Pesachim 93

Kapitel 93

א נאכל לתשעה לעשרה ולאחד עשר לא פחות ולא יותר כיצד כדרכו לתשעה נאפה בערב שבת נאכל בשבת לתשעה חל יום טוב להיות בע"ש נאכל לשבת לעשרה שני ימים טובים של ראש השנה נאכל לשבת לאחד עשר לפי שאינו דוחה לא את השבת ולא את הי"ט ואי אמרת צורכי שבת נעשין בי"ט אמאי לא דחי י"ט
1 wird am neunten, am zehnten und am elften [Tage]gegessen, weder früher noch später. Und zwar: gewöhnlich am neunten, denn es wird am Vorabend des Šabbaths gebacken und am Šabbath gegessen, also am neunten; fällt ein Fest auf den Vorabend des Šabbaths, so wird es am Šabbath, also am zehnten gegessen; wenn aber die zwei Tage des Neujahrsfestes [vorangehen], so wird es ebenfalls am Šabbath, also am elften gegessen; [das Backen] desselben verdrängt nämlich weder den Šabbath noch das Fest. Weshalb verdrängt es nicht das Fest, wenn du sagst, die Bedürfnisse des Šabbaths dürfen am Feste verrichtet werden!?
ב א"ל שבות קרובה התירו שבות רחוקה לא התירו
2 Dieser erwiderte: Wegen eines naheliegenden Falles haben sie dies erlaubt, und wegen eines weitliegenden Falleshaben sie dies nicht erlaubt. –
ג ולרשב"ג דאמר משום רבי שמעון בן הסגן דוחה את י"ט ואינו דוחה את יום צום מאי איכא למימר
3 Wie ist es aber nach R. Šimo͑n b. Gamliél zu erklären, der im Namen R. Šimo͑ns, des Sohnes des Priesterpräses, sagte, es verdränge das Fest, nur nicht den Fasttag!? –
ד בהא פליגי מר סבר שבות קרובה התירו שבות רחוקה לא התירו ומר סבר שבות רחוקה נמי התירו
4 Darin streiten sie eben: einer ist der Ansicht, wegen eines naheliegenden Falles haben sie dies erlaubt, und wegen eines weitliegenden Falles haben sie dies nicht erlaubt, und einer ist der Ansicht, sie haben dies auch wegen eines weitliegenden Falles erlaubt.
ה מתיב רב מרי שתי הלחם אינן נאכלות לא פחות משנים ולא יותר על שלשה כיצד נאפות ערב יום טוב נאכלות ליום טוב לשנים חל י"ט להיות אחר השבת נאכלות לי"ט לשלשה לפי שאינה דוחה לא את השבת ולא את הי"ט ואי אמרת צורכי שבת נעשין בי"ט השתא דשבת בי"ט שרי דיום טוב ביום טוב מיבעיא
5 R. Mari wandte ein: Die zwei Brotewerden weder früher als am zweiten noch später als am dritten [Tage] gegessen. Und zwar: werden sie am Vorabend des Festes gebacken, so werden sie am Feste, also am zweiten gegessen; fällt das Fest auf einen Sonntag, so werden sie am Feste, also am dritten gegessen; [das Backen] derselben verdrängt nämlich weder den Šabbath noch das Fest. Wenn du sagst, die Bedürfnisse des Šabbaths dürfen am Feste verrichtet werden, so sollte doch, wenn die des Šabbaths am Feste erlaubt sind, um so mehr die des Festes am Feste erlaubt sein!? –
ו שאני התם דאמר קרא לכם לכם ולא לגבוה
6 Anders ist es da; die Schrift sagt <i>für euch</i>, nur für euch, nicht aber für Gott. –
ז ולרשב"ג דאמר משום ר"ש בן הסגן דוחה את יום טוב מאי איכא למימר סבר לה כאבא שאול דאמר לכם לכם ולא לנכרים
7 Wie ist es nach R. Šimo͑n b. Gamliél zu erklären, der im Namen R. Šimo͑ns, des Sohnes des Priesterpräses, sagte, es verdränge das Fest, nur nicht den Fasttag!? – Er ist der Ansicht Abba Šaúls, der erklärte: <i>für euch</i>, nur für euch, nicht aber für Nichtjuden.
ח שלח ליה רב חסדא לרבה ביד רב אחא בר רב הונא מי אמרינן הואיל והא תנן יש חורש תלם אחד וחייבין עליה משום שמונה לאוין החורש בשור וחמור והן מוקדשים וכלאים בכרם
8 R. Ḥisda sandte durch R. Aḥab. R. Hona an Rabba [folgenden Einwand]: Berücksichtigen wir denn die Eventualität, wir haben ja gelernt: Mancher pflügt ein Beet und ist dieserhalb wegen Übertretung von acht Verboten schuldig: