Shabbat 104

Kapitel 104

א טהורות
1 rein!?
ב א"ר יצחק (נפחא) בבאין מנוי אדם לנוי בהמה
2 R. Jiçḥaq der Schmied erwiderte: Wenn sie vorher Schmuck für Menschen waren und später als Schmuck für das Tier verwendet werden.
ג ורב יוסף אמר הואיל ואדם מושך בהם את הבהמה מי לא תניא מקל של בהמה של מתכת מקבל טומאה מה טעם הואיל ואדם רודה בהן ה"נ הואיל ואדם מושך בהן:
3 R. Joseph erwiderte: Weil der Mensch das Tier daran führt. Es wird ja auch gelehrt: Ein Metallstock für ein Tier ist für die Unreinheit empfänglich. Doch wohl aus dem Grunde, weil der Mensch es damit zähmt, ebenso auch hierbei, weil der Mensch es daran führt.
ד וטובלן במקומן: והאיכא חציצה
4 A<small>N IHREM</small> O<small>RTE UNTERTAUCHEN</small>. Es besteht ja aber eine Trennung!?
ה א"ר אמי בשריתכן
5 R. Ami erwiderte: Wenn man sie lose gehämmert hat. —
ו לימא ר' אמי כרב יוסף סבירא ליה דאי כר' יצחק (נפחא) דאמר בבאין מנוי אדם לנוי בהמה כיון דריתכן עבד בהו מעשה ופרחה לה טומאה מינייהו
6 Es wäre anzunehmen, daß R. Ami der Ansicht R. Josephs ist, denn wenn man sagen wollte, er sei der Ansicht R. Jiçḥaq des Schmieds, der erklärt hat, wenn sie vorher Schmuck für Menschen waren und später als Schmuck für das Tier verwendet wurden, so ist ja, sobald man sie gehämmert und an ihnen eine [verändernde] Handlung vorgenommen hat, die Unreinheit von ihnen geschwunden!?
ז דתנן כל הכלים יורדין לידי טומאתן במחשבה ואין עולין מטומאתן אלא בשינוי מעשה
7 Wir haben nämlich gelernt: Alle Geräte werden mit der bloßen Bestimmung verunreinigungsfähig, von ihrer Unreinheit enthoben aber nur durch eine tätliche Änderung. —
ח סבר לה כרבי יהודה דאמר מעשה לתקן לאו מעשה הוא דתניא ר' יהודה אומר לא אמר שינוי מעשה לתקן אלא לקלקל
8 Er ist der Ansicht R. Jehudas, welcher sagt, die verbessernde Änderung gelte diesbezüglich nicht als Änderung. Es wird nämlich gelehrt: R. Jehuda sagte: Sie sprechen nicht von einer tätlichen Änderung zur Verbesserung, sondern zur Verschlechterung.
ט במתניתא תני במחוללין
9 In einer Barajtha wird gelehrt: Wenn Spielraum vorhanden ist.
י שאל תלמיד אחד מגליל העליון את ר"א שמעתי שחולקין בין טבעת לטבעת אמר לו שמא לא שמעת אלא לענין שבת דאי לענין טומאה דא ודא חדא היא
10 Ein Schüler aus Obergaliläa fragte R. Elie͑zer: Ich hörte, daß man zwischen Ring und Ring unterscheide. Dieser sprach: Wahrscheinlich hast du dies bezüglich des Šabbaths gehört, denn bezüglich der Unreinheit sind alle gleich. —
יא ולענין טומאה דא ודא אחת היא והתנן טבעת אדם טמאה וטבעת בהמה וכלים ושאר כל הטבעות טהורות כי קאמר ליה איהו נמי דאדם קאמר ליה
11 Aber sind denn bezüglich der Unreinheit alle gleich, wir haben ja gelernt, ein Ring [als Schmuck] für Menschen, sei verunreinigungsfähig, und Ringe für Tiere und alle anderen Ringe seien rein!? — Was er ihm gesagt hat, bezieht sich auch nur auf Ringe [als Schmuck] für Menschen. —
יב ודאדם דא ודא אחת היא והתניא טבעת שהתקינה לחגור בה מתניו ולקשר בה בין כתפיו טהורה ולא אמרו טמאה אלא של אצבע בלבד כי קאמר ליה איהו נמי דאצבע קאמר ליה
12 Aber sind denn alle, die [als Schmuck] für Menschen dienen, gleich, es wird ja gelehrt, ein Ring, den man für einen Lendengürtel oder Schulterbänder zurechtgemacht hat, sei rein, und nur von einem Fingerringe sagten sie, er sei verunreinigungsfähig!? — Was er ihm gesagt hat, bezieht sich auch nur auf einen Fingerring. —
יג ודאצבע דא ודא אחת היא והתנן טבעת של מתכת וחותמה של אלמוג טמאה היא של אלמוג וחותמה של מתכת טהורה כי קאמר ליה איהו נמי כולה של מתכת קאמר ליה
13 Aber sind denn alle Fingerringe gleich, wir haben ja gelernt, ein Metallring mit einem Korallenpetschaft sei verunreinigungsfähig, und ein Korallenring mit Metallpetschaft sei rein!? — Was er ihm gesagt hat, bezieht sich nur auf Ringe ganz aus Metall.
