Shabbat 243

Kapitel 243

א א"ל כאותן של בית אביך
1 Dieser erwiderte: Wie die im Hause deines Vaters.
ב ואמר ר' אבא בר כהנא אמר ר' חנינא קרונות של בית רבי מותר לטלטלן בשבת א"ל ר' זירא בניטלין באדם אחד או בשני בני אדם א"ל כאותן של בית אביך
2 Ferner sagte R. Abba b. Kahana im Namen R. Ḥaninas: Die Handwagen im Hause Rabbis darf man am Šabbath fortbewegen. R. Zera sprach zu ihm: Sind es solche, die von einem Manne oder die von zweien geführt werden? Dieser erwiderte: Wie die im Hause deines Vaters.
ג ואמר ר' אבא בר כהנא התיר להם ר' חנינא לבית רבי לשתות יין בקרונות של נכרי בחותם אחד ולא ידענא אי משום דסבר לה כר' אליעזר אי משום אימתא דבי נשיאה:
3 Ferner sagte R. Abba b. Kahana: R. Ḥanina gestattete den Mitgliedern des Hauses Rabbis, Wein zu trinken, der mit nur einem Siegel versehen auf Handwagen von Nichtjuden geführt wurde; ich weiß aber nicht, ob er der Ansicht R. Elie͑zers war, oder ob er die Angst vor dem fürstlichen Hause berücksichtigte.
ד <big><strong>מתני׳</strong></big> נכרי שהדליק את הנר משתמש לאורו ישראל ואם בשביל ישראל אסור מילא מים להשקות בהמתו משקה אחריו ישראל ואם בשביל ישראל אסור עשה נכרי כבש לירד בו יורד אחריו ישראל ואם בשביל ישראל אסור מעשה ברבן גמליאל וזקנים שהיו באין בספינה ועשה נכרי כבש לירד בו וירדו בו ר"ג וזקנים:
4 <b>W</b><small>ENN EIN</small> N<small>ICHTJUDE EINE</small> L<small>EUCHTE ANGESTECKT HAT, SO DARF SICH EIN</small> J<small>ISRAÉLIT IHRES</small> L<small>ICHTES BEDIENEN; WENN ABER FÜR DEN</small> J<small>ISRAELITEN, SO IST ES VERBOTEN</small>. H<small>AT ER</small> W<small>ASSER ZUM</small> T<small>RÄNKEN SEINES</small> V<small>IEHS GESCHÖPFT, SO DARF EIN</small> J<small>ISRAÉLIT HINTERHER SEIN</small> V<small>IEH TRÄNKEN; WENN ABER FÜR DEN</small> J<small>ISRAÉLITEN, SO IST ES VERBOTEN</small>. H<small>AT ER EINE</small> L<small>ANDUNGSBRÜCKE ZUM</small> A<small>BSTEIGEN GEMACHT, SO DARF HINTERHER EIN</small> J<small>ISRAÉLIT ABSTEIGEN; WENN ABER FÜR DEN</small> J<small>ISRAÉLITEN, SO IST ES VERBOTEN</small>. E<small>INST KAMEN</small> R. G<small>AMLIÉL UND DIE</small> Ä<small>LTESTEN MIT EINEM</small> S<small>CHIFFE AN, UND ALS EIN</small> N<small>ICHTJUDE EINE</small> L<small>ANDUNGSBRÜCKE GEMACHT HATTE, UM ABZUSTEIGEN, STIEGEN AUCH</small> R. G<small>AMLIEL UND DIE</small> Ä<small>LTESTEN AB</small>.
ה <big><strong>גמ׳</strong></big> וצריכא דאי אשמעינן נר משום דנר לאחד נר למאה אבל מים ליגזר דילמא אתי לאפושי בשביל ישראל וכבש ל"ל מעשה דרבן גמליאל וזקנים קמ"ל
5 GEMARA. Und [alle Fälle] sind nötig. Würde er es nur von der Leuchte gelehrt haben, [so könnte man glauben,] nur bei einer Leuchte, weil [man sagt:] ein Licht für einen, ein Licht für hundert, beim Wasser aber sei zu berücksichtigen, er könnte wegen des Jisraéliten mehr [schöpfen]. – Wozu ist dies von der Landungsbrücke nötig? – Um uns das Ereignis von R. Gamliél und den Ältesten zu erzählen.
