Pesachim 104

Kapitel 104

א אוכלין על של בין הכיפין ואין אוכלין על שבין השיצין
1 man esse, solange sich welche in der Krone befinden, nicht aber, solange sich welche zwischen den unteren Zweigen befinden.
ב תנן התם שלש ארצות לביעור יהודה ועבר הירדן וגליל ושלש ארצות בכל אחת ואחת ולמה אמרו שלש ארצות לביעור שיהיו אוכלין בכל אחת ואחת עד שיכלה האחרון שבה
2 Dort haben wir gelernt: Dreierlei Landesgebiete unterschiedet man hinsichtlich der Fortschaf fang [der Siebentjahrsfrucht]: Judäa, Transjarden und Galiläa, und jedes dieser Landesgebiete zerfällt in drei Gebiete. Warum aber sprechen Sie von drei Landesgebieten (hinsichtlich der Fortschaffung)? Daß man in jedem derselben [Siebentjahrsfrüchte] essen darf, bis da die letzte zuende ist.
ג מנא הני מילי אמר רב חמא בר עוקבא א"ר יוסי בר חנינא אמר קרא (ויקרא כה, ז) ולבהמתך ולחיה אשר בארצך כל זמן שחיה אוכלת מן השדה האכל לבהמה שבבית כלה לחיה אשר בשדה כלה לבהמתך מן הבית
3 Woher dies? R. Hama b. U͑qaba erwiderte im Namen des R. Jose b.Ḥanina: Die Schrift sagt:<i>auch deinem Vieh und dem Wilde, das in deinem Lande</i>; solange das Wild auf dem Felde davon ißt, darfst du auch deinem Vieh im Hause geben, ist es für das Wild auf dem Felde zuende, so ist es auch für dein Vieh im Hause zuende,
ד וגמירי דאין חיה שביהודה גדילה על פירות שבגליל ואין חיה שבגליל גדילה על פירות שביהודה
4 und es ist uns überliefert, daß weder ein Tier aus Judäa Nahrung in Galiläa suche, noch suche ein Tier aus Galiläa Nahrung in Judäa.
ה ת"ר פירות שיצאו מארץ ישראל לחוצה לארץ מתבערין בכל מקום שהן רשב"א אומר יחזרו למקומן ויתבערו משום שנאמר בארצך הא אפיקתיה
5 Die Rabbanan lehrten: Wenn Früchte aus dem Jisraélland nach dem Auslande ausgeführt werden, so müssen sie fortgeschafft werden, wo sie auch sind; R. Šimo͑n b.Elea͑zar sagt, sie müssen nach ihrer Heimat zurückgebracht und da fortgeschafft werden, denn es heißt:<i>in deinem Lande</i>, – Dies hast du ja bereits verwandt!? –
ו קרי ביה בארץ בארצך אי נמי מאשר בארצך
6 Man folgere aus <i>Land</i> und aus <i>in deinem Lande</i>. Oder auch, aus <i>das in deinem Lande</i>.
ז רב ספרא נפק מארץ ישראל לחוצה לארץ הוה בהדיה גרבא דחמרא דשביעית לוו בהדיה רב הונא בריה דרב איקא ורב כהנא אמר להו איכא דשמיע ליה מיניה דרבי אבהו הלכה כר"ש בן אלעזר או לא א"ל רב כהנא הכי א"ר אבהו הלכה כר' שמעון בן אלעזר א"ל רב הונא בריה דרב איקא הכי א"ר אבהו אין הלכה כרשב"א
7 R. Saphra ging fort aus dem Jisraélland nach dem Auslande und führte bei sich einen Krug Wein aus dem Siebentjahre. Da sprach er zu R. Hona, dem Sohne R. Iqas, und R. Kahana, die sich ihm angeschlossen hatten: Ist jemand unter euch, der von R. Abahu gehört hat, ob die Halakha wie R. Šimo͑n b.Elea͑zar sei oder nicht. R. Kahana erwiderte: So sagte R. Abahu: die Halakha ist wie R. Šimo͑n b. Elea͑zar. Hierauf entgegnete R. Hona, Sohn des R. Iqa: So sagte R. Abahu: die Halakha ist nicht wie R. Šimo͑n b. Elea͑zar.
ח אמר רב ספרא נקוט הא כללא דרב הונא בידך דדייק וגמר שמעתתא מפומיה דרביה כרחבה דפומבדיתא דאמר רחבה אמר רב יהודה הר הבית סטיו כפול היה סטיו לפנים מסטיו קרי עליה רב יוסף (הושע ד, יב) עמי בעצו ישאל ומקלו יגיד לו כל המיקל לו מגיד לו
8 Da sprach R. Saphra [zu jenem:] Halte dich an das, was R. Hona sagt, denn er erwägt und studiert die Lehre aus dem Munde seines Lehrers so genau, wie Reḥaba aus Pumbeditha. Reḥaba sagte nämlich: R. Jehuda sagte: Der Tempelberg hatte eine Doppelstoa, eine Stoa innerhalb einer Stoa. Joseph las über ihni:<i>Mein Volk befragt sein Stück Holz, und sein Stab gibt ihm Bescheid</i>; wer ihm erleichtert, dem stimmt er zu.
ט ר' אילעאי קץ כפנייתא דשביעית היכי עביד הכי לאכלה אמר רחמנא ולא להפסד וכי תימא הני מילי היכא דנחית לפירא אבל היכא דלא נחית לפירא לא והאמר רב נחמן אמר רבה בר אבוה הני מתחלי דערלה אסירי הואיל ונעשו שומר לפירי
9 R. Ilea͑ fällte eine Palme mit unreifen Datteln vom Siebentjahre. – Wieso tat er dies, der Allbarmherzige sagte ja:<i>zum Essen</i>, nicht aber zum Vernichten!? Wolltest du sagen, dies nur, wenn die Frucht schon fertig ist, nicht aber, wenn sie noch nicht fertig ist, so sagte ja R. Naḥman im Namen des Rabba b. Abuha, die Dattelkelche von Ungeweihtem seien verboten, weil sie ein Schutz für die Frucht sind;
י ושומר לפירי אימת הוה בכופרי וקא קרי להו פירי ר"נ דאמר כר' יוסי דתנן רבי יוסי אומר סמדר אסור מפני שהוא פירי ופליגי רבנן עליה
10 ein Schutz sind sie ja, wenn sie noch unreif sind, dennoch nennt er sie eine Frucht!? – R. Naḥman ist der Ansicht R. Joses, denn wir haben gelernt, R. Jose sagt, der Weintraubenansatz sei [als Ungeweihtes] verboten, weil er eine Frucht ist, die Rabbanan aber streiten gegen ihn.
יא מתקיף לה רב שימי מנהרדעא ומי פליגי רבנן עליה דרבי יוסי בשאר אילנות והא תנן מאימתי אין קוצצין את האילנות בשביעית ב"ש אומרים כל האילנות משיוציאו וב"ה אומרים החרובין משישרשרו והגפנים
11 R. Šimi aus Nehardea͑ wandte ein: Streiten denn die Rabbanan gegen R. Jose über andere Bäume, wir haben ja gelernt: Von wann an darf man im Siebentjahre Fruchtbäume nicht mehr abhauen? Die Schule Šammajs sagt, keinen Baum, sobald er ausschlägt; die Schule Hillels sagt, den Johannisbrotbaum, sobald er kettenartig herunterhängt, Weinstöcke,