Pesachim 97

Kapitel 97

א <big><strong>מתני׳</strong></big> ארבעה עשר שחל להיות בשבת מבערין את הכל מלפני השבת דברי ר"מ וחכמים אומרים בזמנו ר"א בר צדוק אומר תרומה מלפני השבת וחולין בזמנן:
1 <b>F</b><small>ÄLLT DER VIERZEHNTE</small> [N<small>ISAN</small>] <small>AUF EINEN</small> Š<small>ABBATH, SO SCHAFFE MAN ALLES VOR DEM</small> Š<small>ABBATH FORT</small> – <small>SO</small> R. M<small>EÍR; DIE</small> W<small>EISEN SAGEN, ERST ZUR</small> Z<small>EIT</small>; R. E<small>LEÂ͑ZAR</small> B. Ç<small>ADOQ SAGT, HEBE VOR DEM</small> Š<small>ABBATH</small>, P<small>ROFANES ZUR</small> Z<small>EIT.</small>
ב <big><strong>גמ׳</strong></big> תניא ר"א בר צדוק אומר פעם אחת שבת אבא ביבנה וחל ארבעה עשר להיות בשבת ובא זונין ממונה של ר"ג ואמר הגיע עת לבער את החמץ והלכתי אחר אבא וביערנו את החמץ:
2 GEMARA. Es wird gelehrt: R. Elea͑zar b. Çadoq erzählte: Einst feierte mein Vater den Šabbath, auf den der vierzehnte fiel, in Jabne; da kam Zonin, ein Beamter R. Gamliéls, und sprach: Es ist Zeit, das Gesäuerte fortzuschaffen. Ich begleitete dann meinen Vater, und wir schafften das Gesäuerte fort.
ג <big><strong>מתני׳</strong></big> ההולך לשחוט את פסחו ולמול את בנו ולאכול סעודת אירוסין בבית חמיו ונזכר שיש לו חמץ בתוך ביתו אם יכול לחזור ולבער ולחזור למצותו יחזור ויבער ואם לאו מבטלו בלבו
3 <b>W</b><small>ER DAS</small> P<small>ESAḤOPFER SCHLACHTEN</small>, <small>SEINEN</small> S<small>OHN BESCHNEIDEN ODER ZUM VERLOBUNGSMAHLE IM HAUSE SEINES SCHWIEGERVATERS GEHT UND SICH ERINNERT, DASS ER ZUHAUSE</small> G<small>ESÄUERTES HAT</small>, <small>MUSS, FALLS ER UMKEHREN</small>, [<small>DAS GESÄUERTE] FORTSCHAFFEN UND AUCH DAS GEBOT AUSÜBEN KANN, UMKEHREN UND</small> [<small>DAS GESÄUERTE</small>] <small>FORTSCHAFFEN, WENN ABER NICHT, SO GEBE ER ES IN SEINEM HERZEN AUF</small>.
ד להציל מן הנכרים ומן הנהר ומן הלסטים ומן הדליקה ומן המפולת יבטל בלבו ולשבות שביתת הרשות יחזור מיד
4 [<small>GEHT ER</small>] H<small>ILFE LEISTEN VOR</small> N<small>ICHTJUDEN</small>, [<small>DER ÜBERSCHWEMMUNG] EINES FLUSSES, STRASSENRÄUBERN, FEUERSBRUNST ODER EINSTURZ, SO GEBE ER ES IN SEINEM HERZEN AUF; WENN ABER BELIEBIG EINEN PLATZ FÜR DEN ŠABBATH</small><small>IN</small> B<small>ESITZ ZU NEHMEN, SO KEHRE ER SOFORT UM</small>.
ה וכן מי שיצא מירושלים ונזכר שיש בידו בשר קדש אם עבר צופים שורפו במקומו ואם לאו חוזר ושורפו לפני הבירה מעצי המערכה
5 D<small>ESGLEICHEN MUSS, WER</small> J<small>ERUŠALEM VERLASSEN HAT UND SICH ERINNERT, DASS ER HEILIGES</small> F<small>LEISCH BEI SICH HAT, FALLS ER</small> Ç<small>OPHIM</small> <small>VORÜBER IST, ES AN</small> O<small>RT UND</small> S<small>TELLE VERBRENNEN, WENN ABER NICHT, UMKEHREN UND ES VOR DER</small> T<small>EMPELHALLE MIT DEM</small> H<small>OLZE DES</small> A<small>LTARS</small><small>VERBRENNEN</small>.
