Pesachim 129

Kapitel 129

א ועולה גופה מנלן אמר קרא (ויקרא ד, ז) אל יסוד מזבח העולה אלמא עולה טעונה יסוד:
1 Woher dies vom Brandopfer selbst? – Die Schrift sagt:<i>auf den Grund des Brandopferaltars</i>, demnach benötigt das Brandopfer des Altargrundes.
ב יצתה כת ראשונה וכו': תנא היא נקראת כת עצלנית והא לא סגי דלאו הכי מאי הוי להו למיעבד
2 K<small>AM DIE ERSTE</small> G<small>RUPPE HERAUS &amp;C</small>. <small>ES</small> wird gelehrt: Die [letzte] wurde träge Gruppe genannt. – Was konnte sie dafür, es ist ja nicht anders möglich!? –
ג אפ"ה איבעי להו לזרוזי נפשייהו כדתני' רבי אומר אי אפשר לעולם בלא בסם ובלא בורסי אשרי מי שאומנתו בסם אוי לו מי שאומנתו בורסי ואי אפשר לעולם בלא זכרים ובלא נקבות אשרי מי שבניו זכרים אוי לו מי שבניו נקבות:
3 Sie sollten sich dennoch beeilen. Wie gelehrt wird: Rabbi sagte: Die Welt kann weder ohne Parfumeure noch ohne Gerber bestehen; wohl dem aber, dessen Beruf die Parfumerie ist, und wehe dem, dessen Beruf die Gerberei ist. Die Welt kann auch weder ohne Männer noch ohne Weiber bestehen; wohl dem aber, dessen Kinder männlich sind, und wehe dem, dessen Kinder weiblich sind.
ד כמעשהו בחול וכו': שלא ברצון מאן אמר רב חסדא שלא ברצון רבי אליעזר דאי רבנן הא אמרי שבות הוא ואין שבות במקדש
4 W<small>IE AM</small> W<small>OCHENTAGE &amp;C</small>. Gegen wessen Willen? R. Ḥisda erwiderte: Gegen den Willen R. Elie͑zers, denn nach den Rabbanan könnte dies ja nur des Feierns wegen [verboten sein], und im Tempel ist nichts des Feierns wegen [verboten]. –
ה מאי היא דתניא אחד החולב והמחבץ והמגבן כגרוגרות המכבד והמרבץ והרודה חלות דבש בשוגג בשבת חייב חטאת הזיד ביום טוב לוקה את הארבעים דברי רבי אליעזר
5 Welches Bewenden hat es damit? – Es wird gelehrt: Wer am Šabbath versehentlich milkt, buttert, im Quantum einer Dörrfeige käst, fegt, sprengt oder eine Honigscheibe aus der Wabe nimmt, ist ein Sündopfer schuldig; wenn vorsätzlich am Feste, so erhält er die vierzig [Geißelhiebe] – so R. Elie͑zer.
ו וחכמים אומרים אחד זה ואחד זה אינו אלא משום שבות
6 Die Weisen sagen, an diesem und jenem sei es nur des Feierns wegen verboten.
ז רב אשי אמר אפילו תימא שלא ברצון חכמים ורבי נתן היא דתניא רבי נתן אומר שבות צריכה התירו שבות שאינה צריכה לא התירו:
7 R. Aši sagte: Du kannst auch sagen, gegen den Willen der Weisen, und zwar nach R. Nathan, denn es wird gelehrt: R. Nathan sagte, Nötiges haben sie [im Tempel] trotz der Feier erlaubt. Unnötiges haben sie nicht erlaubt.
ח רבי יהודה אומר כוס היה ממלא וכו': תניא רבי יהודה אומר כוס היה ממלא מדם התערובות שאם ישפך דמו של אחד מהן נמצא זה מכשירו
8 R. J<small>EHUDA SAGTE</small>: M<small>AN FÜLLTE EINEN</small> B<small>ECHER &amp;C</small>. Es wird gelehrt: R. Jehuda sagte: Man füllte einen Becher vom vermischten Blute, damit, wenn das Blut eines von ihnen ausgeschüttet worden ist, dieser es tauglich mache.
ט אמרו לו לרבי יהודה והלא לא נתקבל בכלי מנא ידעי אלא הכי קאמרי ליה שמא לא נתקבל בכלי אמר להן אף אני לא אמרתי אלא בנתקבל בכלי
9 Sie sprachen zu. R. Jehuda: Esist ja nicht mit in das Gefäß aufgenommen worden!? – Woher wissen sie dies? – Vielmehr sprachen sie zu ihm wie folgt: Vielleicht ist es nicht mit in das Gefäß aufgenommen worden!? Dieser erwiderte: Ich spreche auch nur von dem Falle, wenn es in das Gefäß aufgenommen worden ist. –
י מנא ידע כהנים זריזין הן אי זריזין אמאי משתפיך אגב זריזותייהו דעבדי משתפיך
10 Woher wissen sie dies!? Priester sind hurtig. – Wieso kann es, wenn sie hurtig sind, ausgeschüttet werden!? – Gerade durch ihre Hurtigkeit kann es vorkommen, daß es ausgeschüttet wird. –
יא והלא דם התמצית מעורב בו רבי יהודה לטעמיה דאמר דם התמצית דם מעליא הוא דתניא דם התמצית באזהרה רבי יהודה אומר בהיכרת
11 Das nachfließende Blutist ja aber beigemischt!? – R. Jehuda vertritt seine Ansicht, daß nämlich das nachfließende Blut richtiges Blut sei. Es wird nämlich gelehrt: [Der Genuß] des nachfliessenden Blutes ist nur mit einer Verwarnungbelegt; R. Jehuda sagt, mit der Ausrottung. –
יב והאמר ר' אלעזר מודה ר' יהודה לענין כפרה שאינו מכפר שנא' (ויקרא יז, יא) כי הדם הוא בנפש יכפר
12 R. Elea͑zar sagte ja aber, R. Jehuda pflichte hinsichtlich der Sühne bei, daß solches keine Sühne schaffe, denn es heißt:<i>denn das Blut sühnt mit dem Leben</i>,