Shabbat 200

Kapitel 200

א לאו היינו מתני' וא"ר יוחנן והוא שנח ע"ג משהו א"ל מתגלגל קאמרת מתגלגל אין סופו לנוח אבל האי כיון דסופו לנוח אע"ג דלא נח כמאן דנח דמי קמ"ל:
1 Ist dies nicht die Lehre unserer Mišna, worüber R. Joḥanan gesagt hat, wenn es etwas liegen geblieben ist? Dieser erwiderte: Du sprichst von einem Falle, wenn [der Gegenstand] weiterrollt. Wenn er weiterrollt, bleibt er da nicht liegen; [man könnte aber glauben,] wenn er da schließlich liegen bleiben muß, sei das Liegenbleiben nicht erforderlich, so lehrt er uns.
ב <big><strong>מתני׳</strong></big> הזורק בים ארבע אמות פטור אם היה רקק מים ורשות הרבים מהלכת בו הזורק לתוכו ד' אמות חייב וכמה הוא רקק מים פחות מעשרה טפחים רקק מים ורשות הרבים מהלכת בו הזורק בתוכו ד' אמות חייב:
2 <b>W</b><small>ER VIER</small> E<small>LLEN AUF DEM</small> M<small>EERE WIRFT, IST FREI</small>. W<small>ER ETWAS VIER</small> E<small>LLEN IN EINEN</small> S<small>UMPF WIRFT, DURCH DEN EIN ÖFFENTLICHER</small> W<small>EG FÜHRT, IST SCHULDIG. W1E TIEF DARF DER SUMPF SEIN</small>? W<small>ENIGER ALS ZEHN</small> H<small>ANDBREITEN</small>. W<small>ER ETWAS VIER</small> E<small>LLEN AUF EINEM</small> S<small>UMPFE WIRFT, DURCH DEN EIN ÖFFENTLICHER</small> W<small>EG FÜHRT, IST SCHULDIG</small>.
ג <big><strong>גמ׳</strong></big> א"ל ההוא מרבנן לרבא בשלמא הילוך הילוך תרי זימני הא קמ"ל הילוך ע"י הדחק שמיה הילוך תשמיש ע"י הדחק לא שמיה תשמיש אלא רקק רקק תרי זימני למה לי חד בימות החמה וחד בימות הגשמים וצריכי דאי תנא חדא ה"א ה"מ בימות החמה דעבידי אינשי דמסגי לאקורי נפשייהו אבל בימות הגשמים לא ואי אשמעינן בימות הגשמים דכיון דמיטנפי לא איכפת להו אבל בימות החמה לא
3 GEMARA. Einer von den Jüngern sprach zu Raba: Erklärlich ist es, daß er zweimal ‘führt’ lehrt, er lehrt uns damit, daß das Gehen im Notfalle als Gehen gelte, nicht aber gilt die Benutzung im Notfalle als Benutzung; wozu aber lehrt er zweimal ‘Sumpf’? – Einmal, wenn im Sommer, und einmal, wenn in der Regenzeit. Und beides ist nötig. Würde er nur das eine gelehrt haben, so könnte man glauben, nur im Sommer, weil sich die Leute kühlen wollen, nicht aber in der Regenzeit. Und würde er es nur von der Regenzeit gelehrt haben, [so könnte man glauben,] weil es dann ohnehin schmutzig ist, so kommt es darauf nicht an, nicht aber im Sommer.
ד אביי אמר איצטריך סד"א ה"מ היכא דלא הוי ד' אמות אבל היכא דהוי ד' אמות אקופי מקפי ליה
4 Abajje erklärte: [Beides ist deshalb] nötig, weil man glauben könnte, nur wenn er keine vier Ellen breit ist, wenn er aber vier Ellen breit ist, mache man lieber einen Umweg.
ה רב אשי אמר איצטריך ס"ד אמינא ה"מ היכא דהוה ד' אבל היכא דלא הואי ארבעה מיפסעי פסעי ליה ואזדא רב אשי לטעמיה דאמר רב אשי האי מאן דזריק ונח אגודא דגמלא מיחייב שהרי רבים בוקעין בו:
5 R. Aši erklärte: [Beides ist deshalb] nötig, weil man glauben könnte, nur wenner vier breit ist, wenn er aber keine vier breit ist, könne man ja hinüberspringen. R. Aši vertritt hiermit seine Ansicht, denn R. Aši sagte, daß, wenn jemand etwas wirft und es auf einem vorstehenden Brette einer Brücke liegen bleibt, er schuldig sei, weil viele auf dieses treten.
ו <big><strong>מתני׳</strong></big> הזורק מן הים ליבשה ומן היבשה לים ומן הים לספינה ומן הספינה לים ומן הספינה לחבירתה פטור ספינות קשורות זו בזו מטלטלין מזו לזו אם אינן קשורות אע"פ שמוקפות אין מטלטלין מזו לזו:
6 <b>W</b><small>ER VOM</small> M<small>EERE AUFS</small> L<small>AND, VOM</small> L<small>ANDE INS</small> M<small>EER, VOM</small> M<small>EERE IN EIN</small> S<small>CHIFF, AUS EINEM</small> S<small>CHIFFE INS</small> M<small>EER ODER AUS EINEM</small> S<small>CHIFFE IN EIN ANDERES WIRFT, IST FREI</small>. S<small>IND</small> S<small>CHIFFE ANEINANDER GEBUNDEN, SO DARF MAN AUS EINEM IN DAS ANDERE TRAGEN; SIND SIE ABER NICHT ANEINANDER GEBUNDEN, AUCH WENN SIE DICHT AUFEINANDER STOSSEN, SO DARF MAN AUS EINEM IN DAS ANDERE NICHT TRAGEN</small>.
ז <big><strong>גמ׳</strong></big> איתמר ספינה רב הונא אמר מוציאין הימנה זיז כל שהוא וממלא רב חסדא ורבה בר רב הונא אמרי עושה מקום ארבעה וממלא
7 GEMARA. Es wurde gelehrt: Auf einem Schiffe lasse man, wie R. Hona sagt, einen Vorsprung vorragen, und man darf [aus dem Meere Wasser] schöpfen; R. Ḥisda und Rabba b. R. Hona sagen, man mache eine vier [Handbreiten] große Umzäunung und darf daraus schöpfen.
ח רב הונא אמר מוציא הימנה זיז כל שהוא וממלא קסבר כרמלית מארעא משחינן ואוירא מקום פטור הוא ובדין הוא דזיז נמי לא ליבעי אלא כי היכי דליהוי ליה היכרא
8 R. Hona sagt, man lasse einen Vorsprung vorragen und darf dann schöpfen, denn er ist der Ansicht, das Neutralgebiet beginne am Grunde, und die Luft ist ja Freigebiet; demnach ist auch der vorragende Vorsprung nicht nötig, jedoch dient er als Kennzeichen.
ט רב חסדא ורבה בר רב הונא אמרי עושה מקום ארבעה וממלא קסברי כרמלית משפת מיא משחינן מיא ארעא סמיכתא אי לא עביד מקום ארבעה קא מטלטל מכרמלית לרה"י
9 R. Ḥisda und Rabba b. R. Hona sagen, man mache eine vier [Handbreiten] große Umzäunung und darf schöpfen, denn sie sind der Ansicht, das Neutralgebiet beginne am Wasserspiegel, denn auch das Wasser ist eine kompakte Masse, und wenn man keine vier [Handbreiten] große Umzäunung macht, bringt man ja aus einem Neutralgebiete in ein Privatgebiet.
י א"ל רב נחמן לרבה בר אבוה ולרב הונא דאמר מוציא הימנה זיז כל שהוא וממלא זימנין דליכא עשרה וקא מטלטל מכרמלית לרה"י אמר ליה גמרינן דאין ספינה מהלכת בפחות מעשרה והא מורשא אית לה אמר רב ספרא גשושי אזלי קמה
10 R. Naḥman sprach zu Rabba b. Abuha: Wieso sagt R. Hona, man lasse nur einen Vorsprung vorragen, es kann ja Vorkommen, daß auch vom Grunde keine zehn [Handbreiten] vorhanden sind, sodann bringt man aus einem Neutralgebiete in ein Privatgebiet!? Dieser erwiderte: Wir wissen, daß ein Schiff sich nicht fortbewegt, wenn es weniger als zehn [Handbreiten im Wasser] sitzt. – Vielleicht aber befindet es sich auf einer Vertiefung!? R. Saphra erwiderte: Die Tiefenmesser untersuchen vorher.
יא א"ל רב נחמן בר יצחק לרב חייא בר אבין לרב חסדא ולרבה בר רב הונא דאמרי עושה מקום ארבעה וממלא שופכין דידיה היכי שדי להו וכ"ת דשדי להו באותו מקום מאיסי ליה דשדי להו אדפנא דספינה והא איכא כחו כחו בכרמלית לא גזרו ומנא תימרא דתניא ספינה אין מטלטלין לא מתוכה לים ולא מן הים לתוכה
11 R. Naḥman b. Jiçḥaq sprach zu R. Ḥija b. Abin: Wieso darf man nach R. Ḥisda und Rabba b. R. Hona, die sagen, man müsse eine vier [Handbreiten] große Umzäunung machen, das Spülicht ausgießen!? Wolltest du sagen, durch diese Umzäunung, so macht man ja [das Wasser] schmutzig!? – Man gieße es an die Wand des Schiffes aus. – Aber auch dann erfolgt es ja durch seine Kraft!? – Beim Neutralgebiete haben sie dies nicht verboten. – Woher entnimmst da dies? – Es wird gelehrt: Man darf nicht aus einem Schiffe ins Meer oder aus dem Meere [ins Schiff] bringen;