ו ועד כמה הן חוזרין ר"מ אומר זה וזה בכביצה ר' יהודה אומר זה וזה בכזית וחכמים אומרים בשר קדש בכזית וחמץ בכביצה:
6 B<small>EI WELCHEM</small> Q<small>UANTUM MUSS MAN UMKEHREN</small>? R. M<small>EÍR SAGT, WEGEN DES EINEN UND DES ANDEREN BEI</small> E<small>IGRÖSSE;</small> R. J<small>EHUDA SAGT, IN DIESEM UND IN JENEM</small> F<small>ALLE BEI</small> O<small>LIVENGRÖSSE; DIE</small> W<small>EISEN SAGEN, WEGEN DES HEILIGEN</small> F<small>LEISCHES BEI</small> O<small>LIVENGRÖSSE, WEGEN DES</small> G<small>ESÄUERTEN BEI</small> E<small>IGRÖSSE</small>.
ז <big><strong>גמ׳</strong></big> ורמינהו ההולך לאכול סעודת אירוסין בבית חמיו ולשבות שביתת הרשות יחזור מיד
7 GEMARA. Ich will auf einen Widerspruch hin weisen: Wer zum Verlobungsmahle im Hause seines Schwiegervaters oder beliebig einen Platz für den Šabbath in Besitz zu nehmen geht, kehre sofort um!?
ח א"ר יוחנן לא קשיא הא ר' יהודה הא רבי יוסי דתניא סעודת אירוסין רשות דברי ר' יהודה רבי יוסי אומר מצוה
8 R. Joḥanan erwiderte: Das ist kein Widerspruch; eines nach R. Jehuda und eines nach R. Jose. Es wird nämlich gelehrt: Das Verlobungsmahl ist Freigestelltes – so R. Jehuda; R. Jose sagt, ein Gebot. Jetzt aber, wo
ט והשתא דאמר רב חסדא מחלוקת בסעודה שניה אבל בסעודה ראשונה דברי הכל מצוה אפילו תימא הא והא ר' יהודה ולא קשיא הא בסעודה ראשונה הא בסעודה שניה
9 R. Ḥisda erklärt hat, der Streit bestehe nur über das zweite Mahl, während das erste nach aller Ansicht Gebot sei, kannst du auch sagen, beides nach R. Jehuda, dennoch besteht kein Widerspruch, denn eines gilt vom ersten Mahle, und eines gilt vom zweiten Mahle.
י תניא אמר רבי יהודה אני לא שמעתי אלא סעודת אירוסין אבל לא סבלונות אמר לו ר' יוסי אני שמעתי סעודת אירוסין וסבלונות
10 Es wird gelehrt: R. Jehuda sagte: Ich hörte esnur vom Verlobungsmahle, nicht aber vom Geschenkmahle. R. Jose entgegnete ihm: Ich hörte es sowohl vom Verlobungsmahle als auch vom Geschenkmahle.
יא תניא רבי שמעון אומר כל סעודה שאינה של מצוה אין תלמיד חכם רשאי להנות ממנה
11 Es wird gelehrt: R. Šimo͑n sagte: Ein Schriftgelehrter darf von keinein [Hochzeits] mahle genießen, das nicht gottgefällig ist. –
יב כגון מאי א"ר יוחנן כגון בת כהן לישראל ובת תלמיד חכם לעם הארץ דא"ר יוחנן בת כהן לישראל אין זווגן עולה יפה
12 Welches zum Beispiel? R. Joḥanan erwiderte: Die Tochter eines Priesters mit einem Jisraéliten, oder die Tochter eines Schriftgelehrten mit einem Manne aus dem gemeinenVolke. R. Joḥanan sagte nämlich: Wenn die Tochter eines Priesters einem Jisraéliten [angetraut wird], so führt diese Verbindung nicht zum Guten. –
יג מאי היא אמר רב חסדא או אלמנה או גרושה או זרע אין לה במתניתא תנא קוברה או קוברתו או מביאתו לידי עניות
13 Wieso? R. Ḥisda erwiderte: Entweder wird sie Witwe oder Geschiedene, oder sie hat keine Kinder. In einer Barajtha wird gelehrt: Entweder er begräbt sie oder sie ihn, oder sie bringt ihn zur Armut. –
יד איני והא א"ר יוחנן הרוצה שיתעשר ידבק בזרעו של אהרן כל שכן שתורה וכהונה מעשרתן לא קשיא הא בת"ח הא בעם הארץ
14 Dem ist ja aber nicht so, R. Joḥanan sagte ja, wer reich werden will, schließe sich den Kindern Ahrons an, denn Tora und Priesterschaft machen ihn erst recht reich!? – Das ist kein Einwand; eines gilt von einem Schriftgelehrten, und eines gilt von einem Manne aus dem gemeinen Volke.
טו ר' יהושע נסיב כהנתא חלש אמר לא ניחא ליה לאהרן דאדבק בזרעיה דהוי ליה חתנא כי אנא
15 R. Jehošua͑ heiratete eine Priesterstochter. Als er einst leidend ward, sprach er: Es ist Ahron unerwünscht, daß ich mich seinen Kindern angeschlossen habe und er einen Schwiegersohn meinesgleichen hat.
