Shabbat 98

Kapitel 98

א אבא שלחא הוה ואמר הביאו שלחין ונשב עליהן
1 Mein Vater war Lederarbeiter, und er sagte: Holet Felle, wir wollen uns darauf setzen.
ב מיתיבי נסרין של בעה"ב מטלטלין אותן ושל אומן אין מטלטלין אותן ואם חישב לתת עליהן פת לאורחין בין כך ובין כך מטלטלין שאני נסרים דקפיד עלייהו
2 Man wandte ein: Bretter eines Privatmannes darf man fortbewegen, die eines Handwerkers darf man nicht fortbewegen; hat man aber daran gedacht, auf ihnen den Gästen Brot zu reichen, so darf man diese und jene fortbewegen!? — Anders sind Bretter, da man sie schont. —
ג ת"ש עורות בין עבודין ובין שאין עבודין מותר לטלטלן בשבת לא אמרו עבודין אלא לענין טומאה בלבד מאי לאו לא שנא של בעל הבית ולא שנא של אומן לא של בעה"ב
3 Komm und höre: Felle darf man, ob gegerbt oder ungegerbt, am Šabbath fortbewegen; sie unterscheiden gegerbte nur bezüglich der Unreinheit. Doch wohl einerlei, ob die eines Privatmannes oder die eines Handwerkers!? — Nein, nur die eines Privatmannes. —
ד אבל של אומן מאי אין מטלטלין אי הכי הא דתני ולא אמרו עבודין אלא לענין טומאה בלבד לפלוג וליתני בדידה בד"א בשל בעה"ב אבל בשל אומן לא כולה בבעל הבית קמיירי
4 Wieso lehrt er, wenn man die eines Handwerkers nicht fortbewegen darf, daß sie nur bezüglich der Unreinheit gegerbte unterscheiden, er sollte hierin selbst einen Unterschied machen: diese Worte gelten nur von denen eines Privatmannes, nicht aber von denen eines Handwerkers!? — Er lehrt das Ganze von denen eines Privatmannes.
ה כתנאי עורות של בעה"ב מטלטלין אותן ושל אומן אין מטלטלין אותן ר' יוסי אומר אחד זה ואחד זה מטלטלין אותן:
5 Hierüber streiten Tannaím: Felle eines Privatmannes darf man fortbewegen, die eines Handwerkers darf man nicht fortbewegen; R. Jose sagt, man dürfe diese und jene fortbewegen.
ו הדור יתבי וקמיבעיא להו הא דתנן אבות מלאכות ארבעים חסר אחת כנגד מי
6 Weiter saßen sie und warfen folgende Frage auf: Wem entsprechen die vierzig Hauptarbeiten weniger eine, von denen gelehrt wird?
ז אמר להו ר' חנינא בר חמא כנגד עבודות המשכן אמר להו ר' יונתן בר' אלעזר כך אמר רבי שמעון ברבי יוסי בן לקוניא כנגד מלאכה מלאכתו ומלאכת שבתורה ארבעים חסר אחת
7 Da sprach R. Ḥanina b. Ḥama: Entsprechend den Arbeiten [beim Bau] der Stiftshütte. Hierauf sprach R. Jonathan b. Elea͑zar: So sagte R. Šimo͑n, Sohn des R. Jose b. Laqonja: Entsprechend [den Wörtern] <i>Arbeit, seine Arbeit</i> und <i>die Arbeit</i>, die vierzig weniger einmal in der Tora vorkommen.
ח בעי רב יוסף (בראשית לט, יא) ויבא הביתה לעשות מלאכתו ממנינא הוא או לא א"ל אביי וליתי ספר תורה ולימני מי לא אמר רבה בר בר חנה א"ר יוחנן לא זזו משם עד שהביאו ספר תורה ומנאום
8 R. Joseph fragte: Wird [das Wort <i>Arbeit</i> im Verse]: <i>und er trat in das Zimmer, seine Arbeit zu verrichten</i>, mitgezählt oder nicht? Abajje sprach zu ihm: Möge er doch ein Torabuch holen und zählen. Erzählte ja auch Rabba b. Bar Ḥana im Namen R. Joḥanans, daß sie ihren Platz nicht verließen, bis man ihnen ein Torabuch holte und sie zählten.
ט אמר ליה כי קא מספקא לי משום דכתיב (שמות לו, ז) והמלאכה היתה דים ממנינא הוא והא כמאן דאמר לעשות צרכיו נכנס
9 Dieser erwiderte: Folgendes ist mir fraglich: wird der Vers: <i>und die Arbeit war genug</i>, mitgezählt und jener Vers ist nach demjenigen, zu erklären, welcher sagt, er sei eingetreten, um sein Vorhaben auszuführen,
י או דילמא ויבא הביתה לעשות מלאכתו ממנינא הוא והאי והמלאכה היתה דים הכי קאמר דשלים ליה עבידתא תיקו
10 oder wird [der Vers:] <i>und er trat in das Zimmer, seine Arbeit zu verrichten</i>, mitgezählt und [der Vers:] <i>und die Arbeit war genug</i>, ist folgendermaßen zu erklären: das Werk war fertig? — Dies bleibt unentschieden.
יא תניא כמאן דאמר כנגד עבודות המשכן דתניא אין חייבין אלא על מלאכה שכיוצא בה היתה במשכן הם זרעו ואתם לא תזרעו הם קצרו ואתם לא תקצרו
11 Es gibt eine Lehre übereinstimmend mit dem, welcher sagt, entsprechend den Arbeiten [beim Bau] der Stiftshütte. Es wird nämlich gelehrt: Man ist nur wegen einer Arbeit schuldig, dergleichen [beim Bau] der Stiftshütte ausgeübt wurde. Jene haben gesäet, ihr sollt nicht säen; jene haben gemähet, ihr sollt nicht mähen;
יב הם העלו את הקרשים מקרקע לעגלה ואתם לא תכניסו מרה"ר לרה"י הם הורידו את הקרשים מעגלה לקרקע ואתם לא תוציאו מרה"י לרה"ר הם הוציאו מעגלה לעגלה ואתם לא תוציאו מרה"י לרה"י
12 jene haben Bretter vom Boden auf den Wagen gehoben, ihr sollt nicht aus öffentlichem Gebiete in Privatgebiet bringen; jene haben die Bretter aus dem Wagen auf den Boden gehoben, ihr sollt nicht aus Privatgebiet in öffentliches Gebiet bringen; jene haben aus einem Wagen in den anderen gehoben, ihr sollt nicht aus Privatgebiet in Privatgebiet bringen. —
יג מרה"י לרשות היחיד מאי קא עביד אביי ורבא דאמרי תרווייהו ואיתימא רב אדא בר אהבה מרשות היחיד לרה"י דרך רשות הרבים:
13 Wenn aus Privatgebiet in Privatgebiet, so hat man ja nichts getan!? — Abajje und Raba sagten beide, nach anderen, R. Ada b. Ahaba: Aus Privatgebiet in Privatgebiet über öffentliches Gebiet.
יד בגיזי צמר ואין מטלטלין: אמר רבא לא שנו אלא שלא טמן בהן אבל טמן בהן מטלטלין אותן
14 I<small>N</small> W<small>OLLFLOCKEN; JEDOCH DARF MAN DIESE NICHT FORTBEWEGEN</small>. Raba sagte: Dies lehrten sie nur von dem Falle, wenn man darin nicht warmgestellt hat, hat man aber darin warmgestellt, so darf man sie fortbewegen.
טו איתיביה ההוא מרבנן בר יומיה לרבא טומנין בגיזי צמר ואין מטלטלין אותן כיצד הוא עושה
15 Ein Schüler des ersten Tages wandte gegen Raba ein: In Wollflocken; jedoch darf man diese nicht fortbewegen. Wie mache man es?