Shabbat 283

Kapitel 283

א מאי איריא אבן אפילו דינר נמי אלמה אמר רבא לא שנו אלא אבן אבל דינר אסור אבן אי נפלה לה לא אתי אבוה לאיתויי דינר אי נפיל אתי אבוה לאתויי
1 mit einem Steine, es sollte doch auch mit einem Denar in der Hand erlaubt sein; wieso sagte Raba, dies sei nur von einem Steine gelehrt worden, mit einem Denar aber sei es verboten!? — Wenn ein Stein herabfällt, wird der Vater ihn zu holen nicht verleitet, wenn ein Denar herabfällt, wird der Vater ihn zu holen verleitet.
ב תניא כוותיה דרבא המוציא כליו מקופלים ומונחים על כתפו וסנדליו וטבעותיו בידו חייב ואם היה מלובש בהן פטור
2 Übereinstimmend mit Raba wird gelehrt: Wer seine Kleider auf der Schulter zusammengerollt, seine Schuhe und Ringe in der Hand hinausträgt, ist schuldig; hat er sie an, so ist er frei.
ג המוציא אדם וכליו עליו וסנדליו ברגליו וטבעותיו בידיו פטור ואילו הוציאן כמות שהן חייב:
3 Wer einen Menschen hinausträgt, der seine Kleider am Körper, seine Schuhe an den Füßen und seine Ringe an den Händen hat, ist frei. Wenn man sie aber, wie sie sind, hinausträgt, ist man schuldig.
ד כלכלה והאבן בתוכה: ואמאי תיהוי כלכלה בסיס לדבר האסור אמר רבה בר בר חנה אמר ר' יוחנן הכא בכלכלה מלאה פירות עסקינן ולישדינהו לפירי ונישדי לאבן ונינקטינהו בידים כדרבי אלעי אמר רב בפירות המיטנפין ה"נ בפירות המיטנפין
4 E<small>INEN</small> K<small>ORB MIT EINEM</small> S<small>TEINE DARIN</small>. Wieso denn, der Korb sollte doch als Untersatz für einen verbotenen Gegenstand gelten!? Rabba b. Bar Ḥana erwiderte im Namen R. Joḥanans: Dies gilt von einem Korbe voll Früchte. Man kann ja die Früchte samt dem Steine ausschütten und [die Früchte] dann auflesen!? — Wie R. Elea͑j erklärt hat, dies gelte von Früchten, die leicht schmutzig werden, ebenso auch hier, wenn es Früchte sind, die leicht schmutzig werden. —
ה ולינערינהו נעורי אמר רב חייא בר אשי אמר רבא הכא בכלכלה פחותה עסקינן דאבן גופה נעשית דופן לכלכלה:
5 Man kann sie ja schütteln!? Vielmehr erklärte R. Ḥija b. Aši im Namen Rabhs, dies gelte von einem beschädigten Korbe, wo der Stein selbst als Wandung desselben dient.
ו מטלטלין תרומה וכו': אמר רב חסדא לא שנו אלא שטהורה למטה וטמאה למעלה אבל טהורה למעלה וטמאה למטה שקיל ליה לטהורה ושביק ליה לטמאה
6 M<small>AN DARF &amp;C</small>. H<small>EBE FORTBEWEGEN</small>. R. Ḥisda lehrte: Dies lehrten sie nur von dem Falle, wenn sich die reine unten und die unreine oben befindet, wenn aber die reine oben und die unreine unten, so nehme man die reine und lasse die unreine zurück. —
ז וכי טהורה למטה נמי לישדינהו ולינקטינהו אמר רבי אלעי אמר רב בפירות המיטנפין עסקינן
7 Auch wenn die reine unten ist, kann man ja alles ausschütten und [die reine] auflesen!? R. Elea͑j erwiderte im Namen Rabhs: Dies gilt von Früchten, die leicht schmutzig werden.
ח מיתיבי מטלטלין תרומה טמאה עם הטהורה ועם החולין בין שטהורה למעלה וטמאה למטה בין שטמאה למעלה וטהורה למטה תיובתא דרב חסדא
8 Man wandte ein: Man darf mit der reinen Hebe auch die unreine fortbewegen, ebenso mit Profanem, einerlei ob die reine oben und die unreine unten, oder die unreine oben und die reine unten sich befindet. Dies ist ja eine Widerlegung R. Ḥisdas!? —
ט אמר לך רב חסדא מתניתין לצורך גופו ברייתא לצורך מקומו
9 R. Ḥisda kann dir erwidern, unsere Mišna spreche von dem Falle, wenn man [die Hebe] selbst braucht, und die Barajtha von dem Falle, wenn man nur den Platz braucht. —
י מאי דוחקיה דרב חסדא לאוקמי מתניתין לצורך גופו
10 Was veranlaßt R. Ḥisda, unsere Mišna auf den Fall zu beziehen, wenn man [die Hebe] selbst braucht?
יא אמר רבא מתני' כוותיה דייקא דקתני סיפא מעות שעל הכר מנער את הכר והן נופלות ואמר רבה בר בר חנה אמר רבי יוחנן לא שנו אלא לצורך גופו אבל לצורך מקומו מטלטלו ועודן עליו ומדסיפא לצורך גופו רישא נמי לצורך גופו:
11 Raba erwiderte: Dies geht aus der Mišna hervor. Der Schlußsatz lehrt, daß, wenn Geld sich auf einem Kissen befindet, man dieses schüttele, damit es herunterfalle. Hierzu sagte Raba b. Bar Ḥana im Namen R. Joḥanans: Dies lehrten sie nur von dem Falle, wenn man dieses selbst braucht, wenn aber den Platz, so darf man es fortbewegen, auch wenn [das Geld] sich darauf befindet. Wenn nun der Schlußsatz von dem Falle gilt, wenn man [das Kissen] selbst braucht, so gilt auch der Anfangssatz von dem Falle, wenn man [die Hebe] selbst braucht.
יב רבי יהודה אומר אף מעלין וכו': ואמאי הא קא מתקן
12 R. J<small>EHUDA SAGT, MAN DARF &amp;C. HERAUSNEHMEN</small>. Wieso denn, man macht es ja genußfähig!? —
יג רבי יהודה כר' אליעזר סבירא ליה דאמר תרומה בעינא מחתא
13 R. Jehuda ist der Ansicht R. Elie͑zers, welcher sagt, die Hebe liege gesondert.
יד דתנן סאה תרומה שנפלה לפחות ממאה ונדמעו ונפל מן המדומע למקום אחר רבי אליעזר אומר מדמעת כתרומת ודאי
14 Wir haben nämlich gelernt: Wenn eine Seá Hebe in weniger als hundert [Profanes] gekommen ist und es bemischt hat, und vom Bemischten wieder in andere [Früchte] gekommen ist, so bewirkt dieses, wie R. Elie͑zer sagt, Bemischung wie echte Hebe;
טו וחכמים אומרים אין המדומע מדמע אלא לפי חשבון
15 die Weisen aber sagen, das Bemischte bewirke Bemischung nur nach Verhältnis. —
טז אימר דשמעת ליה לחומרא לקולא מי שמעת ליה
16 Allerdings sagt er dies erschwerend, sagt er dies aber auch erleichternd!? —
יז אלא הוא דאמר כר"ש כדתנן סאה תרומה שנפלה למאה ולא הספיק להגביה עד שנפלה אחרת הרי זו אסורה ור"ש מתיר
17 Vielmehr, er ist der Ansicht R. Šimo͑ns. Wir haben nämlich gelernt: Wenn eine Seá Hebe in hundert [Profanes] gekommen ist, und bevor man sie abgehoben, eine zweite hineingekommen ist, so ist es verboten; R. Šimo͑n erlaubt es. —
יח וממאי דילמא התם בהא קמיפלגי דתנא קמא סבר אע"ג דנפלו בזה אחר זה כמאן דנפל בבת אחת דמי והא לחמשין נפלה והא לחמשין נפלה ור"ש סבר קמייתא בטיל במאה והא תיבטיל במאה וחד
18 Wieso denn, vielleicht besteht ihr Streit in folgendem: der erste Tanna ist der Ansicht, obgleich sie nach einander hineingekommen sind, sei es ebenso, als würden sie mit einem Male hineingekommen sein, somit fiel die eine in fünfzig und die andere ebenfalls in fünfzig, und R. Šimo͑n ist der Ansicht, die erste verliere sich unter hundert und die andere unter hundertundeinem!? —
יט אלא הוא דאמר כרבי שמעון בן אלעזר דתניא ר' שמעון בן אלעזר אומר נותן עיניו בצד זה ואוכל מצד אחר
19 Vielmehr, er ist der Ansicht des R. Šimo͑n b. Elea͑zar. Es wird nämlich gelehrt: R. Šimo͑n b. Elea͑zar sagt, man richte sein Auge auf die eine Seite und esse von der anderen Seite. —
כ ומי סבר ליה כוותיה
20 Ist er denn seiner Ansicht;