Shabbat 157

Kapitel 157

א עד שיאמר לוה פרעתי ולא פרעתי
1 wenn der Schuldner gesagt hat, er habe ihn bezahlt, beziehungsweise er habe ihn nicht bezahlt.
ב רבא אמר דכולי עלמא מודה בשטר שכתבו שצריך לקיימו והכא בכותבין שובר קמיפלגי תנא קמא סבר כותבין שובר ורבי יהודה סבר אין כותבין שובר רב אשי אמר מפני שצריך להראותו לבעל חוב שני דאמר ליה חזי גברא דפרע אנא:
2 Raba sagte: Alle stimmen überein, daß derjenige, der zugibt, den Schuldschein ausgestellt zu haben, ihn auch bestätigen muß, hier aber streiten sie, ob man eine Quittung schreibe. Der erste Tanna ist der Ansicht, man schreibe eine Quittung, und R. Jehuda ist der Ansicht, man schreibe keine Quittung. R. Aši erwiderte: [Der Schuldner] kann ihn einem anderen Gläubiger vorzeigen und sagen: Sieh, ich bin ein Mann, der Schulden bezahlt.
ג עור כדי לעשות כו': בעא מיניה רבא מרב נחמן המוציא עור בכמה א"ל כדתנן עור כדי לעשות קמיע [המעבדו בכמה א"ל לא שנא] לעבדו בכמה א"ל לא שנא
3 H<small>AUT, ALS MAN DARAUS &amp;C. MACHEN KANN</small>. Raba fragte R. Naḥman: Welche [Größe] ist beim Hinaustragen von Haut festgesetzt? Dieser erwiderte: Wie wir gelernt haben: Haut, als man daraus ein Amulett machen kann. – [Welche für das Gerben? Dieser erwiderte: Kein Unterschied.] – Welche für die zum Gerben bestimmte? Dieser erwiderte: Kein Unterschied. –
ד ומנא תימרא כדתנן המלבן והמנפץ והצובע והטווה שיעורו כמלא רוחב הסיט כפול והאורג ב' חוטין שיעורו כמלא רוחב הסיט (כפול) אלמא כיון דלטוייה קאי שיעורא כטווי ה"נ כיון דלעבדו קאי שיעורו כמעובד ושלא לעבדו בכמה אמר ליה לא שנא
4 Woher entnimmst du dies? – Wie wir gelernt haben: Für das Bleichen, Zupfen, Färben und Spinnen gilt die Länge eines doppelten Siṭ; für das Weben zweier Fäden die Länge eines doppelten Siṭ. Demnach gilt dabei, da es zum Spinnen bestimmt ist, das Maß des Gesponnenen, ebenso gilt auch hierbei, da es zum Gerben bestimmt ist, das Maß des Gegerbten. – Welche für die ungegerbte und nicht zum Gerben bestimmte? Dieser erwiderte: Kein Unterschied. –
ה ולא שני בין מעובד לשאינו מעובד איתיביה המוציא סמנין שרוין כדי לצבוע בהן דוגמא לאירא ואילו בסמנין שאינן שרוין תנן קליפי אגוזים וקליפי רמונין סטיס ופואה כדי לצבוע בהן בגד קטן [לפי] סבכה הא איתמר עלה אמר רב נחמן אמר רבה בר אבוה לפי שאין אדם טורח לשרות סמנין לצבוע בהן דוגמא לאירא
5 Ist denn zwischen gegerbt und ungegerbt nicht zu unterscheiden, dagegen ist ja einzuwenden: Wer eingeweichte Farbstoffe hinausträgt, als man damit ein Stück Wolle zur Probe färben kann. Von uneingeweichten Farbstoffen aber haben wir gelernt: Schalen von Nüssen und Granatäpfeln, Waid und Krapp, als man ein kleines Tuch an einer Haube färben kann!? – Hierzu wurde bereits gelehrt: R. Naḥman erklärte dies im Namen des Rabba b. Abuha: Weil niemand sich bemüht, Farbstoffe einzuweichen, um ein Stückchen Wolle zur Probe zu färben. –
ו והרי זרעוני גינה דמקמי דזרעינהו תנן זרעוני גינה פחות מכגרוגרת רבי יהודה בן בתירא אומר חמשה ואילו בתר דזרעינהו תנן זבל וחול הדק כדי לזבל בו קלח של כרוב דברי רבי עקיבא וחכמים אומרים כדי לזבל כרישא הא איתמר עלה אמר רב פפא הא דזריע הא דלא זריע לפי שאין אדם טורח להוציא נימא אחת לזריעה
