Shabbat 242

Kapitel 242

א אייתו להו פורייתא לרב חנן בר רבא לא אייתו ליה אשכחיה מתני ליה לבריה ועל צואה של קטן מפני קטן א"ל אבין שטיא מתני שטותא לבניה והלא היא עצמה מוכנת לכלבים וכ"ת דלא חזיא ליה מאתמול והתניא נהרות המושכין ומעיינות הנובעין הרי הן כרגלי כל אדם
1 für R. Ḥanan b. Raba aber nicht. Da traf er jenen, seinen Sohn lehren: Über den Kot eines Kindes, wegen des Kindes. Da sprach er: Der törichte Abin lehrt seinen Sohn Torheit! Man darf ja den Kot selbst für die Hunde fortschaffen. Wolltest du sagen, weil, er am vorangehenden Tage noch nicht vorhanden war, so wird ja gelehrt, schäumende Flüsse und sprudelnde Quellen gleichen dem Gang eines Menschen. –
ב ואלא היכי אתנייה אימא על צואה של תרנגולים מפני קטן
2 Wie denn sollte ich es lehren? – Lies: über den Hühnerkot, wegen eines Kindes. –
ג ותיפוק ליה דהוי גרף של רעי וכ"ת גרף של רעי אגב מנא אין איהו גופיה לא והא ההוא עכבר דאישתכח באיספרמקי דרב אשי ואמר להו נקוטו בצוציתיה ואפקוה באשפה וקטן באשפה מאי בעי ליה בחצר חצר נמי גרף של רעי הוא באשפה שבחצר:
3 Aber dies sollte doch schon als Kotbecken [erlaubt sein]!? Wolltest du erwidern, beim Kotbecken sei das Fortbringen nur mit dem Gefäße erlaubt, den Kot allein aber nicht, so sagte ja R. Aši, als man einst eine Maus in seinem Gewürze fand: Faßt sie beim Schwänze und bringt sie fort. – Vielmehr, wenn [der Kot] sich auf einem Misthaufen befindet. – Wie kommt ein Kind auf einen Misthaufen? – Wenn im Hofe. – Im Hofe gleicht er ja einem Kotbecken!? – Auf einem Misthaufen im Hofe.
ד ועל עקרב שלא תישך: א"ר יהושע בן לוי כל המזיקין נהרגין בשבת מתיב רב יוסף חמשה נהרגין בשבת ואלו הן זבוב שבארץ מצרים וצירעה שבנינוה ועקרב שבחדייב ונחש שבא"י וכלב שוטה בכל מקום מני אילימא ר' יהודה הא אמר מלאכה שאינה צריכה לגופה חייב עליה אלא לאו ר"ש והני הוא דשרי אחריני לא
4 U<small>ND ÜBER EINEN</small> S<small>KORPION, DAMIT ER NIGHT BEISSE.</small> R. Jehošua͑ b. Levi sagte: Alle schädlichen Tiere dürfen am Šabbath getötet werden. R. Joseph wandte ein: Fünf dürfen am Šabbath getötet werden, und zwar: die Fliege in Miçrajim, die Hornis in Ninve, der Skorpion in Adjabene, die Schlange in Jisraélland und der tolle Hund überall. Nach wem: wollte man sagen, nach R. Jehuda, so ist er ja der Ansicht, man sei wegen einer nicht um ihrer selbst willen nötigen Arbeit schuldig; doch wohl nach R. Šimo͑n, und nur diese darf man [töten], andere aber nicht!?
ה אמר ר' ירמיה ומאן נימא לן דהא מתרצתא היא דילמא משבשתא היא אמר רב יוסף אנא מתנינא לה ואותיבנא לה ואנא מתריצנא לה ברצו אחריו ודברי הכל
5 R. Jirmeja entgegnete: wer sagt uns, daß diese Lehre eine korrekte ist, vielleicht ist sie fehlerhaft? R. Joseph erwiderte: Ich habe sie aufgenommen, ich habe sie vorgetragen, und ich will sie auch erklären: wenn [die Tiere] ihn angreifen, und zwar nach aller Ansicht.
ו תני תנא קמיה דרבא בר רב הונא ההורג נחשים ועקרבים בשבת אין רוח חסידים נוחה הימנו א"ל ואותן חסידים אין רוח חכמים נוחה מהם ופליגא דרב הונא דרב הונא חזייה לההוא גברא דקא קטיל זיבורא א"ל שלימתינהו לכולהו
6 Ein Schüler rezitierte vor Raba b. R. Hona: Wer am Šabbath Schlangen und Skorpione tötet, mit dem sind die Frommen unzufrieden. Da sprach dieser zu ihm: Die Weisen aber sind mit diesen Frommen unzufrieden. Er streitet somit gegen R. Hona, denn R. Hona sprach einst zu einem Manne, den er eine Biene töten sah: Hast du sie nun alle ausgerottet?
ז ת"ר נזדמנו לו נחשים ועקרבים הרגן בידוע שנזדמנו לו להורגן לא הרגן בידוע שנזדמנו להורגו ונעשה לו נס מן השמים אמר עולא ואיתימא רבה בר בר חנה א"ר יוחנן בנישופין בו
7 Die Rabbanan lehrten: Wenn jemand auf Schlangen und Skorpione stößt und sie tötet, so ist es sicher, daß er auf sie gestoßen ist, um sie zu töten, und wenn er sie nicht tötet, so ist es sicher, daß er auf sie gestoßen ist, damit sie ihn töten, nur ist ihm durch den Himmel ein Wunder geschehen. U͑la, wie manche sagen, Rabba b. Bar Ḥana sagte im Namen R. Joḥanans: Dies nur, wenn sie gegen ihn zischen.
ח א"ר אבא בר כהנא פעם אחת נפל אחד בבהמ"ד ועמד ניותי אחד והרגו אמר רבי פגע בו כיוצא בו
8 R. Abba b. Kahana erzählte: Einst geriet ein solches [Tier] ins Lehr haus; da erhob sich ein Nabatäer und schlug es nieder. Darauf sprach Rabbi: Es wurde von seinesgleichen niedergeschlagen.
ט איבעיא להו פגע בו כיוצא בו דשפיר עביד או לא ת"ש דר' אבא בריה דר' חייא בר אבא ור' זירא הוו יתבי אקילעא דבי ר' ינאי נפק מילתא מבינייהו בעו מיניה מר' ינאי מהו להרוג נחשים ועקרבים בשבת אמר להו צירעה אני הורג נחש ועקרב לא כ"ש דילמא לפי תומו דאמר רב יהודה רוק דורסו לפי תומו ואמר רב ששת נחש דורסו לפי תומו ואמר רב קטינא עקרב דורסו לפי תומו
9 Sie fragten: «Von seinesgleichen niedergeschlagen», daß er recht getan hat, oder nicht [recht getan]? – Komm und höre: R. Abba, Sohn des R. Ḥija b. Abba, und R. Zera saßen am Eingang des Hauses R. Jannajs, und beide richteten sie an R. Jannaj folgende Frage: Darf man Schlangen und Skorpione am Šabbath töten? Er erwiderte ihnen: Ich töte sogar eine Hornis, um so mehr eine Schlange oder einen Skorpion. – Vielleicht nur harmlos. So sagte auch R. Jehuda, man dürfe Speichel harmlos zertreten. R. Šešeth sagte, man dürfe eine Schlange harmlos zertreten. R. Qaṭṭina sagte, man dürfe einen Skorpion harmlos zertreten.
י אבא בר מרתא דהוא אבא בר מניומי הוה מסקי ביה דבי ריש גלותא זוזי אייתיוהו קא מצערא ליה הוה שדי רוקא אמר להו ריש גלותא אייתו מאנא סחיפו עלויה אמר להו לא צריכתו הכי א"ר יהודה רוק דורסו לפי תומו אמר להו צורבא מרבנן הוא שבקוהו
10 An Abba b. Martha, das ist nämlich Abba b. Minjorni, hatten sie im Hause des Exilarchen eine Geldforderung, und als sie ihn einst kommen ließen und ihn quälten, spuckte er vor ihnen aus. Da sprach der Exilarch zu ihnen: Holt ein Gewand her und breitet es darüber. Darauf sprach er zu ihnen: Dies habt ihr ja gar nicht nötig; R. Jehuda sagte, man dürfe Speichel harmlos zertreten. Hierauf sprach jener: Er ist wohl ein Gelehrtenjünger; lasset von ihm ab.
יא אמר ר' אבא בר כהנא א"ר חנינא פמוטות של בית רבי מותר לטלטלן בשבת א"ל ר' זירא בניטלין בידו אחת או בשתי ידים
11 R. Abba b. Kahana sagte im Namen R. Ḥaninas: Die Kandelaberlampen im Hause Rabbis darf man am Šabbath fortbewegen. R. Zera sprach zu ihm: Sind es solche, die man mit einer Hand, oder die man mit beiden trägt?