Pesachim 105

Kapitel 105

א משיגריעו והזיתים משיניצו ושאר כל האילנות משיוציאו ואמר רב אסי הוא בוסר הוא גירוע הוא פול הלבן פול הלבן סלקא דעתך אלא אימא שיעורו כפול הלבן
1 sobald sie Beerenhaben, Oliven, sobald sie blühen, und jeden anderen Baum, sobald er ausschlägt. Hierzu sagte R. Asi: ‘Unreifes’, ‘Beere’ und ‘weiße Bohne’ sind dasselbe. – Die weiße Bohne, wie kommst du darauf!? – Sage vielmehr, in der Größe der weißen Bohne.
ב ומאן שמעת ליה דאמר בוסר אין סמדר לא רבנן וקתני שאר כל האילנות משיוציאו אלא רבי אילעאי בדניסחני קץ
2 Die Rabbanan sind es ja, die der Ansicht sind, Unreifes [heiße Frucht], Weintraubenansatz aber nicht, und sie lehren: jeden anderen Baum, sobald er ausschlägt!? – Vielmehr, R. Ilea͑ fällte Frühlingsdatteln.
ג תנו רבנן אוכלין בענבים עד שיכלו דליות של אוכל אם יש מאוחרות מהן אוכלין עליהן
3 Die Rabbanan lehrten: Man darf [im Siebentjahre] solange Weintrauben essen, bis in Okheldie Reben zuende sind; sind andere noch später vorhanden, so darf man daraufhin später essen.
ד אוכלים בזיתים עד שיכלה אחרון שבתקוע ר' אליעזר אומר עד שיכלה אחרון של גוש חלב כדי שיהא עני יוצא ואינו מוצא לא בנופו ולא בעיקרו רובע אוכלין בגרוגרות עד שיכלו פגי בית היני
4 Man darf solange Oliven essen, bis in Teqoa͑ die letzte zuende ist; R. Elie͑zer sagt, bis in Guš-Ḥalabdie letzte zuende ist, sodaß ein Armer, wenn er [sammeln] geht, weder am Wipfel noch am Stamme ein Viertelkab findet. Man darf Dörrfeigen solange essen, bis in Bethjoni die jungen Feigen zuende sind.
ה אמר רבי יהודה לא הוזכרו פגי בית היני אלא לענין מעשר (דתנן) פגי בית היני ואהיני דטובינא חייבין במעשר:
5 R. Jehuda sagte: Die bethjonischen jungen Feigen werden nur hinsichtlich des Zehnten genannt: die bethjonischen Feigen und die ṭobinischen Datteln sind zehntpflichtig.
ו אוכלין בתמרים עד שיכלה האחרון שבצוער רשב"ג אומר אוכלין על של בין הכיפין ואין אוכלין על של בין השיצין
6 «Man darf solange Datteln essen, bis die letzte in Çoa͑r zuende ist; R. Šimo͑n b. Gamliél sagt, man esse, solange sich welche in der Krone befinden, nicht aber solange sich welche in den unteren Zweigen befinden.»
ז ורמינהי אוכלין בענבים עד הפסח בזיתים עד העצרת בגרוגרות עד החנוכה בתמרים עד הפורים ואמר רב ביבי ר' יוחנן תרתי בתרייתא מחליף אידי ואידי חד שיעורא הוא ואי בעית אימא הא קתני בהדיא אם יש מאוחרות מהן אוכלין עליהן
7 Ich will auf einen Widerspruch hinweisen: Man darf Weintrauben bis zum Pesaḥfeste, Datteln bis zum Purimfeste, Oliven bis zum Wochenfeste und Dörrfeigen bis zum Hanukafeste essen. Hierzu sagte R. Bebaj, R. Joḥanan habe gesagt, man wende die zwei letzten [Fristbestimmungen] um!? – Beide [Fristbestimmungen] sind identisch. Wenn du aber willst, sage ich: er lehrt ja ausdrücklich, wenn welche noch später vorhanden sind, dürfe man daraufhin auch später essen.
ח תניא רבן שמעון בן גמליאל אומר סימן להרים מילין סימן לעמקים דקלים סימן לנחלים קנים סימן לשפלה שקמה ואף על פי שאין ראיה לדבר זכר לדבר שנאמר (מלכים א י, כז) ויתן המלך את הכסף בירושלים כאבנים ואת הארזים נתן כשקמים אשר בשפלה לרוב
8 Es wird gelehrt: R. Šimo͑n b.Gamliél sagte: Gallapfelbäume sind ein Zeichenfür das Gebirge; Dattelpalmen sind ein Zeichen für die Niederung; Röhricht ist ein Zeichen für das Tal; Sykomoren sind ein Zeichen für die Ebene. Und obgleich es dafür keinen Beweis gibt, so gibt es immerhin eine Andeutung, denn es heißt:<i>und der König machte, daß das Silber in Jerušalem an Menge den Steinen gleichkam und die Zedern den Sykomoren auf der Ebene</i>.
