ferne die Nähe, weil er ihm die Erde lockert, und die Rabbanan sind der Ansicht, man berücksichtige dies nicht.