Pesachim 94

Kapitel 94

א ושביעית ביום טוב כהן ונזיר אבית הטומאה ואי אמרינן הואיל אחרישה לא ליחייב הואיל וחזי לכיסוי דם ציפור
1 wenn ein priesterlicher Naziräer im Siebentjahre am Feste auf einem unreinen Platze Mischsaat (im Weinberge) säend mit Ochs und Esel des Heiligtumspflügt. Wenn du sagst, man berücksichtige die Eventualität, so sollte er doch wegen des Pflügens [am Feste] nicht schuldig sein, da er [die Erde] zum Zudecken des Blutes von geschlachtetem Geflügel verwenden kann!?
ב א"ר פפא בר שמואל באבנים מקורזלות
2 R. Papa b. Šemuél erwiderte: Dies gilt von weichen Steinen. –
ג ראויות לכותשן וכתישה ביום טוב מי שרי ראויות לכותשן כלאחר יד בצונמא
3 Solche kann man ja zerstoßen!? – Ist denn das Zerstoßen am Feste erlaubt!? – Man kann sie ja wie unbeabsichtigtzerstoßen!? – Wenn es ein harter Felsen ist. –
ד צונמא בר זריעה צונמא מלמעלה ועפר תיחוח מלמטה ותיפוק ליה משום עפר תיחוח
4 Ist denn ein harter Felsen zum Säen geeignet!? – Wenn der Boden oben felsig und unten locker ist. – So sollte es wegen der lockeren Erde [erlaubt] sein!? –
ה אלא אמר מר בר רב אשי בטינא וטינא בר זריעה הוא במתונתא
5 Vielmehr, erklärte Mar b. R. Aši, dies gilt von einem Lehmboden. – Ist denn ein Lehmboden zum Säen geeignet!? – Wenn er schlammig ist.
ו איתיביה אביי המבשל גיד הנשה בחלב בי"ט ואוכלו לוקה חמש לוקה משום מבשל גיד ביום טוב ולוקה משום אוכל גיד ולוקה משום מבשל בשר בחלב ולוקה משום אוכל בשר בחלב ולוקה משום הבערה ואי אמרינן הואיל אהבערה לא ליחייב הואיל דחזי ליה לצרכו
6 Abajje wandte gegen ihn ein: Wer am Feste die Spannader mit Milch kocht und sie ißt, erhält fünffach Geißelhiebe: Geißelhiebe wegen des Kochens der Spannader[am Feste], Geißelhiebe wegen des Essens der Spannader, Geißelhiebe wegen des Kochens von Fleisch mit Milch, Geißelhiebe wegen des Essens von Fleisch mit Milch und Geißelhiebe wegen des Feueranzündens. Wenn du sagst, man berücksichtige die Eventualität, so sollte er doch wegen des Feueranzündens nicht schuldig sein, da er es anderweitig gebrauchen kann!?
ז אמר ליה אפיק הבערה ועייל גיד הנשה של נבילה
7 Dieser erwiderte: Man lasse das Feueranzünden fort und zähle statt dessen [den Genuß] der Spannader eines Aases mit. –
ח והתני רבי חייא לוקין שתים על אכילתו ושלש על בישולו ואי איתא שלש על אכילתו מיבעי ליה
8 R. Ḥija lehrte ja aber, daß er zweifache Geißelhiebe wegen des Essens und dreifache wegen des Kochens erhalte, und nach [dieser Erklärung] müßte er ja die dreifachen wegen des Essens erhalten!? –
ט אלא אפיק הבערה ועייל עצי מוקצה
9 Vielmehr, man lasse das Feueranzünden fort und zähle statt dessen [die Benutzung] von abgesondertemHolze mit. –
י ומוקצה דאורייתא הוא א"ל אין דכתיב (שמות טז, ה) והיה ביום הששי והכינו את אשר יביאו ואזהרתה מהכא (שמות כ, ט) מלא תעשה כל מלאכה
10 Ist denn das Verbot des Abgesonderten aus der Tora!? Dieser erwiderte: Freilich; es heißt:<i>am sechsten Tage sollen sie zubereiten, was sie heimbringen,</i> und das Verbot ist hieraus zu entnehmen: <i>du sollst keinerlei Arbeit verrichten</i>.
יא א"ל והא את הוא דאמרת בעאי מיניה מרב חסדא ואמרי לה בעאי מיניה מרב הונא הביא שה מאפר ושחטו תמיד ביו"ט מהו
11 Jener entgegnete: Du selbst sagtest ja, du habest R. Ḥisda gefragt, manche lesen: R. Hona gefragt, wie es denn sei, wenn man am Feste ein Schaf vom Angerholt und es als beständiges Opfer schlachtet,
יב ואת אמרת לן (אמר לי) עלה שה ולא הבכור
12 und er habe erwidert: <i>Lamm</i>, kein Erstgeborenes;
יג אחת ולא מעשר
13 <i>eines</i>, kein verzehntetes;
יד מן הצאן ולא הפלגס
14 <i>vom Schafe</i>, kein halberwachsenes;