Shabbat 282

Kapitel 282

א במה מגררו א"ר אבהו בגב סכין
1 Womit darf man ihn abkratzen? R. Abahu erwiderte: Mit der Rückenseite eines Messers.
ב א"ל ההוא סבא סמי דידך מקמי הא דתני רבי חייא אין מגררין לא מנעל חדש ולא מנעל ישן ולא יסוך את רגלו שמן והוא בתוך המנעל או בתוך הסנדל אבל סך את רגלו שמן ומניח בתוך המנעל או בתוך הסנדל וסך כל גופו שמן ומתעגל ע"ג קטבליא ואינו חושש
2 Da sprach ein Greis zu ihm: Streiche deine Lehre wegen der folgenden, die R. Ḥija lehrte: Man darf [den Schmutz] weder von einem neuen noch von einem alten Schuh abkratzen. Ferner darf man den im Schuh oder in der Sandale steckenden Fuß nicht mit Öl bestreichen, wohl aber darf man den Fuß mit Öl bestreichen und ihn in den Schuh oder in die Sandale stecken. Man darf auch den ganzen Körper mit Öl schmieren und sich dann ohne Bedenken auf einer gegerbten Haut wälzen.
ג אמר רב חסדא לא שנו אלא לצחצחו אבל לעבדו אסור
3 R. Ḥisda sagte: Dies wurde von dem Falle gelehrt, wenn man sie blank machen will, wenn man sie aber bearbeiten will, ist es verboten. —
ד לעבדו פשיטא ותו לצחצחו מי איכא מאן דשרי
4 Selbstverständlich!? Und gibt es denn jemand, der sie blank zu machen erlaubt!? —
ה אלא אי איתמר הכי איתמר אמר רב חסדא לא שנו אלא שיעור לצחצחו אבל שיעור לעבדו אסור
5 Vielmehr, ist dies gelehrt worden, so wird es wie folgt lauten: R. Ḥisda sagte: Dies wurde nur von dem Falle gelehrt, wenn man [soviel Öl verwendet], daß sie blank wird, soviel aber, daß man sie bearbeiten kann, ist verboten.
ו ת"ר לא יצא קטן במנעל גדול אבל יוצא הוא בחלוק גדול
6 Die Rabbanan lehrten: Ein Kleiner darf nicht mit dem Schuh eines Großen ausgehen, wohl aber darf er mit dem Gewande eines Großen ausgehen;
ז ולא תצא אשה במנעל מרופט ולא תחלוץ בו ואם חלצה חליצתה כשרה
7 eine Frau darf nicht mit einem geplatzten Schuh ausgehen, auch darf sie mit einem solchem die Ḥaliça nicht vollziehen; hat sie sie vollzogen, so ist sie gültig.
ח ואין יוצאין במנעל חדש באיזה מנעל אמרו במנעל של אשה
8 Man darf ferner nicht mit einem neuen Schuh ausgehen. Von welchem Schuh sagten sie dies? Von einem Frauenschuh.
ט תני בר קפרא ל"ש אלא שלא יצאה בו שעה אחת מבעוד יום אבל יצאה בו מע"ש מותר
9 Bar Qappara lehrte: Dies wurde nur von dem Falle gelehrt, wenn sie mit diesem nicht eine Stunde vor Tages[ende] ausgegangen ist, ist sie aber mit diesem am Vorabend des Šabbaths ausgegangen, so ist es erlaubt.
י תני חדא שומטין מנעל מעל גבי אימוס ותניא אידך אין שומטין לא קשיא הא ר' אליעזר הא רבנן
10 Eines lehrt, man dürfe einen Schuh vom Leisten herunterziehen, und ein anderes lehrt, man dürfe ihn nicht herunterziehen!? — Das ist kein Widerspruch; dies nach R. Elie͑zer und jenes nach den Rabbanan.
יא דתנן מנעל שעל גבי אימוס רבי אליעזר מטהר וחכמים מטמאים
11 Es wird nämlich gelehrt: Der Schuh auf dem Leisten ist nach R. Elie͑zer rein und nach den Weisen verunreinigungsfähig. —
יב הניחא לרבא דאמר דבר שמלאכתו לאיסור בין לצורך גופו בין לצורך מקומו מותר שפיר
12 Einleuchtend ist dies nach Raba, welcher sagt, man dürfe eine Sache, die für eine [am Šabbath] verbotene Arbeit bestimmt ist, sowohl um ihrer selbst willen, als auch ihres Platzes wegen [fortbewegen],
יג אלא לאביי דאמר לצורך גופו מותר לצורך מקומו אסור מאי איכא למימר
13 wie ist es aber nach Abajje zu erklären, welcher sagt, man dürfe sie nur um ihrer selbst willen [fortbewegen], nicht aber ihres Platzes wegen!? —
יד הכא במאי עסקינן ברפוי דתניא רבי יהודה אומר אם היה רפוי מותר
14 Dies gilt von dem Falle, wenn [der Schuh] lose sitzt. Es wird nämlich gelehrt: R. Jehuda sagt, sitzt er lose, sei es erlaubt. —
טו טעמא דרפוי הא לא רפוי לא הניחא לאביי דאמר דבר שמלאכתו לאיסור לצורך גופו מותר לצורך מקומו אסור שפיר
15 Nur wenn er lose sitzt, nicht aber, wenn er straff sitzt; einleuchtend ist es nach Abajje, welcher sagt, man dürfe eine Sache, die für eine [am Šabbath] verbotene Arbeit bestimmt ist, um ihrer selbst willen [fortbewegen], nicht aber ihres Platzes wegen,
טז אלא לרבא דאמר בין לצורך גופו בין לצורך מקומו מותר מאי איריא רפוי אפי' לא רפוי נמי
16 wieso aber ist es nach Raba, welcher sagt, man dürfe sie sowohl um ihrer selbst willen, als auch ihres Platzes wegen [fortbewegen], nur bei einem lose sitzenden erlaubt, es sollte ja auch bei einem straff sitzenden erlaubt sein!? —
יז ההיא דרבי יהודה משום דרבי אליעזר הוא דתניא ר' יהודה אומר משום רבי אליעזר אם היה רפוי מותר:
17 Die Lehre R. Jehudas bezieht sich auf die Ansicht R. Elie͑zers, denn es wird gelehrt: R. Jehuda sagte im Namen R. Elie͑zers: Wenn er lose sitzt, ist es erlaubt.
יח <br><br><big><strong>הדרן עלך תולין</strong></big><br><br>
18 
יט מתני׳ <big><strong>נוטל</strong></big> אדם את בנו והאבן בידו וכלכלה והאבן בתוכה ומטלטלין תרומה טמאה עם הטהורה ועם החולין
19 <b>M</b><small>AN DARF SEIN</small> K<small>IND MIT EINEM</small> S<small>TEINE IN DER</small> H<small>AND AUFNEHMEN</small>, <small>EBENSO EINEN</small> K<small>ORB MIT EINEM</small> S<small>TEINE DARIN</small>. M<small>AN DARF MIT DER REINEN</small> H<small>EBE AUCH UNREINE FORTBEWEGEN, EBENSO MIT</small> P<small>ROFANEM</small>.
כ רבי יהודה אומר אף מעלין את המדומע באחד ומאה:
20 R. J<small>EHUDA SAGT, MAN DÜRFE AUCH DAS</small> H<small>UNDERTUNDEINEM</small> B<small>EIGEMISCHTE</small><small>HERAUSNEHMEN</small>.
כא <big><strong>גמ׳</strong></big> אמר רבא הוציא תינוק חי וכיס תלוי בצוארו חייב משום כיס תינוק מת וכיס תלוי לו בצוארו פטור
21 GEMARA. Raba sagte: Wenn jemand ein lebendiges Kind mit einem am Halse hängenden Beutelchen hinausträgt, so ist er wegen des Beutelchens schuldig; wenn ein totes Kind mit einem am Halse hängenden Beutelchen, so ist er frei. —
כב תינוק חי וכיס תלוי לו בצוארו חייב משום כיס וליחייב נמי משום תינוק
22 «Ein lebendiges Kind mit einem am Halse hängenden Beutelchen, so ist er wegen des Beutelchens schuldig.» Er sollte doch auch wegen des Kindes schuldig sein!? —
כג רבא כרבי נתן סבירא ליה דאמר חי נושא את עצמו
23 Raba ist der Ansicht R. Nathans, welcher sagt, das Lebende trage sich selber. —
כד וליבטל כיס לגבי תינוק מי לא תנן את החי במטה פטור אף על המטה שהמטה טפילה לו
24 Das Beutelchen sollte doch gegenüber dem Kinde unwesentlich sein!? Wir haben gelernt: Wer einen Lebenden in einem Bette hinausträgt, ist auch wegen des Bettes frei, weil das Bett diesem gegenüber nur Nebensächliches ist. —
כה מטה לגבי חי מבטלי ליה כיס לגבי תינוק לא מבטלי ליה
25 Das Bett gegenüber dem Lebenden ist unwesentlich, das Beutelchen gegenüber dem Kinde ist nicht unwesentlich. —
כו תינוק מת וכיס תלוי לו בצוארו פטור וליחייב משום תינוק רבא כר"ש ס"ל דאמר כל מלאכה שא"צ לגופה פטור עליה
26 «Wenn ein totes Kind mit einem am Halse hängenden Beutelchen, so ist er frei.» Er sollte doch wegen des Kindes schuldig sein!? — Raba ist der Ansicht R. Šimo͑ns, welcher sagt, man sei wegen einer an sich nicht nötigen Arbeit frei. —
כז תנן נוטל אדם את בנו והאבן בידו אמרי דבי רבי ינאי בתינוק שיש לו גיעגועין על אביו
27 Wir haben gelernt: Man darf sein Kind mit einem Steine in der Hand aufnehmen!? — In der Schule R. Jannajs erklärten sie: Wenn ein Kind nach seinem Vater verlangt. —
כח אי הכי
28 Wieso demnach