Shabbat 309

Kapitel 309

א יתד באילן ותלה בה כלכלה למעלה מעשרה טפחים אין עירובו עירוב למטה מי' טפחים עירובו עירוב
1 Wenn man einen Pflock in einen Baum steckt und daran oberhalb zehn Handbreiten einen Korb hängt, so ist sein E͑rub nicht gültig; wenn innerhalb zehn Handbreiten, so ist sein E͑rub gültig.
ב טעמא דנעץ יתד באילן הא לא נעץ אפילו למטה מי' טפחים אין עירובו עירוב והא האי תנא דקאסר בצדדין וקשרי בצדי צדדין
2 Nur wenn man einen Pflock in den Baum steckt, wenn aber nicht, so ist der E͑rub auch innerhalb zehn Handbreiten nicht gültig. Dieser Tanna verbietet es also seitlich und erlaubt seitlich vom Seitlichen!?
ג אמר רב פפא הכא בכלכלה דחוקה עסקינן דבהדי דשקיל ליה לעירוב קמניד ליה לאילן וקמשמש באילן גופיה והלכתא צדדין אסורין צדי צדדין מותרין
3 R. Papa erwiderte: Dies gilt von einem eng an den Baum gepreßten Korb, sodaß man beim Herausnehmen des E͑rubs den Baum schüttelt, und sich somit des Baumes selbst bedient. Die Halakha ist: Seitlich ist es verboten, seitlich vom Seitlichen erlaubt.
ד אמר רב אשי השתא דאמרת צדדין אסורין האי דרגא דמדלא לא לינחיה איניש אדיקלא דהוו להו צדדין אלא לינחיה אגוואזי לבר מדיקלא וכי סליק לא לינח כרעיה אגוואזי אלא ליתנח אקנין:
4 R. Aši sprach: Da du nun sagst, seitlich sei es verboten, so darf man eine Wachtleiter nicht direkt an den Baum stützen, weil man sich dabei der Seite des Baumes bedient, vielmehr stütze man sie an einen am Baume befestigten Pflock, und beim Aufsteigen setze man den Fuß nicht auf den Pflock, sondern auf die Leitersprossen.
ה <big><strong>מתני׳</strong></big> מתירין פקיעי עמיר לפני בהמה ומפספסין את הכיפין אבל לא את הזירין אין מרסקין לא את השחת ולא את החרובין לפני בהמה בין דקה ובין גסה רבי יהודה מתיר בחרובין לדקה:
5 <b>M</b><small>AN DARF FÜR DAS</small> V<small>IEH</small> S<small>TROHBÜNDEL LÖSEN, AUCH</small> G<small>EBUNDE AUFLOCKERN, JEDOCH KEINE</small> R<small>EISER</small>. M<small>AN DARF NICHT</small> F<small>UTTERGRAS ODER</small> J<small>OHANNISBROT FÜR DAS</small> V<small>IEH ZERKRÜMELN, OB</small> K<small>LEINVIEH ODER</small> G<small>ROSSVIEH</small>; R. J<small>EHUDA ERLAUBT ES BEIM</small> J<small>OHANNISBROTE FÜR DAS</small> K<small>LEINVIEH</small>.
ו <big><strong>גמ׳</strong></big> אמר רב הונא הן הן פקיעין הן הן כיפין פקיעין תרי כיפין תלתא זירין דארזי וה"ק מתירין פקיעי עמיר לפני בהמה ומפספסין והוא הדין לכיפין אבל לא את הזירין לא לפספס ולא להתיר אמר רב חסדא מאי טעמא דרב הונא קא סבר למטרח באוכלא טרחינן לשויי אוכלא לא משוינן
6 GEMARA. R. Hona sagte: Bündel und Gebunde sind ein und dasselbe, nur sind Bündel zweifach und Gebunde dreifach [zusammengebunden]; Reiser, das sind die der Zedern. Er meint es wie folgt: man darf für das Vieh Strohbündel lösen, auch auflockern, ebenso auch Gebunde, jedoch keine Reiser, weder auflockern noch lösen. R. Ḥisda sagte: Was ist der Grund R. Honas? Er ist der Ansicht, man dürfe sich wohl mit dem Futter befassen, jedoch keines zubereiten.
