Shabbat 241

Kapitel 241

א טבילה בזמנה לאו מצוה ומהדרינן ור' יוסי סבר טבילה בזמנה מצוה ולא מהדרינן
1 das Baden zur festgesetzten Zeit sei keine Pflicht, daher suche man danach, und R. Jose ist der Ansicht, das Baden zur festgesetzten Zeit sei eine Pflicht, daher suche man danach nicht. –
ב וסבר ר' יוסי טבילה בזמנה מצוה והתניא הזב והזבה המצורע והמצורעת בועל נדה וטמא מת טבילתן ביום נדה ויולדת טבילתן בלילה בעל קרי טובל והולך כל היום כולו ר' יוסי אומר מן המנחה ולמעלה אינו צריך לטבול ההיא ר' יוסי בר' יהודה היא דאמר דייה טבילה באחרונה:
2 Ist R. Jose denn der Ansicht, das Baden zur festgesetzten Zeit sei eine Pflicht, es wird ja gelehrt: Der Flußbehaftete, die Flußbehaftete, der Aussätzige, die Aussätzige, wer einer Menstruierenden beigewohnt hat, und wer sich durch einen Leichnam verunreinigt hat, nehmen das Reinigungsbad am Tage, die Menstruierende und die Wöchnerin nehmen es nachts, der Samenergußbehaftete nehme das Tauchbad während des ganzen Tages; R. Jose sagt, von der Vesperzeit ab nehme er das Tauchbad nicht mehr!? – Das ist R. Jose b. Jehuda, welcher sagt, es genüge, wenn man das Bad zum Schlusse nimmt.
ג <big><strong>מתני׳</strong></big> נכרי שבא לכבות אין אומרים לו כבה ואל תכבה מפני שאין שביתתו עליהן אבל קטן שבא לכבות אין שומעין לו מפני ששביתתו עליהן:
3 <b>W</b><small>ENN EIN</small> N<small>ICHTJUDE LÖSCHEN KOMMT, SO SAGE MAN ZU IHM NICHT</small>: ‘L<small>ÖSCHE</small>’, <small>AUCH NICHT</small>: ‘L<small>ÖSCHE NICHT</small>’, <small>WEIL EINEM DAS</small> F<small>EIERN DESSELBEN NICHT OBLIEGT; WENN ABER EIN</small> M<small>INDERJÄHRIGER LÖSCHEN KOMMT, SO LASSE MAN IHN NICHT, WEIL EINEM DAS</small> F<small>EIERN DESSELBEN OBLIEGT.</small>
ד <big><strong>גמ׳</strong></big> א"ר אמי בדליקה התירו לומר כל המכבה אינו מפסיד נימא מסייע ליה נכרי שבא לכבות אין אומרים לו כבה ואל תכבה מפני שאין שביתתו עליהן כבה הוא דלא אמרינן ליה הא כל המכבה אינו מפסיד אמרינן ליה אימא סיפא אל תכבה לא אמרינן ליה וכל המכבה אינו מפסיד נמי לא אמרינן ליה אלא מהא ליכא למשמע מינה
4 GEMARA. R. Ami sagte: Man hat bei einer Feuersbrunst zu sagen erlaubt: wenn einer löscht, so soll es sein Schaden nicht sein. Für ihn wäre eine Stütze zu erbringen: Wenn ein Nichtjude löschen kommt, so sage man ihm nicht: ‘Lösche’, auch nicht: ‘Lösche nicht’, weil einem das Feiern desselben nicht obliegt. Man darf ihn demnach nur zum Löschen nicht auffordern, wohl aber darf man sagen: wenn einer löscht, so soll es sein Schaden nicht sein. – Wie ist demnach der Schlußsatz zu erklären: Auch nicht: ‘Lösche nicht’, man braucht ihm: ‘Lösche nicht’, nicht zu sagen, jedoch ist es zu sagen verboten: wenn einer löscht, so soll es sein Schaden nicht sein!? – Hieraus ist vielmehr nichts zu entnehmen.
ה ת"ר מעשה ונפלה דליקה בחצירו של יוסף בן סימאי בשיחין ובאו אנשי גיסטרא של ציפורי לכבות מפני שאפטרופוס של מלך היה ולא הניחן מפני כבוד השבת ונעשה לו נס וירדו גשמים וכיבו לערב שיגר לכל אחד מהן שתי סלעין ולאפרכוס שבהן חמשים וכששמעו חכמים בדבר אמרו לא היה צריך לכך שהרי שנינו נכרי שבא לכבות אין אומרים לו כבה ואל תכבה:
5 Die Rabbanan lehrten: Einst brach eine Feuersbrunst aus im Hofe des Joseph b. Simaj zu Šiḥin und Leute aus der Festung von Sepphoris waren gekommen, sie zu löschen, denn er war ein königlicher Verwaltungsbeamter; er aber ließ es nicht zu, wegen der Ehrung des Šabbaths. Da geschah ihm das Wunder, daß ein Regen niederschlug und das Feuer löschte. Abends sandte er einem jeden von ihnen zwei Sela͑und ihrem Eparchen fünfzig. Als die Weisen davon hörten, sprachen sie: Dies war nicht nötig; denn es wird gelehrt, wenn ein Nichtjude löschen kommt, so sage man ihm nicht: ‘Lösche’, auch nicht: ‘Lösche nicht’.
ו אבל קטן שבא לכבות אין שומעין לו מפני ששביתתו עליהן: שמעת מינה קטן אוכל נבלות ב"ד מצווין עליו להפרישו אמר רבי יוחנן בקטן העושה לדעת אביו דכוותה גבי נכרי דקא עביד לדעתיה דישראל מי שרי נכרי לדעתיה דנפשיה עביד:
6 W<small>ENN ABER EIN</small> M<small>INDERJÄHRIGER LÖSCHEN KOMMT, SO LASSE MAN IHN NICHT, WEIL EINEM DAS</small> F<small>EIERN DESSELBEN OBLIEGT.</small> Hieraus wäre zu entnehmen, daß, wenn ein Minderjähriger Aas ißt, das Gericht verpflichtet sei, ihn davon abzuhalten? R. Joḥanan erwiderte: Dies gilt von einem Minderjährigen, der es im Sinne seines Vaters tut. – Dementsprechend gilt dies von einem Nichtjuden, der es im Sinne des Jisraéliten tut; ist dies denn erlaubt? – Ein Nichtjude tut es im eigenen Interesse.
ז <big><strong>מתני׳</strong></big> כופין קערה על גבי הנר בשביל שלא תאחוז בקורה ועל צואה של קטן ועל עקרב שלא תישך א"ר יהודה מעשה בא לפני רבן יוחנן בן זכאי בערב ואמר חוששני לו מחטאת:
7 <b>M</b><small>AN DARF EINEN</small> T<small>ELLER ÜBER EIN</small> L<small>ICHT STÜLPEN, DAMIT ES NICHT DEN</small> B<small>ALKEN ERFASSE, ÜBER DEN</small> K<small>OT EINES</small> K<small>INDES UND ÜBER EINEN</small> S<small>KORPION, DAMIT ER NICHT BEISSE</small>. R. J<small>EHUDA ERZÄHLTE</small>: E<small>INST KAM EIN SOLCHER</small> F<small>ALL VOR</small> R. J<small>OḤANAN B.</small> Z<small>AKKAJ IN</small> A͑<small>RAB, UND ER SPRACH:</small> I<small>CH BEFÜRCHTE, DASS MAN DIESERHALB</small><small>EIN</small> S<small>ÜNDOPFER SCHULDIG IST</small>.
ח <big><strong>גמ׳</strong></big> רב יהודה ורב ירמיה בר אבא ורב חנן בר רבא איקלעו לבי אבין דמן נשיקיא לרב יהודה ורב ירמיה בר אבא
8 GEMARA. R. Jehuda, R. Jirmeja b. Abba und R. Ḥanan b. Raba waren bei R. Abin aus Nešiqja, und man brachte Ruhebetten für R. Jehuda und für R. Jirmeja b. Abba,