6 Aber von Gartensaaten, bevor man sie gesäet hat, haben wir gelernt: Gartensaaten unter dem Quantum einer getrockneten Feige, R. Jehuda b. Bethera sagt, fünf [Saatkörner], und von solchen, die bereits gesäet sind, haben wir gelernt: Dung und feinen Sand, als man einen Kohlstengel düngen kann – so R. A͑qiba; die Weisen sagen, als man einen Lauchstengel düngen kann!? – Hierzu wurde bereits gelehrt: R. Papa erklärte dies: Das eine, wenn man bereits gesäet, das andere, wenn man noch nicht gesäet hat, weil niemand sich bemüht, ein Saatkorn zur Aussaat hinauszubringen. –
ז והרי טיט דמקמי דליגבליה תניא מודים חכמים לרבי שמעון במוציא שופכין לרה"ר ששיעורן ברביעית והוינן [בה] שופכין למאי חזו וא"ר ירמיה לגבל בהן את הטיט ואילו בתר דגבליה תניא טיט כדי לעשות בהן פי כור התם נמי כדאמרן לפי שאין אדם טורח (בהן) לגבל את הטיט לעשות בו פי כור
7 Aber vom Lehm, bevor man ihn geknetet hat, [ist ja einzuwenden]: Es wird gelehrt, die Weisen pflichten R. Šimo͑n bei, daß beim Hinaustragen von Ausgußwasser auf öffentliches Gebiet ein Viertellog erforderlich sei, und auf unsere Frage, welche Verwendung das Ausgußwasser habe, erwiderte R. Jirmeja: Zum Kneten von Lehm. Vom gekneteten Lehm aber haben wir gelernt: Lehm, als man daraus eine Mündung für einen Schmelztiegel machen kann!? – Da ebenso, wie wir erklärt haben: weil niemand sich bemüht, Lehm zu kneten, als für die Mündung eines Schmelztiegels nötig ist. –
ח ת"ש דאמר רבי חייא בר אמי משמיה דעולא שלשה עורות הן מצה וחיפה ודיפתרא מצה כמשמעו דלא מליח ודלא קמיח ודלא עפיץ וכמה שיעורו תני רב שמואל בר רב יהודה כדי לצור בו משקולת קטנה וכמה אמר אביי ריבעא דריבעא דפומבדיתא
8 Komm und höre: R. Ḥija b. Ami sagte im Namen U͑las: Es gibt dreierlei Häute: Rohhaut, Ḥippa und Diphtera. Rohhaut in des Wortes Bedeutung: die weder mit Salz noch mit Mehl noch mit Galläpfeln gegerbt ist. – Welches ist ihre Größe? R. Šemuél b. R. Jehuda lehrte: Als zum Einwickeln eines kleinen Gewichtes ausreicht. – Welches [Gewicht]? Abajje erwiderte: Ein Viertel eines pumbedithensischen Viertels.
ט חיפה דמליח ולא קמיח ולא עפיץ וכמה שיעורו כדתנן עור כדי לעשות קמיע דיפתרא דמליח וקמיח ולא עפיץ וכמה שיעורו כדי לכתוב עליו את הגט קתני מיהת כדי לצור בו משקולת קטנה ואמר אביי ריבעא דריבעא דפומבדיתא התם בבישולא
9 Ḥippa, die mit Salz, nicht aber mit Mehl und Galläpfeln gegerbt ist. – Welches ist ihre Größe? – Wie wir gelernt haben: Haut, als man daraus ein Amulett machen kann. Diphtera, die mit Salz und Mehl, aber nicht mit Galläpfeln gegerbt ist. – Welches ist ihre Größe? – Daß man darauf einen Scheidebrief schreiben kann. Er lehrt also: als zum Einwickeln eines kleinen Gewichtes ausreicht, und Abajje erklärte, ein Viertel eines pumbedithensischen Viertels!? – Dies gilt von einer noch feuchten Haut. –
י והתנן הבגד שלשה על שלשה למדרס השק ד' על ד' העור ה' על ה' מפץ ו' על ו' בין למדרס בין למת ותאני עלה הבגד והשק והעור כשיעור לטומאה כך שיעור להוצאה ההוא בקורטובלא:
10 Wir haben ja aber gelernt, Kleiderstoff von drei zu drei [Handbreiten sei verunreinigungsfähig] durch Auftreten, Sackzeug von vier zu vier, Haut von fünf zu fünf, Matte von sechs zu sechs, sowohl durch Auftreten als auch durch eine Leiche. Hierzu wird gelehrt, die Größe beim Gewande, beim Sacke und bei der Haut bezüglich der Unreinheit, gelte auch bezüglich des Hinaustragens!? –Da handelt es sich um ein Teppichfell.