ו ת"ר נכרי שליקט עשבים מאכיל אחריו ישראל ואם בשביל ישראל אסור מילא מים להשקות בהמתו משקה אחריו ישראל ואם בשביל ישראל אסור בד"א שאין מכירו אבל מכירו אסור
6 Die Rabbanan lehrten: Wenn ein Nichtjude Gras zusammengelesen hat, so darf ein Jisraélit hinterher von diesem sein Vieh füttern; wenn aber für den Jisraéliten, so ist es verboten. Wenn er Wasser zum Tränken seines Viehs geschöpft hat, so darf ein Jisraélit hinterher sein Vieh tränken; wenn aber für den Jisraéliten, so ist es verboten. Dies jedoch nur dann, wenn es kein Bekannter ist, ist es aber ein Bekannter, so ist es verboten. –
ז איני והאמר רב הונא אמר רבי חנינא מעמיד אדם בהמתו על גבי עשבים בשבת אבל לא על גבי מוקצה בשבת דקאים לה באפה ואזלא היא ואכלה
7 Dem ist ja aber nicht so, R. Hona sagte ja im Namen R. Ḥaninas, daß man am Šabbath sein Vieh aufs Gras bringen darf, nicht aber neben Abgesondertes!? – Wenn man nur daneben steht, das Vieh aber selbst weiter geht und frißt.
ח אמר מר בד"א שאין מכירו אבל מכירו אסור הא רבן גמליאל מכירו הוה אמר אביי שלא בפניו הוה רבא אמר אפי' תימא בפניו נר לאחד נר למאה
8 Der Meister sagte: Dies jedoch nur dann, wenn es kein Bekannter ist, wenn es aber ein Bekannter ist, so ist es verboten. Bei R. Gamliél war es ja ein Bekannter!? Abajje erwiderte: Es war in seiner Abwesenheit. Raba erwiderte: Du kannst auch sagen, in seiner Gegenwart, denn auch da hieß es: Ein Licht für einen, ein Licht für hundert.
ט מיתיבי אמר להן רבן גמליאל הואיל ושלא בפנינו עשאו נרד בו אימא הואיל ועשאו נרד בו
9 Man wandte ein: R. Gamliél sprach zu ihnen: Da er sie in unserer Abwesenheit gemacht hatte, so wollen wir über diese hinabsteigen!? – Lies: da er sie bereits gemacht hat, so wollen wir über diese hinabsteigen. –
י תא שמע עיר שישראל ונכרים דרין בתוכה והיתה בה מרחץ המרחצת בשבת אם רוב נכרים מותר לרחוץ בה מיד אם רוב ישראל ימתין בכדי שיחמו חמין התם כי מחממי אדעתא דרובא מחממי
10 Komm und höre: Wenn in einer Stadt, in der Jisraéliten und Nichtjuden wohnen, eine Badeanstalt vorhanden ist, die am Šabbath in Betrieb ist, so darf man da, falls die Mehrheit aus Nichtjuden besteht, [abends] sofort baden, falls aber die Mehrheit aus Jisraéliten besteht, erst nach einem Zeitraume, in dem das Wasser heiß werden kann!? – Da wird das Wasser für die Mehrheit aufgewärmt. –
יא תא שמע נר הדלוק במסיבה אם רוב נכרים מותר להשתמש לאורה אם רוב ישראל אסור מחצה על מחצה אסור התם נמי כי מדלקי
11 Komm und höre: Wenn eine Leuchte in einer Gesellschaft brennt, so ist es, falls die Mehrheit aus Nichtjuden besteht, erlaubt, falls die Mehrheit aus Jisraéliten besteht, verboten, sich ihres Lichtes zu bedienen; wenn Hälfte gegen Hälfte, so ist es ebenfalls verboten!? –