Pesachim 37

Kapitel 37

א בכל טמא לא יאכל מי לא עסקינן דנגע בשני רביעי מקל וחומר כדאמרינן
1 und dies gilt ja auch von dem Falle, wenn es Zweitgradiges berührt. Vom Viertgradigen aus [einem Schlusse] vom Leichteren auf das Schwerere, wie wir bereits gesagt haben.
ב ואי ס"ד סבר כר"ע ניתני נמי רביעי בתרומה וחמישי בקודש
2 Wenn du nun sagen wolltest, er sei der Ansicht R. A͑qibas, so sollte er noch vom Viertgradigen bei der Hebe und vom Fünftgradigen beim Geheiligten lehren.
ג אלא ר"ע לא סבר כר' יוסי מנלן
3 Woher aber, daß R. A͑qiba nicht der Ansicht R. Joses ist?
ד א"ל דלא לישתמיט תנא וליתני רביעי בתרומה וחמישי בקודש ונימא ר"ע היא ואנן אהכי ניקום ונסמוך
4 Dieser erwiderte: Der Tanna würde es nicht unterlassen haben, vom Viertgradigen bei der Hebe und vom Fünftgradigen beim Geheiligten zu lehren und auf R. A͑qiba zurückzuführen. – Und darauf sollten wir uns stützen!?
ה נפק רב אשי ואי תימא רב כהנא דק ואשכח הא דתנן הכלי מצרף את מה שבתוכו לקודש אבל לא לתרומה והרביעי בקודש פסול והשלישי בתרומה
5 Hierauf ging R. Aši, nach anderen, R. Kahana, hinaus, dachte nach und fand folgende Lehre: Bei Geheiligtem verbindetdas Gefäß seinen Inhalt, nicht aber bei der Hebe. Bei Geheiligtem ist das Viertgradige untauglich, bei Hebe das Drittgradige.
ו ואמר רבי חייא בר אבא א"ר יוחנן מעדותו של ר"ע נשנית משנה זו (דתניא) הוסיף ר"ע הסולת והקטורת והלבונה והגחלים שאם נגע טבול יום במקצתן פסל את כולן
6 Hierzu sagte R. Ḥija b. Abba im Namen R. Joḥanans, diese Lehre sei auf Grund einer Bekundung R. A͑qibas gelehrt worden, denn es wird gelehrt: R. A͑qiba fügte noch hinzu: wenn jemand, der am selben Tage untergetaucht ist, einen Teil des Mehls, des Räucherwerks, des Weihrauchs und der Kohlenberührt, so macht er alles untauglich.
ז רביעי אין חמישי לא שלישי אין רביעי לא
7 Es gibt also [nach ihm] nur eine viertgradige und keine fünftgradige Unreinheit, beziehungsweise eine drittgradige und keine viertgradige. –
ח אלמא קסבר צירוף דרבנן ופליגא דרבי חנין דאמר צירוף דאורייתא שנאמר (במדבר ז, יד) כף אחת עשרה זהב מלאה קטרת הכתוב עשה כל מה שבכף אחת
8 Er ist somit der Ansicht, die Verbindungsei rabbanitisch und streitet also gegen R. Ḥanin, welcher sagt, die Verbindung sei aus der Tora, denn es heißt:<i>eine Schale, zehn Gold[šeqel schwer], gefüllt mit Räucherwerk</i>, die Schrift machte alles, was in der Schale, Eines.
ט תנן התם על מחט שנמצאת בבשר שהסכין והידים טהורות והבשר טמא נמצאת בפרש הכל טהור אמר רבי עקיבא זכינו שאין טומאת ידים במקדש
9 Dort haben wir gelernt: Ferner [bekundete er], daß, wenn eine [unreine] Nadel im Fleische [eines Opfers] gefunden wird, das Messer und die Hände rein seien, das Fleisch aber unrein, und daß, wenn sie im Mist gefunden wird, alles rein sei. R. A͑qiba sprach: Es ist uns [zu erfahren] beschieden, daß es im Tempel keine Unreinheit der Hände gebe.