ט סימן להרים מילין סימן לעמקים דקלים נפקא מינה לבכורים דתנן אין מביאין בכורים אלא משבעת המינין ולא מדקלים שבהרים ולא מפירות שבעמקים
9 «Galläpfel sind ein Zeichen für das Gebirge; Dattelpalmen sind ein Zeichen für die Niederung.» Dies ist von Bedeutung hinsichtlich der Erstlinge, denn wir haben gelernt, daß man die Erstlinge nur von den sieben Artendarbringe, auch nicht von den Datteln aus dem Gebirge noch von Früchten aus der Niederung.
י סימן לנחלים קנים נפקא מינה לנחל איתן סימן לשפלה שקמה נפקא מינה למקח וממכר השתא דאתית להכי כולהו נמי למקח וממכר:
10 «Röhricht ist ein Zeichen für das Tal.» Dies ist von Bedeutung hinsichtlich des Tales mit festem Grunde. «Sykomoren sind ein Zeichen für die Ebene.» Dies ist von Bedeutung beim Kauf und Verkauf. Jetzt nun, wo du darauf gekommen bist, ist auch bei allen übrigen zu erklären, dies sei von Bedeutung beim Kauf und Verkauf.
יא <big><strong>מתני׳</strong></big> מקום שנהגו למכור בהמה דקה לנכרים מוכרין מקום שלא נהגו למכור אין מוכרין ובכל מקום אין מוכרין להם בהמה גסה עגלים וסייחין שלמין ושבורין ר' יהודה מתיר בשבורה בן בתירא מתיר בסוס
11 <b>W</b><small>O ES ÜBLICH IST</small>, K<small>LEINVIEH AN</small> N<small>ICHTJUDEN ZU VERKAUFEN, DARF MAN VERKAUFEN, UND WO ES ÜBLICH IST, NICHT ZU VERKAUFEN, DARF MAN NICHT VERKAUFEN; NIRGENDS ABER DARF MAN IHNEN</small> G<small>ROSSVIEH</small>, K<small>ÄLBER UND</small> F<small>ÜLLEN, OB HEILE ODER GEBROCHENE VERKAUFEN</small>. R. J<small>EHUDA ERLAUBT ES BEI GEBROCHENEN</small>; B<small>EN</small> B<small>ETHERA ERLAUBT DIES BEI EINEM</small> P<small>FERDE</small>.
יב מקום שנהגו לאכול צלי בלילי פסחים אוכלין מקום שנהגו שלא לאכול אין אוכלין:
12 W<small>O ES ÜBLICH IST, AN DEN</small> P<small>ESAḤABENDEN</small> G<small>EBRATENES ZU ESSEN, ESSE MAN ES, UND WO ES ÜBLICH IST, ES NICHT ZU ESSEN, ESSE MAN NICHT</small>.
יג <big><strong>גמ׳</strong></big> אמר רב יהודה אמר רב אסור לו לאדם שיאמר בשר זה לפסח הוא מפני שנראה כמקדיש בהמתו ואוכל קדשים בחוץ אמר רב פפא דוקא בשר אבל חיטי לא דמינטר לפסחא קאמר
13 GEMARA. R. Jehuda sagte im Namen Rabhs: Man darf nicht sagen: dieses Fleisch sei für das Pesaḥfest bestimmt, weil es den Anschein hat, als weihe man das Vieh und esse Geheiligtes außerhalb [Jerušalems], R. Papa sagte: Nur Fleisch, vom Weizen aber gilt dies nicht, denn man meint damit: er soll für das Pesaḥfest verwahrtwerden. –
יד ובשר לא מיתיבי אמר ר' יוסי תודוס איש רומי הנהיג את בני רומי לאכול גדיים מקולסין בלילי פסחים שלחו לו אלמלא תודוס אתה גזרנו עליך נדוי שאתה מאכיל את ישראל קדשים בחוץ קדשים סלקא דעתך אלא אימא
14 Fleisch etwa nicht, dagegen wandte man ein: R. Jose erzählte: Theodos aus Rom führte in der Gemeinde Roms ein, an den Pesaḥabenden rumpfgebrateneBöckchen zu essen. Da ließ man ihm sagen: Wärest du nicht Theodos, so würden wir über dich den Bann verhängt haben, weil du Jisraél außerhalb [Jerušalems] Geheiligtes zu essen veranlassest. – Geheiligtes, wie kommst du darauf!? – Sage vielmehr: