Sotah 11

Kapitel 11

א מי קא רמינן לה עליה בעל כרחיה
1 Zwingt ihn denn jemand dazu!?
ב ואיכא דאמרי אמר רב יוסף הכתוב קראו אחר שאין בן זוגו של ראשון שזה הוציא רשעה מביתו וזה הכניס רשעה לתוך ביתו ואת אמרת תתיבם נמי יבומי
2 Manche lesen: R. Joseph erwiderte: Die Schrift nennt ihn einen anderen, weil er nicht jenem gleicht, denn jener hat das Böse aus seinem Hause entfernt, er aber hat das Böse in sein Haus gebracht, und du sagst, daß an ihr die Schwagerehe vollzogen werde!?
ג אמר ליה אביי אלא מעתה נשאת לאחר ומת בלא בנים לא תתיבם דהכתוב קראו אחר גביה דהאי מיהא בשם טוב הוה קיימא
3 Abajje sprach zu ihm: Demnach sollte an ihr, wenn ein anderer sie geheiratet hat und kinderlos gestorben ist, die Schwagerehe nicht vollzogen werden, denn die Schrift nennt ihn einen anderen!? — Bei diesem hat sie immerhin einen guten Namen geführt.
ד רבא אמר ק"ו אם נאסרה במותר לה באסור לה לא כל שכן
4 Raba erwiderte: Es ist [ein Schluß] vom Leichteren auf das Schwerere zu folgern: wenn sie dem, dem sie erlaubt war, verboten wird, um wieviel mehr dem, dem sie verbotenwar.
ה אמר ליה אביי אלא מעתה כ"ג שקידש את האלמנה ומת ויש לו אח כהן הדיוט לא תתיבם אם נאסרה במותר לה באסור לה לא כל שכן
5 Abajje sprach zu ihm: Demnach sollte doch, wenn ein Hochpriester sich eine Witwe angetraut hat und gestorben ist, sein Bruder, ein gemeiner Priester, an ihr die Schwagerehe nicht vollziehen, denn wenn sie dem, dem sie erlaubt war, verboten wird, um wieviel mehr dem, dem sie verboten war. —
ו נאסרה הא אסירא וקיימא מותר לה אסור לה הוא
6 Wieso verboten wird, sie ist ihm ja verboten, erlaubt ist, sie ist ihm ja verboten!? —
ז אלא אשת כהן שנאנסה ומת ויש לו אח חלל לא תתיבם אם נאסרה במותר לה באסור לה לא כל שכן
7 Vielmehr, wenn die Frau eines Priesters genotzüchtigt worden ist und er gestorben ist und einen entweihtenBruder hinterläßt, so sollte an ihr die Schwagerehe vollzogen werden, denn wenn sie dem, dem sie erlaubt war, verbotenwird, um so mehr dem, dem sie verbotenwar!?
ח אונס בישראל מישרא שרי וגבי דהאי (מיהא) ליכא איסורא
8 — Einem Jisraéliten ist die Genotzüchtigte erlaubt und für diesen gilt das Verbot nicht.
ט <big><strong>מתני׳</strong></big> ואלו אסורות מלאכול בתרומה האומרת טמאה אני לך ושבאו עדים שהיא טמאה והאומרת איני שותה ושבעלה אינו רוצה להשקותה ושבעלה בא עליה בדרך
9 <b>F</b><small>OLGENDE</small><small>DÜRFEN KEINE</small> H<small>EBE ESSEN: DIE SAGT! SIE SEI FÜR IHN</small><small>UNREIN, ÜBER DIE</small> Z<small>EUGEN BEKUNDEN, DASS SIE SICH VERUNREINIGT HABE, DIE SAGT, SIE WOLLE NICHT TRINKEN, DIE IHR</small> M<small>ANN NICHT TRINKEN LASSEN WILL, UND DIE IHR</small> M<small>ANN UNTERWEGS</small><small>BESCHLAFEN HAT</small>.
י <big><strong>גמ׳</strong></big> אמר רב עמרם הא מילתא אמר לן רב ששת ואנהר לן עיינין ממתניתין סוטה שיש לה עדים במדינת הים אין המים בודקין אותה מ"ט דאמר קרא (במדבר ה, יג) ונסתרה והיא נטמאה ועד אין בה דליכא דידע בה לאפוקי הא דהא איכא דידע בה
10 GEMARA. R. A͑mram sagte: Folgendes sagte uns R. Šešeth und erleuchtete uns die Augen aus unsererMišna: Wenn gegen eine Ehebruchsverdächtigte Zeugen in überseeischen Ländernvorhanden sind, so prüft das Wasser sie nicht, denn die Schrift sagt:<i>und sie sich verborgen und verunreinigt hat, und ein Zeuge gegen sie nicht da ist</i>, nur wenn niemand da ist, der es von ihr weiß, während hierbei jemand da ist, der es von ihr weiß.
יא ואנהר לן עיינין ממתני' דקתני ושבאו לה עדים שהיא טמאה דאתו עדים אימת אי נימא מקמי דתשתי זונה היא
11 Er öffnete uns die Augen aus unserer Mišna, denn diese lehrt: über die Zeugen bekunden, daß sie sich verunreinigt habe. Wann sollen die Zeugen bekundet haben, wollte man sagen, vor dem Trinken, so ist sie jaeine Hure, doch wohl nach dem Trinken.
יב אלא לבתר דשתאי אי אמרת בשלמא אין המים בודקין אותה שפיר אלא אי אמרת מים בודקין אותה תיגלי מילתא למפרע דסהדי שקרי נינהו
12 Erklärlich ist es nun, wenn du sagst, das Wasser prüfe sienicht, wenn du aber sagst, das Wasser prüfe sie, so kann es sich ja herausstellen, daß es falsche Zeugensind!?
יג אמר ליה רב יוסף לעולם אימא לך מים בודקין אותה והא אימור זכות תולה לה
13 R. Joseph sprach zu ihm: Tatsächlich, kann ich dir erwidern, prüft sie das Wasser wohl, jedoch kann ihr ein Verdienst beigestandenhaben. —
יד במאי קמיפלגי במתנוונה דרבי דתנן רבי אומר זכות תולה במים המרים ואינה יולדת ואינה משבחת אלא מתנוונה והולכת לסוף שהיא מתה באותה מיתה
14 Worüber streiten sie? — Über die Hinsiechung nach der Lehre Rabbis. Wir haben nämlich gelernt: Rabbi sagte: Das Verdiensthält [die Wirkung] des Fluchwassers auf; sie gebiert nicht, gedeiht nicht, vielmehr verkümmert sie allmählich, bis sie schließlich daran stirbt.
טו רב ששת סבר בין לרבי ובין לרבנן הויא מתנוונה ורב יוסף סבר לרבי הויא מתנוונה לרבנן לא הויא מתנוונה
15 R. Šešeth ist der Ansicht, sowohl nach Rabbi als auch nach den Rabbanan verkümmeresie, und R. Joseph ist der Ansicht, nach Rabbi verkümmere sie, nach den Rabbanan verkümmere sie nicht.
טז מתיב רב שימי בר אשי ר' שמעון אומר אין זכות תולה במים המרים ואם אתה אומר זכות תולה במים המרים מדחה אתה את המים בפני כל הנשים השותות ואתה מוציא שם רע על הטהורות ששתו והן אומרים טמאות היו אלא שתלה להן זכות
16 R. Šimi b. Aši wandte ein: R. Šimo͑n sagte: Das Verdienst wirkt auf das Fluchwasser nicht, denn wenn du sagst, das Verdienst wirke auf das Fluchwasser, so diskreditierst du das Wasser bei allen Frauen, die es zu trinken haben, und bringst die reinen, die es getrunken haben, in einen schlechten Ruf, denn man könnte sagen, sie seien unrein, nur habe ihnen ein Verdienst beigestanden.
יז ואם איתא יש לה עדים במדינת הים נמי אתה מוציא שם רע על הטהורות ששתו והן אומרים טמאות היו אלא שיש להן עדים במדינת הים
17 Wenn dem nun sowäre, so bringst du ja auch durch die Zeugen in überseeischen Ländern die Reinen, die getrunken haben, in einen schlechten Ruf, denn man könnte sagen, sie seien unrein, nur sind Zeugen in überseeischen Ländern vorhanden!? —
יח לר' שמעון קאמרת לר' שמעון מדזכות לא תליא עדים נמי לא תלו
18 Du sprichst von R. Šimo͑n; wie nach R. Šimo͑n das Verdienst wirkungslos ist, ebenso sind auch die Zeugen wirkungslos.
יט מתיב רב ואלו שמנחותיהן נשרפות
19 Rabh wandte ein: In folgenden [Fällen] wird ihr Speisopferverbrannt: