Shabbat 205

Kapitel 205

א הקודח כל שהוא חייב בשלמא לרב מיחזי כמאן דחר חורתא לבניינא אלא לשמואל לאו גמר מלאכה הוא הכא במאי עסקינן דבזעיה ברמצא דפרזלא ושבקיה בגוויה דהיינו גמר מלאכה:
1 Und des Bohrens beim Mindesten schuldig. Einleuchtend ist dies nach Rabh, denn es hat den Anschein, als bohre man eine Luke in einem Bau, wieso aber ist man dieserhalb nach Šemuél schuldig, dies ist ja keine Beendigung der Arbeit!? – Dies gilt von dem Falle, wenn man mit einem eisernen Nagel bohrt und ihn stecken läßt; dies ist eine Beendigung der Arbeit.
ב זה הכלל: זה הכלל לאתויי מאי לאתויי דחק קפיזא בקבא:
2 D<small>IE</small> R<small>EGEL IST</small>. Was schließt diese Regel ein? Sie schließt den Fall ein, wenn man ein Kapiz an einem Kab zeichnet.
ג רשב"ג אומר המכה בקורנס על הסדן כו': מאי קעביד רבה ורב יוסף דאמרי תרוייהו מפני שמאמן את ידו קשו בה בני רחבה אלא מעתה חזא אומנתא בשבתא וגמר הכי נמי דמיחייב אלא אביי ורבא דאמרי תרוייהו שכן מרדדי טסי משכן עושין כן תניא נמי הכי רשב"ג אומר אף המכה בקורנס על הסדן בשעת מלאכה חייב שכן מרדדי טסי משכן עושין כן:
3 R. Š<small>IMO͑N B.</small> G<small>AMLIÉL SAGT, AUCH WER &amp;C. MIT DEM</small> H<small>AMMER AUF DEN</small> A<small>MBOSS SCHLÄGT</small>. Was tut er da!? – Rabba und R. Joseph erklärten beide, er übe dadurch seine Hand. Die Söhne Reḥabas wandten ein: Ist man demnach schuldig, wenn man am Šabbath der Ausübung eines Handwerkes zusieht und dabei lernt!? – Vielmehr, Abajje und Raba erklärten beide, weil die Plattenschläger bei der Errichtung der Stiftshütte so verfuhren. Desgleichen wird gelehrt: R. Šimo͑n b. Gamliél sagt, auch wer bei der Arbeit mit dem Hammer auf den Amboß schlägt, sei schuldig, denn so verfuhren die Plattenschläger bei der Errichtung der Stiftshütte.
ד <big><strong>מתני׳</strong></big> החורש כל שהוא המנכש והמקרסם והמזרד כל שהוא חייב המלקט עצים אם לתקן כל שהן אם להיסק כדי לבשל ביצה קלה המלקט עשבים אם לתקן כל שהוא אם לבהמה כמלא פי הגדי:
4 <b>W</b><small>ER DAS</small> M<small>INDESTE NUR PFLÜGT, JÔTET, BESCHNEIDET ODER LICHTET, IST SCHULDIG</small>. W<small>ER</small> H<small>OLZ AUFLIEST, IST, WENN ZUM</small> N<small>UTZEN</small>, <small>WEGEN DES</small> M<small>INDESTEN, UND WENN ZUM</small> B<small>RENNEN, WEGEN DES ZUM</small> K<small>OCHEN EINES LEICHTEN</small> E<small>IES ERFORDERLICHEN</small> Q<small>UANTUMS SCHULDIG</small>. W<small>ER</small> G<small>RAS SAMMELT, IST, WENN ZUM</small> N<small>UTZEN, WEGEN DES</small> M<small>INDESTEN, UND WENN ALS</small> V<small>IEHFUTTER, WEGEN DES</small> M<small>AULVOLLS EINER</small> Z<small>IEGE SCHULDIG</small>.
ה <big><strong>גמ׳</strong></big> למאי חזי חזי לביזרא דקרא דכוותה גבי משכן שכן ראוי לקלח אחד של סמנין:
5 GEMARA. Wofür nutzt dies? – Man kann da einen Kürbissamen säen. So geschah es auch bei der Errichtung der Stiftshütte, wo man eine Wurzel der Spezereien gesäet hat.
ו המנכש והמקרסם והמזרד: ת"ר התולש עולשין והמזרד זרדים אם לאכילה כגרוגרת אם לבהמה כמלא פי הגדי אם להיסק כדי לבשל ביצה קלה אם לייפות את הקרקע כל שהן
6 J<small>ÄTET, BESCHNEIDET ODER LICHTET</small>. Die Rabbanan lehrten: Wer Endivien ausreißt oder junge Reiser ausschneidet, ist, wenn zum Essen, wegen des Quantums einer Dörrfeige, wenn als Viehfutter, wegen des Maulvolls einer Ziege, wenn zum Brennen, wegen des zum Kochen eines leichten Eies erforderlichen Quantums, und wenn zum Nutzen des Bodens, wegen des Mindesten schuldig. –
ז אטו כולהו לא ליפות את הקרקע נינהו רבה ורב יוסף דאמרי תרוייהו באגם שנו אביי אמר אפילו תימא בשדה דלאו אגם וכגון דלא קמיכוין והא אביי ורבא דאמרי תרוייהו מודה רבי שמעון בפסיק רישיה ולא ימות לא צריכא דקעביד בארעא דחבריה:
7 Geschieht es denn auch in jenen Fällen nicht zum Nutzen des Bodens!? Rabba und R. Joseph erklärten beide, dies gelte von einer Wiese. Abajje erwiderte: Du kannst auch sagen, von einem Felde und keiner Wiese, wenn man es nicht beabsichtigt. – Aber Abajje und Raba sagen ja beide, R. Šimo͑n pflichte bei in [einem Falle, gleich] dem Kopfabschlagen ohne zu töten!? In dem Falle, wenn man dies auf dem Grundstücke seines Nächsten tut.
