Shabbat 180

Kapitel 180

א זרע קישואין שנים זרע דילועין שנים זרע פול המצרי שנים חגב חי טהור כל שהוא מת כגרוגרת צפורת כרמים בין חיה בין מתה כל שהוא שמצניעין אותה לרפואה ר' יהודה אומר אף המוציא חגב חי טמא כל שהוא שמצניעין אותו לקטן לשחוק בו:
1 V<small>OM</small> G<small>URKENSAMEN</small><small>ZWEI, VOM</small> K<small>ÜRBISSAMEN ZWEI UND VOM SAMEN ÄGYPTISCHER</small> B<small>OHNEN ZWEI</small> [K<small>ÖRNER</small>]. E<small>INE REINE LEBENDE</small> H<small>EUSCHRECKE VON IRGEND WELCHER</small> G<small>RÖSSE, EINE TOTE VON DER</small> G<small>RÖSSE EINER</small> D<small>ÖRRFEIGE</small>. E<small>IN</small> G<small>ARTENVÖGELCHEN VON IRGEND WELCHER</small> G<small>RÖSSE, OB LEBENDIG ODER TOT, DA MAN EIN SOLCHES ZU</small> H<small>EILZWECKEN AUFBEWAHRT</small>. R. J<small>EHUDA SAGT, AUCH WER EINE LEBENDE UNREINE</small> H<small>EUSCHRECKE HINAUSTRÄGT, DA MAN EINE SOLCHE FÜR EIN</small> K<small>IND ZUM</small> S<small>PIELEN AUFBEWAHRT</small>.
ב <big><strong>גמ׳</strong></big> ורמינהי זבל וחול הדק כדי לזבל קלח של כרוב דברי ר"ע וחכמים אומרים כדי לזבל כרישא אמר רב פפא הא דזריע הא דלא זריע לפי שאין אדם טורח להוציא נימא אחת לזריעה:
2 GEMARA. Ich will auf einen Widerspruch hinweisen: Dung und feinen Sand als zum Düngen eines Kohlstengels erforderlich ist – so R. A͑qiba; die Weisen sagen, als man einen Lauchschaft düngen kann!? R. Papa erwiderte: Das eine, wenn man bereits gesäet hat, das andere, wenn man noch nicht gesäet hat, weil sich niemand bemüht, ein Korn zur Aussaat hinauszubringen.
ג זרע קישואין: ת"ר המוציא גרעינין אם לנטיעה שתים אם לאכילה כמלא פי חזיר וכמה מלא פי חזיר אחת אם להסיק כדי לבשל ביצה קלה אם לחשבון שתים אחרים אומרים חמש ת"ר המוציא שני נימין מזנב הסוס ומזנב הפרה חייב שמצניעין אותן לנישבין מקשה של חזיר אחת צורי דקל שתים תורי דקל אחת:
3 G<small>URKENSAMEN</small>. Die Rabbanan lehrten: Zwei Körner, wenn man sie zum Pflanzen hinausträgt; wenn zum Essen, soviel, als ein Schwein das Maul voll hat. – Was heißt Maulvoll eines Schweines? – Eines. – Wenn zum Heizen, als man damit ein leichtes Ei kochen kann; wenn zum Zählen, zwei, und wie manche sagen, fünf. Die Rabbanan lehrten: Wer zwei Haare von einem Pferdeschweife oder einem Kuhschwanze hinausträgt, ist schuldig, denn diese hebt man zu Netzen auf; eine Schweinsborste, zwei Ruten einer Palme und eine Bastfaser einer Palme.
ד ציפורת כרמים בין חיה בין מתה כל שהוא: מאי ציפורת כרמים אמר רב פליא ביארי אמר אביי ומשתכח בדיקלא דחד נבארא ועבדי לה לחוכמא אכיל ליה לפלגא דימיני' ופלגא דשמאליה רמי לה בגובתא דנחשא וחתים לה בשיתין גושפנקי ותלי לה באיברא דשמאלא וסימניך (קהלת י, ב) לב חכם לימינו ולב כסיל לשמאלו וחכים כמה דבעי וגמר כמה דבעי ואכיל ליה לאידך פלגא דאי לא מיעקר תלמודו:
4 E<small>IN</small> G<small>ARTENVÖGELCHEN VON IRGEND WELCHER</small> G<small>RÖSSE, OB LEBENDIG ODER TOT</small>. Was ist das für ein Garten Vögelchen? Rabh erwiderte: Die Fruchtdurchsucherin. Abajje sagte: Diese befindet sich in den [jungen] Palmen, die erst eine Rinde haben, und man verwendet sie zur [Erlangung von] Weisheit. Man esse die Hälfte der rechten und die Hälfte der linken Seite, dann werfe man sie in eine kupferne Röhre, die man mit sechzig Siegeln verschließe, und an den linken Arm hänge. Als Merkzeichen diene dir: <i>Der Verstand des Weisen ist zu seiner Rechten</i>, <i>der Verstand des Toren ist zu seiner Linken</i>. Dann wird man weise nach Wunsch und lernt nach Wunsch. Später esse man auch die zweite Hälfte, denn sonst vergißt man sein Studium.
ה ר' יהודה אומר אף המוציא כו': ותנא קמא סבר לא מאי טעמא דילמא אכיל ליה אי הכי טהור נמי דהא רב כהנא הוה קאים קמיה דרב והוה קמעבר שושיבא אפומיה אמר ליה שקליה דלא לימרו מיכל קאכיל ליה וקעבר משום (ויקרא יא, מג) בל תשקצו את נפשותיכם אלא דילמא מיית ואכיל ליה ורבי יהודה אי מיית קטן מיספד ספיד ליה:
5 R. J<small>EHUDA SAGT, AUCH WER &amp;C. HINAUSTRÄGT</small>. Der erste Tanna aber ist nicht dieser Ansicht; aus welchem Grunde? – Man könnte sie essen. – Demnach sollte dasselbe auch von einer reinen gelten!? Als nämlich R. Kahana einst vor Rabh stand und eine Šošiba auf seinen Mund flog, rief dieser: Nimm sie fort, damit man nicht glaube, daß du sie issest und übertrittst das Verbot: <i>beekelt euere Seelen nicht.</i> – Vielmehr, sie könnte verenden und man sie essen. – Und R. Jehuda? – Ein Kind betrauert sie, wenn sie verendet.
ו <br><br><big><strong>הדרן עלך אמר רבי עקיבא</strong></big><br><br>
6 
ז מתני׳ <big><strong>המצניע</strong></big> לזרע ולדוגמא ולרפואה והוציאו בשבת חייב בכל שהוא וכל אדם אין חייב עליו אלא כשיעורו חזר והכניסו אינו חייב אלא כשיעורו:
7 <b>W</b>R <small>ETWAS ZUR</small> A<small>USSAAT, ZUR</small> P<small>ROBE ODER ZU</small> H<small>EILZWECKEN AUFBEWAHRT HATTE UND ES AM</small> Š<small>ABBATH HINAUSTBÄGT, IST WEGEN JEDES</small> Q<small>UANTUMS SCHULDIG, JEDER ANDERE NUR DANN, WENN ER DAS FESTGESETZTE</small> Q<small>UANTUM HINAUSTRÄGT</small>. B<small>RINGT ER ES WIEDER HEREIN, SO IST ER NUR WEGEN DES FESTGESETZTEN</small> Q<small>UANTUMS SCHULDIG</small>.
ח <big><strong>גמ׳</strong></big> למה ליה למיתני המצניע ליתני המוציא לזרע ולדוגמא ולרפואה חייב בכל שהוא אמר אביי הכא במאי עסקינן כגון שהצניעו ושכח למה הצניעו והשתא קא מפיק ליה סתמא
8 GEMARA. Wozu lehrt er den Fall, wenn jemand aufbewahrt hatte, er sollte doch lehren, wer etwas zur Aussaat, zur Probe, oder zu Heilzwecken hinausträgt, sei wegen jedes Quantums schuldig!? Abajje erwiderte: Hier handelt es sich um den Fall, wenn jemand etwas aufbewahrt, den Zweck des Aufbewahrens aber vergessen und es dann ohne bestimmten Zweck hinausgetragen hat; man könnte glauben,