טז רב אידי בר אבין נסיב כהנתא נפקו מיניה תרי בני סמיכי רב ששת בריה דרב אידי ור' יהושע בריה דרב אידי אמר ר"פ אי לא נסיבנא כהנתא לא איעתרי
16 R. Idi b. Abin heiratete eine Priestertochter, und ihm entstammten zwei autorisierte Söhne: R. Šešeth, Sohn R. Idis, und R. Jehošua͑, Sohn R. Idis. R. Papa sagte: Hätte ich nicht eine Priesterstochter geheiratet, so würde ich nicht reich geworden sein.
יז אמר רב כהנא אי לא נסיבנא כהנתא לא גלאי אמרו ליה והא למקום תורה גלית לא גלאי כדגלי אינשי
17 R. Kahana sagte: Hätte ich keine Priesterstochter geheiratet, so würde ich nicht in die Verbannung geratensein. Man entgegnete ihm: Du bist ja in eine Stätte der Tora verbannt worden. – Nicht in der Weise, wie dies bei anderen Leuten zu geschehen pflegt.
יח אמר רבי יצחק כל הנהנה מסעודת הרשות לסוף גולה שנא' (עמוס ו, ד) ואוכלים כרים מצאן ועגלים מתוך מרבק וכתיב לכן עתה יגלו בראש גולים:
18 R. Jiçhaq sagte: Wer von einem freien Festmahlegenießt, gerät endlich in die Verbannung, denn es heißt: sie <i>verzehren fette Lämmer von der Herde and junge Rinder aus der Hürde</i>, und darauf folgt:darum <i>sollen sie nun an der Spitze der Verbannten in die Verbannung ziehen.</i>
יט ת"ר כל ת"ח המרבה סעודתו בכל מקום סוף מחריב את ביתו ומאלמן את אשתו ומייתם את גוזליו ותלמודו משתכח ממנו ומחלוקות רבות באות עליו ודבריו אינם נשמעים ומחלל שם שמים ושם רבו ושם אביו וגורם שם רע לו ולבניו ולבני בניו עד סוף כל הדורות
19 Die Rabbanan lehrten: Wenn ein Schriftgelehrter überall Mahlzeit zu halten pflegt, so kommt es endlich, daß er sein Haus zerstört, seine Frau zur Witwe und seine Kinder zu Waisen macht, sein Studium vergißt, und daß über ihn Streitigkeiten sich häufen, seine Worte unerhört bleiben, er den Namen des Himmels, den Namen seines Lehrers und den Namen seines Vaters entweiht, und daß er einen schlechten Namen hinterläßt für sich, für seine Kinder und für seine Kindeskinder, bis ans Ende aller Generationen. –
כ מאי היא אמר אביי קרו ליה בר מחים תנורי רבא אמר בר מרקיד בי כובי רב פפא אמר בר מלחיך פינכי רב שמעיה אמר בר מך רבע:
20 Wieso? Man nennt [seinen Sohn], wie Abajje sagte, ‘Sohn des Ofenheizers’, wie Raba sagte, ‘Sohn des Schenkentänzers’, wie R. Papa sagte, ‘Sohn des Tellerleckers’, und wie R. Šema͑ja sagte, ‘Sohn des Kleiderschläfers’.
כא ת"ר לעולם ימכור אדם כל מה שיש לו וישא בת ת"ח שאם מת או גולה מובטח לו שבניו ת"ח ואל ישא בת ע"ה שאם מת או גולה בניו ע"ה
21 Die Rabbanan lehrten: Stets verkaufe ein Mensch alles, was er besitzt, und heirate die Tochter eines Schriftgelehrten, denn er ist dessen sicher, daß, wenn er stirbt oder in die Verbannung gerät, seine Söhne Schriftgelehrte sein werden; er heirate aber nicht die Tochter eines Mannes aus dem gemeinen Volke, denn wenn er stirbt oder in die Verbannung gerät, sind seine Söhne Leute aus dem gemeinen Volke.
כב ת"ר לעולם ימכור אדם כל מה שיש לו וישא בת ת"ח וישיא בתו לת"ח משל לענבי הגפן בענבי הגפן דבר נאה ומתקבל ולא ישא בת עם הארץ משל לענבי הגפן בענבי הסנה דבר כעור
22 Die Rabbanan lehrten: Stets verkaufe ein Mensch alles, was er besitzt, und heirate die Tochter eines Schriftgelehrten oder verheirate seine Tochter an einen Schriftgelehrten. Dies gleicht [der Verbindung von] Beeren des Weinstockes mit Beeren des Weinstockes; das ist schön und begreiflich. Er heirate aber nicht die Tochter eines Mannes aus dem gemeinen Volke. Dies gleicht [der Verbindung von] Beeren des Weinstockes mit Beeren des Dornstrauches; dies ist häßlich