Pesachim 92

Kapitel 92

א לא זה הוא חמץ שמוזהרין עליו בבל יראה ובבל ימצא אלא מפרישתה ומניחתה עד הערב ואם החמיצה החמיצה:
1 DIES SEI ÜBERHAUPT KEIN G<small>ESÄUERTES, WORAUF DAS</small> V<small>ERBOT ‘NICHT ZU SEHEN UND NICHT ZU FINDEN’ ZU BEZIEHENIST</small>; <small>MAN SONDERE SIE VIELMEHR AB UND LASSE SIE BIS ZUM</small> A<small>BEND LIEGEN, UND WENN SIE SÄUERT, SO IST NICHTS DABEI.</small>
ב <big><strong>גמ׳</strong></big> לימא בטובת הנאה קמיפלגי דר' אליעזר סבר טובת הנאה ממון ור' יהושע סבר טובת הנאה אינה ממון
2 GEMARA. Es wäre anzunehmen, daß sie über den Dankstreiten. R. Elie͑zer ist der Ansicht, der Dank habe einen Geldwert, und R. Jehošua͑ ist der Ansicht, der Dank habe keinen Geldwert. –
ג לא דכולי עלמא סברי טובת הנאה אינה ממון והכא בהואיל קמיפלגי דר' אליעזר סבר אמרינן הואיל ואי בעי איתשיל עלה ממוניה הוא ור' יהושע סבר לא אמרינן הואיל
3 Nein, alle sind der Ansicht, der Dank habe keinen Geldwert, und sie streiten über die Eventualität: R. Elie͑zer ist der Ansicht, wir sagen, wenn er um die Auflösung [seiner Bestimmung] nachsucht, ist es eventuell sein Eigentum, und R. Jehošua͑ ist der Ansicht, man berücksichtige die Eventualität nicht.
ד איתמר האופה מיום טוב לחול רב חסדא אמר לוקה רבה אמר אינו לוקה
4 Es wurde gelehrt: Wer am Feste für den Alltagbäckt, erhält, wie R. Ḥisda sagt, Geißelhiebe, und wie Rabba sagt, keine Geißelhiebe.
ה רב חסדא אמר לוקה לא אמרינן הואיל ומיקלעי ליה אורחים חזי ליה רבה אמר אינו לוקה אמרינן הואיל
5 R. Ḥisda sagt, er erhalte Geißelhiebe, denn wir sagen nicht, wenn er Besuch bekommt, kann er eventuell [das Gebäck am Feste] verwenden, und Rabba sagt, er erhalte keine Geißelhiebe, denn man berücksichtige die Eventualität.
ו אמר ליה רבה לרב חסדא לדידך דאמרת לא אמרינן הואיל היאך אופין מיום טוב לשבת א"ל משום עירובי תבשילין
6 Rabba sprach zu R. Ḥisda: Wieso darf man nach deiner Ansicht, daß man die Eventualität nicht berücksichtige, am Feste für den Šabbath backen!? Dieser erwiderte: Auf Grund des Speisen-E͑rubs. –
ז ומשום עירובי תבשילין שרינן איסורא דאורייתא אמר ליה מדאורייתא צורכי שבת נעשין בי"ט ורבנן הוא דגזרו ביה גזירה שמא יאמרו אופין מי"ט אף לחול וכיון דאצרכוה רבנן עירובי תבשילין אית ליה היכירא
7 Erlauben wir denn wegen des Speisen-E͑rubs ein Verbot der Tora!? Dieser erwiderte: Nach der Tora dürfen alle Bedürfnisse des Šabbaths am Feste verrichtet werden, nur haben es die Rabbanan verboten, mit Rücksicht darauf, man könnte sagen, man dürfe am Feste auch für den Alltag backen; da ihn nun die Rabbanan zum Speisen-E͑rub verpflichtet haben, so merkt man es.
ח איתיביה בהמה המסוכנת לא ישחוט אלא כדי שיכול לאכול הימנה כזית צלי מבעוד יום יכול לאכול אע"ג דלא בעי למיכל בשלמא לדידי דאמרי הואיל הואיל ואי בעי למיכל מצי אכיל משום הכי ישחוט אלא לדידך דאמרת לא אמרינן הואיל אמאי ישחוט
8 Er wandte gegen ihn ein: Man darfkein in Gefahr schwebendes Tier schlachten, es sei denn, daß man noch während des Tages von diesem ein olivengroßes Stück gebraten essen kann. Essen kann, auch wenn man es nicht zum Essen braucht. Einleuchtend ist es nach meiner Ansicht, daß man die Eventualität berücksichtige, daß man es schlachten darf, da man, wenn man es will, davon essen kann, wieso aber darf man es schlachten nach deiner Ansicht, daß man die Eventualität nicht berücksichtige!?
ט אמר ליה משום הפסד ממונו ומשום הפסד ממונו שרינן איסורא דאורייתא
9 Dieser erwiderte: Wegen des Geldschadens. – Erlauben wir denn wegen des Geldschadens ein Verbot der Tora!?
י אמר ליה אין משום הפסד ממונו גמר בלבו לאכול כזית ואי אפשר לכזית בשר בלא שחיטה
10 Dieser erwiderte: Freilich, wegen des Geldschadens, entschließt man sich, davon ein olivengroßes Stückzu essen, und ohne Schlachten ist kein olivengroßes Stück möglich.
יא איתיביה לחם הפנים
11 Er wandte ferner gegen ihn ein: Das Schaubrot