Shevuot 47

Kapitel 47

א באיסור הבא מאליו באיסור הבא על ידי עצמו לא אמרינן
1 nicht aber bei einem Verbote, das man sich auf erlegt. –
ב בשלמא לריש לקיש משום הכי קא פטר רבי שמעון דתניא רבי שמעון אומר כל שהוא למכות ולא אמרו כזית אלא לקרבן אלא לרבי יוחנן מאי טעמא דרבי שמעון דפטר
2 Einleuchtend ist es nach der Erklärung des Reš Laqiš, daß man nach R. Šimo͑n dieserhalbfrei ist, denn es wird gelehrt, R. Šimo͑n sagt, hinsichtlich der Geißelung sei ein Minimum [strafbar], und nur hinsichtlich des Opfers sei Olivengröße bestimmt; weshalb aber ist man nach der Erklärung R. Joḥanans nach R. Šimo͑n dieserhalb frei!? –
ג מידי הוא טעמא אלא משום איסור כולל רבי שמעון לטעמיה דלית ליה איסור כולל דתניא רבי שמעון אומר האוכל נבילה ביוה"כ פטור
3 Der Grund hierbei ist ja die Einbegreifung des Verbotes, R. Šimo͑n aber vertritt hierbei seine Ansicht, denn er hält nichts von der Einbegreifung: des Verbotes. Es wird nämlich gelehrt: R. Šimo͑n sagte: Wer am Versöhnungstage Aas ißt, ist frei. –
ד בשלמא לריש לקיש משכחת לה בלאו והן אלא לר' יוחנן בשלמא לאו משכחת לה אלא הן היכי משכחת לה
4 Allerdings kann [der Schwur] nach Reš Laqiš verneinend und bejahend sein, nach R. Joḥanan aber kann er allerdings verneinend sein, wieso aber bejahend!? –
ה אלא כדרבא דאמר רבא שבועה שלא אוכל ואכל עפר פטור
5 Vielmehr, dies ist nach Raba zu erklären, denn Raba sagte, [wer gesagt hat:] ein Schwur, daß ich nichts essen werde, und Erde gegessen hat, sei frei.
ו אמר רב מרי אף אנן נמי תנינא קונם אשתי נהנית לי אם אכלתי היום ואכל נבילות וטריפות שקצים ורמשים הרי אשתו אסורה לו
6 R. Mari sagte: Auch wir haben demgemäßgelernt: [Sagte jemand:] Qonam sei mir der Genuß von meiner Frau, wenn ich heute gegessen habe, und er hatte Aas, Totverletztes, Kriech- und Ekeltiere gegessen, so ist ihm seine Frau verboten. –
ז הכי השתא התם כיון דמעיקרא אכל והדר אשתבע ליה
7 Ist es denn gleich: da hat er ja vorher gegessen und nachher geschworen,