Sanhedrin 165

Kapitel 165

א לא משום זרות ולא משום טומאה ולא משום מחוסר בגדים ולא משום רחוץ ידים ורגלים
1 tut dies ein Gemeiner, ein unreiner, oder einer, der die Dienstkleider nicht anhat oder Hände und Füße nicht gewaschen hat, [im Tempel].
ב הא מקטר חייב מאי לאו מיתה לא באזהרה
2 Demnach ist man wegen des Räucherns schuldig; doch wohl des Todes!? – Nein, nur einer Verwarnung. –
ג אלא זר נמי לאזהרה והכתיב (במדבר יח, ז) והזר הקרב יומת הא כדאיתא והא כדאיתא
3 Demnach besteht auch für den Gemeinen nur eine Verwarnung, dagegen heißt es ja: <i>der Fremde, der herannaht, soll sterben</i>!? – Bei dem einen dies und bei dem anderen jenes. –
ד מכלל דיוצק ובולל לאו נמי לא והתניא אזהרה ליוצק ובולל מניין ת"ל (ויקרא כא, ו) קדושים יהיו ולא יחללו מדרבנן וקרא אסמכתא בעלמא
4 Demnach besteht hinsichtlich des Gießens und des Umrührens nicht einmal ein Verbot, dagegen wird ja gelehrt: Woher das Verbot hinsichtlich des Gießens und des Umrührens? Es heißt: <i>heilig sollen sie sein, sie sollen nicht entweihen</i>!? – Rabbanitisch, während der Schriftvers nur eine Stütze ist.
ה מיתיבי ואלו הן שבמיתה טמא ששימש תיובתא:
5 Man wandte ein: Folgende werden mit dem Tode bestraft: ein Unreiner, der den Tempeldienst verrichtet!? – Dies ist eine Widerlegung.
ו גופא ואלו שבמיתה האוכל את הטבל וכהן טמא שאכל תרומה טהורה וזר שאכל את התרומה וזר ששימש וטמא ששימש וטבול יום ששימש ומחוסר בגדים ומחוסר כפרה ושלא רחץ ידים ורגלים ושתויי יין ופרועי ראש
6 Der Text. Folgende verfallen dem Tode: wer Unverzehntetes ißt, ein unreiner Priester, der reine Hebe ißt, ein Gemeiner, der Hebe ißt, ein Gemeiner, der den Tempeldienst verrichtet, ein Unreiner, der den Tempeldienst verrichtet, der am selben Tage untergetaucht ist und den Tempeldienst verrichtet, der die Dienstkleider nicht anhat, dem die Sühne noch fehlt, der Hände und Füße nicht gewaschen hat, der Wein getrunken hat und der das Haar verwahrlost trägt.
ז אבל ערל ואונן ויושב אינן במיתה אלא באזהרה בעל מום רבי אומר במיתה וחכ"א באזהרה
7 Der Unbeschnittene aber, der Leidtragende und der Sitzende verfallen nicht dem Tode, für sie besteht nur ein Verbot. Der Gebrechenbehaftete verfällt, wie Rabbi sagt, dem Tode, und wie die Weisen sagen, bestehe für ihn nur ein Verbot.
ח הזיד במעילה רבי אומר במיתה וחכ"א באזהרה
8 Wer vorsätzlich eine Veruntreuung begeht, verfällt, wie Rabbi sagt, dem Tode, und wie die Weisen sagen, bestehe darüber nur ein Verbot.
ט האוכל את הטבל מנלן דאמר שמואל משום ר"א מניין לאוכל את הטבל שהוא במיתה דכתיב (ויקרא כב, טו) ולא יחללו את קדשי בני ישראל [את] אשר ירימו לה' בעתידים לתרום הכתוב מדבר
9 Woher dies vom Essen des Unverzehnteten? – Šemuél sagte im Namen R. Elie͑zers. Woher, daß, wer Unverzehntetes gegessen hat, dem Tode verfalle? Es heißt: <i>sie sollen nicht die heiligen Gaben der Kinder Jisraél entweihen, die sie abheben werden</i>; die Schrift spricht von dem, was später abgehoben wird,
י ויליף חילול חילול מתרומה מה להלן במיתה אף כאן במיתה
10 und man folgere durch [das Wort] <i>entweihen</i>, das auch bei der Hebe gebraucht wird, wie bei dieser die Todesstrafe gesetzt ist, ebenso auch hierbei die Todesstrafe. –
יא ונילוף חילול חילול מנותר מה להלן בכרת אף כאן בכרת
11 Sollte man doch folgern durch [das Wort] <i>entweihen</i>, das beim Übriggebliebenen gebraucht wird, wie auf dieses die Ausrottungsstrafe gesetzt ist, ebenso auch hierbei die Ausrottungsstrafe!? –
יב מסתברא מתרומה הוה ליה למילף שכן תרומה חוצה לארץ הותרה ברבים פירות פיגול ונותר
12 Es ist einleuchtend, daß es von der Hebe zu folgern ist, denn [beide] sind Hebe, gelten nicht außerhalb des Landes, können erlaubt werden, werden in der Mehrzahl gebraucht, sind Früchte, und [gelten nicht als] Verwerfliches und Übriggebliebenes. –
יג אדרבה מנותר הוה ליה למילף שכן פסול אוכל אין לו היתר במקוה הנך נפישן רבינא אמר חילול דרבים מחילול דרבים עדיף
13 Im Gegenteil, man sollte es doch vom Übriggebliebenen folgern, denn [bei beiden] ist ja die Speise untauglich, und kann durch ein Tauchbad nicht erlaubt werden!? – Jene [Vergleichungen] sind mehr. Rabina erklärte: Er folgert lieber hinsichtlich des in der Mehrzahl gebrauchten <i>entweihen</i> vom in der Mehrzahl gebrauchten <i>entweihen</i>.
יד וכהן טמא שאכל תרומה טהורה מנלן דאמר שמואל מניין לכהן טמא שאכל תרומה טהורה שהוא במיתה בידי שמים דכתיב (ויקרא כב, ט) ושמרו את משמרתי ולא ישאו עליו חטא וגו'
14 «Ein unreiner Priester, der reine Hebe ißt.» Woher dies? – Šemuél sagte: Woher, daß ein unreiner Priester, der reine Hebe ißt, dem Tode durch den Himmel verfalle? Es heißt: <i>so sollen sie denn meine Anordnungen befolgen, daß sie nicht seinethalben Sünde auf sich laden &amp;c</i>.
טו טהורה אין טמאה לא דאמר שמואל א"ר אליעזר מניין לכהן טמא שאכל תרומה טמאה שאינו במיתה שנאמר ומתו בו כי יחללוהו
15 Dies gilt nur von der reinen, nicht aber von der unreinen, denn Šemuél sagte im Namen R. Elie͑zers: Woher, daß ein unreiner Priester, der unreine Hebe ißt, nicht dem Tode verfalle? Es heißt: <i>sie werden sterben, wenn sie es entweihen werden</i>;