ז רב יהודה אמר הן הן פקיעין הן הן זירין פקיעין תרי זירין תלתא כיפין דארזי וה"ק מתירין פקיעי עמיר לפני בהמה אבל פספוסי לא וכיפין פספוסי נמי מפספסינן אבל לא הזירין לפספס אלא להתיר אמר רבא מאי טעמא דרבי יהודה קסבר שווי אוכלא משוינן מטרח באוכלא לא טרחינן
7 R. Jehuda sagte: Bündel und Reiser sind ein und dasselbe, nur sind die Bündel zweifach und die Reiser dreifach [zusammengebunden]; Gebunde sind die der Zedern. Er meint es wie folgt: man darf für das Vieh Strohbündel lösen, jedoch nicht auflockern; auch Gebunde darf man auflockern; jedoch keine Reiser, nicht auflockern, sondern nur lösen. Raba sprach: Was ist der Grund R. Jehudas? Er ist der Ansicht, man dürfe wohl Futter zubereiten, jedoch sich nicht damit befassen. –
ח תנן אין מרסקין את השחת ואת החרובין לפני בהמה בין דקה ובין גסה מאי לאו חרובין דומיא דשחת מה שחת דרכיכי אף חרובין דרכיכי אלמא לא טרחינן באוכלא ותיובתיה דרב הונא
8 Wir haben gelernt: Man darf nicht Futtergras oder Johannisbrot für das Vieh zerkrümeln, ob Kleinvieh oder Großvieh. Doch wohl Johannisbrot gleich dem Futtergrase: wie Futtergras weich ist, ebenso Johannisbrot, wenn es weich ist. Demnach darf man sich mit dem Futter nicht befassen, und dies ist eine Widerlegung R. Honas!? –
ט אמר לך רב הונא לא שחת דומיא דחרובין מה חרובין דאקושי אף שחת דאקושי היכי משכחת לה בעילי זוטרי
9 R. Hona kann dir erwidern: Nein, Futtergras gleich dem Johannisbrote: wie Johannisbrot hart ist, ebenso Futtergras, wenn es hart ist. – Wie kommt dies vor? – Wenn man es für junge Füllen braucht. –
י ת"ש רבי יהודה מתיר בחרובין לדקה לדקה אין לגסה לא אי אמרת בשלמא ת"ק סבר מיטרח באוכלא לא טרחינן שווי משוינן היינו דקא אמר ר' יהודה החרובין לדקה נמי שווי אוכלא הוא אלא אי אמרת ת"ק סבר שווי אוכלא לא משוינן מיטרח באוכלא מטרחינן רבי יהודה דמתיר בחרובין לדקה כל שכן לגסה
10 Komm und höre: R. Jehuda erlaubt es beim Johannisbrote für das Kleinvieh. Nur für das Kleinvieh, nicht aber für das Großvieh. Erklärlich ist dies, wenn du sagst, der erste Tanna sei der Ansicht, man dürfe sich mit dem Futter nicht befassen, sondern es nur zubereiten, denn R. Jehuda sagt, beim Johannisbrote für das Kleinvieh sei es ebenfalls eine Zubereitung des Futters; wenn du aber sagst, der erste Tanna sei der Ansicht, man dürfe kein Futter bereiten, sondern sich nur damit befassen, sollte doch R. Jehuda, der es beim Johannisbrote für das Kleinvieh erlaubt, für das Großvieh erst recht erlauben!? –
יא מי סברת דקה דקה ממש מאי דקה גסה ומאי קרי לה דקה דדייקא באוכלא
11 Du glaubst wohl, unter Kleinvieh sei wirkliches Kleinvieh zu verstehen, nein, unter Kleinvieh ist ein großes Vieh zu verstehen, und er nennt es deshalb Kleinvieh, weil es das Futter klein kaut. –
יב הא מדקתני רישא בין דקה ובין גסה מכלל דרבי יהודה דקה דקה ממש קאמר קשיא
12 Wenn er aber im Anfangssatze lehrt: ob Kleinvieh oder Großvieh, so spricht ja R. Jehuda wohl von wirklichem Kleinvieh!? – Ein Einwand.
יג תא שמע מחתכין
13 Komm und höre: Man darf