יד ועוד שאל שמעתי שחולקין בין מחט למחט אמר ליה שמא לא שמעת אלא לענין שבת דאי לענין טומאה דא ודא אחת היא
14 Ferner fragte er: Ich hörte, daß man zwischen Nadel und Nadel unterscheidet. Dieser sprach: Wahrscheinlich hast du dies bezüglich des Šabbaths gehört, denn bezüglich der Unreinheit sind alle gleich. —
טו ולענין טומאה דא ודא אחת היא והתנן מחט שניטל חורה או עוקצה טהורה כי קאמר ליה בשלימה
15 Aber sind denn bezüglich der Unreinheit alle gleich, wir haben ja gelernt, eine Nadel, der das Öhr oder die Spitze fehlt, sei rein!? — Was er ihm gesagt hat, bezieht sich auch nur auf eine ganze. —
טז ובשלימה דא ודא אחת היא והתנן מחט שהעלתה חלודה אם מעכב את התפירה טהורה ואם לאו טמאה ואמרי דבי ר' ינאי והוא שרישומה ניכר כי קאמר ליה בשיפא קאמר לי'
16 Aber sind denn auch bei ganzen alle gleich, wir haben ja gelernt, eine rostige Nadel sei, wenn [der Rost] das Nähen hindert, rein, und wenn nicht, verunreinigungsfähig, und hierzu sagten sie in der Schule R. Jannajs, nur wenn dieser Spuren hinterläßt!? — Was er ihm gesagt hat, bezieht sich nur auf eine rostfreie. —
יז ובשיפא דא ודא אחת היא והתניא מחט בין נקובה בין אינה נקובה מותר לטלטלה בשבת ולא אמרינן נקובה אלא לענין טומאה בלבד
17 Aber sind denn auch bei rostfreien alle gleich, es wird ja gelehrt, man dürfe am Šabbath eine Nadel fortbewegen, ob durchlocht, oder undurchlocht; durchlocht müsse sie nur bezüglich der Unreinheit sein!? —
יח הא תרגמא אביי אליבא דרבא בגלמי:
18 Abajje hat dies bereits nach Raba auf unfertige bezogen.
יט <big><strong>מתני׳</strong></big> חמור יוצא במרדעת בזמן שהיא קשורה בו זכרים יוצאין לבובין רחלות יוצאות שחוזות כבולות וכבונות העזים יוצאות צרורות רבי יוסי אוסר בכולן חוץ מן הרחלין הכבונות
19 <b>D</b><small>ER</small> E<small>SEL DARF MIT EINER</small> D<small>ECKE AUSGETRIEBEN WERDEN, WENN SIE BEFESTIGT IST</small>. D<small>IE</small> W<small>IDDER DÜRFEN UMBUNDEN, DIE</small> S<small>CHAFE MIT NACH OBEN ODER NACH UNTEN GEBUNDENEN</small> S<small>CHWÄNZEN, ODER UMHÜLLT, UND DIE</small> Z<small>IEGEN MIT VERBUNDENEN</small> E<small>UTERN AUSGETRIEBEN WERDEN</small>. R. J<small>OSE VERBIETET DIES ALLES, AUSSER DAS</small> A<small>USTREIBEN VON UMHÜLLTEN</small> S<small>CHAFEN</small>.
כ רבי יהודה אומר עזים יוצאות צרורות ליבש אבל לא לחלב:
20 R. J<small>EHUDA SAGT</small>, Z<small>IEGEN DÜRFEN MIT VERBUNDENEN</small> E<small>UTERN AUSGETRIEBEN WERDEN, DAMIT DIE</small> M<small>ILCH</small> <small>VERSIEGE, NICHT ABER, UM DIE</small> M<small>ILCH ZU ERHALTEN</small>.