Shabbat 169

Kapitel 169

א וקים להו לרבנן דחמשא בשיתא לא ינקי מהדדי
1 und den Rabbanan war es bekannt, daß fünf [Saaten] auf sechs [Handbreiten] nicht ihre Nahrung von einander ziehen. –
ב ומנלן דהא דקים להו לרבנן (דחמשא בשיתא) מילתא היא דא"ר חייא בר אבא א"ר יוחנן מאי דכתיב (דברים יט, יד) לא תסיג גבול רעך [אשר גבלו ראשונים] גבול שגבלו ראשונים לא תסיג מאי גבלו ראשונים אמר רבי שמואל בר נחמני אמר רבי יונתן (מאי) דכתיב (בראשית לו, כ) אלה בני שעיר החורי יושבי הארץ אטו כולי עלמא יושבי רקיע נינהו אלא שהיו בקיאין בישובה של ארץ שהיו אומרים מלא קנה זה לזית מלא קנה זה לגפנים מלא קנה זה לתאנים וחורי שמריחים את הארץ וחוי אמר רב פפא שהיו טועמין את הארץ כחויא רב אחא בר יעקב אמר חורי שנעשו בני חורין מנכסיהן
2 Woher, daß dies, was den Rabbanan bekannt war, auch zuverlässig ist? – R. Ḥija b. Abba sagte im Namen R. Joḥanans: Es heißt: <i>verrücke nicht die Grenze deines Nachbarn, die die Vorfahren gezogen haben</i>. Du sollst die von den Vorfahren statuierten Gesetze nicht verrücken. Was heißt von den Vorfahren statuiert? R. Šemuél b. Naḥmani erklärte im Namen R. Jonathans: Es heißt: <i>diese sind die Söhne Sei͑rs, des Ḥori, die Bewohner des Landes</i>. Sind denn alle anderen Bewohner des Himmels? Vielmehr, sie waren in der Bewohnung des Landes kundig; sie wußten zu bestimmen: dieser Flächenraum für die Olive, dieser Flächenraum für den Weinstock, dieser Flächenraum für den Feigenbaum. <i>Der Ḥori</i>: sie rochen die Erde. <i>Der Ḥivi</i>, hierüber sagte R. Papa: sie kosteten die Erde wie eine Schlange. R. Aḥa b. Ja͑qob erklärte: <i>Der Ḥori</i>: sie wurden von ihren Gütern befreit [horin].
ג אמר רב אסי ערוגה תוכה ו' חוץ מגבוליה תניא נמי הכי ערוגה תוכה ששה גבוליה בכמה כדתנן רבי יהודה אומר רוחב כמלא רוחב פרסה א"ר זירא ואיתימא רבי חנינא בר פפא מ"ט דר' יהודה דכתיב (דברים יא, י) והשקית ברגלך כגן הירק מה רגל טפח אף גבול נמי טפח
3 R. Asi sagte: Das Beet muß sechs [Handbreiten] außer dem Rain haben. Desgleichen wird gelehrt: Das Beet allein muß sechs [Handbreiten] haben. Wie breit muß der Rain sein? – Wie wir gelernt haben: R. Jehuda sagt, eine Fußsohle breit. R. Zera, manche sagen, R. Ḥanina b. Papa, sagte: Was ist der Grund R. Jehudas? Es heißt: <i>wie einen Gemüsegarten mit deinem Fuße bewässern mußtest</i>; wie der Fuß eine Handbreite breit ist, so muß auch der Rain eine Handbreite haben.
ד אמר רב ערוגה בחורבה שנינו והאיכא מקום קרנות אמרי בי רב משמיה דרב בממלא את הקרנות וליזרע מאבראי ולא לימלי מגואי
4 Rabh sagte: Unsere Mišna handelt von einem einzelnen Beete. – Es gibt ja aber Raum an den Winkeln!? In der Schule Rabhs sagten sie im Namen Rabhs: Wenn man auch die Winkel ausfüllt. – Man kann ja aber [an jeder Seite in der Mitte] säen und sie nicht ganz ausfüllen!? –