ח <big><strong>מתני׳</strong></big> הכותב שתי אותיות בין בימינו בין בשמאלו בין משם אחד בין משתי שמות בין משתי סמניות בכל לשון חייב אמר רבי יוסי לא חייבו שתי אותיות אלא משום רושם שכך כותבין על קרשי המשכן לידע איזו בן זוגו א"ר יהודה מצינו שם קטן משם גדול שם משמעון ומשמואל נח מנחור דן מדניאל גד מגדיאל:
8 <b>W</b><small>ER ZWEI</small> B<small>UCHSTABEN SCHREIBT, MIT DER</small> R<small>ECHTEN ODER MIT DER L<small>INKEN, GLEICHE ODER VERSCHIEDENE, AUCH WENN MIT ZWEIERLEI</small> T<small>INTE</small>, AUS JEDER</small> S<small>PRACHE, IST SCHULDIG</small>. R. J<small>OSE SAGTE</small>: D<small>AS SCHREIBEN ZWEIER</small> B<small>UCHSTABEN HABEN SIE NUR WEGEN</small> Z<small>EICHNENS ALS STRAFBAR ERKLÄRT</small>. S<small>OLCHE SCHRIEB MAN NÄMLICH AUF DIE</small> B<small>RETTER BEI DER</small> E<small>RRICHTUNG DER</small> S<small>TIFTSHÜTTE, UM DIE ZUSAMMENGEHÖRENDEN ZU ERKENNEN</small>. R. J<small>EHUDA SAGTE</small>: W<small>IR FINDEN KLEINE</small> N<small>AMEN, DIE EIN</small> T<small>EIL EINES GROSSEN</small> N<small>AMENS SIND, WIE</small> Š<small>EM VON</small> Š<small>IMO͑N ODER</small> Š<small>EMUÉL</small>, N<small>OAḤ VON</small> N<small>AḤOR</small>, D<small>AN VON</small> D<small>ANIEL</small>, G<small>AD VON</small> G<small>ADIÉL</small>.
ט <big><strong>גמ׳</strong></big> בשלמא אימין ליחייב משום דדרך כתיבה בכך אלא אשמאל אמאי הא אין דרך כתיבה בכך א"ר ירמיה באטר יד שנו ותהוי שמאל דידיה כימין דכ"ע ואשמאל ליחייב אימין לא ליחייב אלא אמר אביי בשולט בשתי ידיו
9 GEMARA. Erklärlich ist es, daß man schuldig ist, wenn mit der Rechten, weil dies die gewöhnliche Art des Schreibens ist, weshalb aber ist man schuldig, wenn mit der Linken, dies ist ja nicht die gewöhnliche Art des Schreibens!? R. Jirmeja erwiderte: Dies gilt von einem Linkshändigen. – Bei ihm sollte doch die Linke als Rechte eines jeden anderen gelten, und er sollte schuldig sein, wenn mit der Linken und nicht schuldig sein, wenn mit der Rechten!? Vielmehr, erklärte Abajje, dies gilt von dem, der beider Hände mächtig ist.
י רב יעקב בריה דבת יעקב אמר הא מני ר' יוסי היא דאמר לא חייבו שתי אותיות אלא משום רושם והא מדסיפא ר' יוסי היא רישא לאו ר' יוסי כולה רבי יוסי היא:
10 R. Aḥa, Sohn der Tochter Jaqobs, erklärte: Dies nach R. Jose, welcher sagt, sie haben das Schreiben zweier Buchstaben nur wegen Zeichnens als strafbar erklärt. – Wenn aber der Schlußsatz die Ansicht R. Joses lehrt, so vertritt ja der Anfangssatz nicht die Ansicht R. Joses!? – [Die ganze Mišna] ist nach R. Jose.
יא א"ר יהודה מצינו: אלא ר' יהודה שתי אותיות והן שני שמות הוא דמחייב שתי אותיות והן שם אחד לא מחייב
11 R. J<small>EHUDA SAGTE</small>: W<small>IR FINDEN.</small> Nach R. Jehuda ist man demnach nur wegen zweier verschiedener Buchstaben schuldig, nicht aber wegen zweier gleicher Buchstaben,
יב והתניא (ויקרא ד, כב) ועשה אחת יכול עד שיכתוב כל השם ועד שיארוג כל הבגד ועד שיעשה כל הנפה ת"ל מאחת
12 dagegen aber wird gelehrt: <i>Und eine [von diesen] ausüben;</i> man könnte glauben, [man sei nur dann schuldig,] wenn man den ganzen Namen schreibt, das ganze Gewand webt, oder das ganze Sieb fertigt, so heißt es: von ein er.
יג אי מאחת יכול אפילו לא כתב אלא אות אחת ולא ארג אלא חוט אחד ולא עשה אלא בית אחד בנפה
13 Man könnte nun glauben, [der Ausdruck] von einer deute darauf, [man sei schuldig,] auch wenn man nur einen Buchstaben schreibt, einen Faden webt, eine Masche an einem Siebe macht, so heißt es eine.