Pesachim 167

Kapitel 167

א ולא מילה שלא בזמנה הבאה מק"ו
1 nicht aber die äußerst zeitliche Beschneidung, hinsichtlich welcher man sonst [einen Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere folgernwürde.
ב רב אשי אמר (ויקרא כג, ג) שבתון די"ט עשה הוא ואין עשה דוחה לא תעשה ועשה:
2 R. Aši erklärte:<i>Ein Ruhetag</i>, das ist (am Feste) ein Gebot, und das Gebot (der Verbrennung) verdrängt nicht ein Verbot und ein Gebot.
ג <big><strong>מתני׳</strong></big> כל הנאכל בשור הגדול יאכל בגדי הרך וראשי כנפים והסחוסים:
3 <b>A</b><small>LLES, WAS VON EINEM AUSGEWACHSENEN</small> O<small>CHSEN GEGESSEN WIRD, WERDE AUCH VON EINEM JUNGEN</small> B<small>ÖCKCHENgegessen, auch die</small> L<small>IGAMENTE</small> <small>UND</small> K<small>NORPELTEILE</small>.
ד <big><strong>גמ׳</strong></big> רבה רמי תנן כל הנאכל בשור הגדול יאכל בגדי הרך ושאינו נאכל לא אימא סיפא ראשי כנפים והסחוסים והא הני לא מתאכלי בשור הגדול
4 GEMARA. Rabba wies auf einen Widerspruch hin: Es heißt, alles, was von einem ausgewachsenen Ochsen gegessen wird, werde auch von einem jungen Böckchen gegessen, demnach das nicht, was nicht gegessen wird, dagegen heißt es im Schlußsatze: auch die Ligamente und Knorpelteile, und diese werden ja von einem ausgewachsenen Ochsen nicht gegessen!? —
ה אלא תנאי היא והכי קתני כל הנאכל בשור הגדול יאכל בגדי הרך ושאינו נאכל לא וי"א אף ראשי כנפים והסחוסים
5 Hierüber [streiten vielmehr] Tannaím, und [die Mišna] muß wie folgt lauten: Alles, was von einem ausgewachsenen Ochsen gegessen wird, werde auch von einem jungen Böckchen gegessen, nicht aber, was [von einem solchen] nicht gegessen wird; manche sagen: auch die Ligamente und die Knorpelteile.
ו רבא אמר מה הן קתני והכי קתני כל הנאכל בשור הגדול בשלקא יאכל בגדי הרך בצלי ומה הן ראשי כנפים והסחוסי'
6 Raba erklärte: Dies ist nur eine Spezifizierung, und er meint es wie folgt: Alles, was von einem ausgewachsenen Ochsen gesotten gegessen wird, werde von einem jungen Böckchen auch gebraten gegessen, das sind nämlich die Ligamente und Knorpelteile.
ז תניא כוותיה דרבא כל הנאכל בשור הגדול בשלקא יאכל בגדי הרך בצלי ומה הן ראשי כנפים והסחוסים וגידין הרכין נידונין כבשר
7 Übereinstimmend mit Raba wird auch gelehrt: Alles, was von einem ausgewachsenen Ochsen gesotten gegessen wird, werde von einem jungen Böckchen auch gebraten gegessen, das sind nämlich die Ligamente und die Knorpelteile; die weichen Sehnen gelten als Fleisch.
ח איתמר גידין שסופן להקשות רבי יוחנן אמר נמנין עליהן בפסח ריש לקיש אמר אין נמנין עליהן בפסח ר' יוחנן אמר נמנין עליהן בתר השתא אזלינן ריש לקיש אמר אין נמנין עליהן בתר בסוף אזלינן
8 Es wurde gelehrt: An den Sehnen, die später hart werden, kann mansich beim Pesaḥopfer, wie R. Joḥanan sagt, beteiligen, und wie Reš Laqiš sagt, nicht beteiligen. R. Joḥanan sagt, man könne sich wohl beteiligen, weil man sich nach dem jetzigen Stande richte, und Reš Laqiš sagt, man könne sich nicht beteiligen, weil man sich nach dem späteren Stande richte.
ט איתיביה ריש לקיש לר' יוחנן כל הנאכל בשור הגדול יאכל בגדי הרך ומה הן ראשי כנפים והסחוסים הני אין אבל גידין שסופן להקשות לא א"ל תנא הני וה"ה להנך הני מ"ט דהא מתאכלי בשור הגדול בשלקא הנך נמי מתאכלי בשור הגדול בשלקא
9 Reš Laqiš wandte gegen R. Joḥanan ein: Alles, was von einem ausgewachsenen Ochsen gegessen wird, werde auch von einem jungen Böckchen gegessen, das sind nämlich die Ligamente und die Knorpelteile. Nur diese, und nicht Sehnen, die später hart werden!? Dieser erwiderte: Er lehrt es von diesen, was aber auch von jenen gilt. Die Ligamente wohl deshalb, weil sie von einem ausgewachsenen Ochsen gesotten gegessen werden, und auch jene werden von einem ausgewachsenen Ochsen gesotten gegessen.
י א"ל ר' ירמיה לרבי אבין כי אזלת לקמיה דר' אבהו רמי ליה מי אמר רבי יוחנן גידין שסופן להקשו' נמנין עליהן בפסח אלמא בתר השתא אזלינן והא בעא מיניה ריש לקיש מרבי יוחנן עור הראש של עגל הרך מהו שיטמא ואמר לו אין מטמא אלמא בתר בסוף אזלינן
10 R. Jirmeja sprach zu R. Abin: Wenn du zu R. Abahu gehst, weise ihn auf folgenden Widerspruch hin: Kann R. Joḥanan denn gesagt haben, man könne sich beim Pesaḥopfer an den Sehnen beteiligen, die später hart werden, wonach man sich nach dem jetzigen Stande richte, Reš Laqiš fragte ja R. Joḥanan, ob die Kopfhaut von einem jungen Kalbe [als Speise] verunreinigungsfähig sei, und dieser erwiderte, sie sei nicht verunreinigungsfähig, wonach man sich also nach dem späteren Stande richte!?
יא א"ל דרמא לך הא לא חש לקמחיה הא הדר ביה רבי יוחנן לגבי דריש לקיש וא"ל אל תקניטני שבלשון יחיד אני שונה אותה:
11 Dieser erwiderte: Wer dich auf diesen Widerspruch hingewiesen hat, achtete nicht auf sein Mehl; R. Joḥanan trat ja zurück und bekannte sich zur Ansicht des Reš Laqiš, und er sprach zu ihm: Reize mich nicht, ich lehre sieals Ansicht eines einzelnen.
יב <big><strong>מתני׳</strong></big> השובר את העצם בפסח הטהור הרי זה לוקה ארבעים אבל המותיר בטהור והשובר בטמא אינו לוקה את הארבעים:
12 <b>W</b><small>ER VON EINEM REINEN</small> P<small>ESAḤOPFER EINEN</small> K<small>NOCHEN ZERBRICHT, ERHÄLT DIE VIERZIG</small> G<small>EISSELHIEBE; WER ABER VON EINEM REINEN ETWAS ÜBRIGLÄSST ODER VON EINEM UNREINEN EINEN</small> K<small>NOCHEN ZERBRICHT, ERHÄLT DIE VIERZIG</small> G<small>EISSELHIEBE NICHT</small>.
יג <big><strong>גמ׳</strong></big> בשלמא מותיר בטהור דתניא (שמות יב, י) לא תותירו ממנו עד בקר והנותר ממנו עד בקר וגו' בא הכתוב ליתן עשה אחר לא תעשה לומר שאין לוקה דברי רבי יהודה
13 GEMARA. Erklärlich ist dies vom Übriglassen von einem reinen, denn es wird gelehrt·:<i>Ihr sollt davon nichts bis zum Morgen zurücklassen, was aber bis zum Morgen zurückbleibt &amp;c.</i>, die Schrift läßt ein Gebot auf das Verbot folgen, um zu sagen, daß man dieserhalb keine Geißelhiebeerhalte — so R. Jehuda;
יד רבי יעקב אומר לא מן השם הוא זה אלא משום דהוה ליה לאו שאין בו מעשה ואין לוקין עליו אלא שובר בטמא מנלן דאמר קרא (שמות יב, מו) ועצם לא תשברו בו בו בכשר ולא בפסול
14 R. Ja͑qob sagt, nicht aus diesem Grunde, sondern weil es ein Verbot ist, wobei keine Handlung ausgeübt wird, und wegen eines solchen erhält man keine Geißelhiebe. Woher dies aber vom Zerbrechen von einem unreinen!? — Die Schrift sagt:<i>ihr sollt an ihm keinen Knochen zerbrechen</i>, an ihm, an einem tauglichen, nicht aber an einem untauglichen.
טו ת"ר ועצם לא תשברו בו בו בכשר ולא בפסול ר' אומר (שמות יב, מו) בבית אחד יאכל ועצם לא תשברו בו כל הראוי לאכילה יש בו משום שבירת עצם ושאין ראוי לאכילה אין בו משום שבירת עצם
15 Die Rabbanan lehrten: <i>Ihr sollt an ihm keinen Knochen zerbrechen</i>, an ihm, an einem tauglichen, nicht aber an einem untauglichen. Rabbi sagte:<i>In einem Hause soll es gegessen werden; ihr sollt an ihm keinen Knochen zerbrechen</i>; bei dem, was zum Essen geeignet ist, gilt [das Verbot] des Zerbrechens eines Knochens, und bei dem, was nicht zum Essen geeignet ist, gilt nicht [das Verbot] des Zerbrechens eines Knochens. —
טז מאי בינייהו א"ר ירמיה פסח הבא בטומאה איכא בינייהו למ"ד כשר
16 Welchen Unterschied gibt es zwischen ihnen!? R. Jirmeja erwiderte: Einen Unterschied gibt es zwischen ihnen bei einem in Unreinheit dargebrachten Pesaḥopfer; nach demjenigen, welcher sagt, es müsse tauglich sein,