Sotah 51

Kapitel 51

א מעוברת חבירו ומינקת חבירו לא שותות ולא נוטלות כתובה דברי ר' מאיר
1 Die von einem anderen Schwangere oder von einem anderen Säugende trinkt nicht und erhält nicht die Morgengabe – so R. Meír.
ב שהיה רבי מאיר אומר לא ישא אדם מעוברת חבירו ומינקת חבירו ואם נשא יוציא ולא יחזיר עולמית וחכמים אומרים יוציא וכשיגיע זמנו לכנוס יכנוס
2 R. Meír sagt nämlich, daß man die Schwangere eines anderen oder die Säugende eines anderen nicht heiraten dürfe, und wenn man sie geheiratet hat, man sich von ihr scheiden lasse und sie niemals mehr heiraten dürfe. Die Weisen sagen, man lasse sich von ihr scheiden, und wenn die Zeitheranreicht, heirate man sie wieder.
ג והרובא שנשא עקרה וזקינה ואין לו אשה ובנים מעיקרא לא שותה ולא נוטלת כתובה ר' אלעזר אומר יכול הוא לישא אחרת ולפרות ולרבות הימנה
3 Wenn ein Unverheirateter eine Unfruchtbare oder eine Alte heiratet, und von früher her keine Kinder hat, so trinkt sie nichtund erhält nicht die Morgengabe. R. Elea͑zar sagt, er könne eine andere Frau nehmen und mit dieser die Fortpflanzung ausüben.
ד אבל המקנא לארוסתו ולשומרת יבם שלו ומשכנסה נסתרה או שותה או לא נוטלת כתובה מעוברת ומינקת עצמו או שותה או לא נוטלת כתובתה הרובא שנשא עקרה וזקינה ויש לו אשה ובנים או שותה או לא נוטלת כתובה
4 Wenn jemand aber seine Verlobte oder seine Anwärterin der Schwagerehe verwarnt hat und sie sich nach der Heirat verborgen hat, so muß sie entweder trinken oder sie erhält die Morgengabe nicht. Die von ihm selbst Schwangere oder Säugende muß entweder trinkenoder sie erhält nicht die Morgengabe. Wenn ein Unverheirateter eine Unfruchtbare oder eine Alte geheiratet hat, und [außer dieser] Frau und Kinder hat, so muß sie entweder trinken oder sie erhält nicht die Morgengabe.
ה אשת ממזר לממזר ואשת נתין לנתין ואשת גר ועבד משוחרר ואיילונית או שותה או לא נוטלת כתובה קתני מיהא איילונית תיובתיה דרב נחמן
5 Das mit einem Hurenkinde verheiratete Hurenkind, die mit einem Nathin verheiratete Nethina, die Frau eines Proselyten oder eines freigelassenen Sklaven und die Zwitterhafte müssen entweder trinken oder sie erhalten die Morgengabe nicht. Hier wird esvon der Zwitterhaften gelehrt, somit ist dies eine Widerlegung der Lehre R. Naḥmans. –
ו אמר לך רב נחמן תנאי היא ואנא דאמרי כי האי תנא דתניא ר' שמעון בן אלעזר אומר איילונית לא שותה ולא נוטלת כתובה שנאמר (במדבר ה, כח) ונקתה ונזרעה זרע מי שדרכה להזריע יצאתה זו שאין דרכה להזריע
6 R. Naḥman kann dir erwidern: hierüber streiten Tannaím, und ich bin der Ansicht des Autors der folgenden Lehre: R. Šimo͑n b. Elea͑zar sagte: Die Zwitterhafte trinkt nicht und erhält nicht die Morgengabe, denn es heißt:<i> so wird sie ungestraft bleiben und von Samen besamt werden</i>, nur eine, deren Art es ist, besamt zu werden, ausgenommen diese, deren Art es nicht ist, besamt zu werden. –
ז ורבנן האי ונקתה ונזרעה זרע מאי עבדי ליה מיבעי להו לכדתניא ונקתה ונזרעה [זרע] שאם היתה עקרה נפקדת דברי ר' עקיבא אמר לו ר' ישמעאל אם כן יסתרו כל העקרות ויפקדו וזו הואיל ולא נסתרה הפסידה
7 Wofür verwenden die Rabbanan [die Worte] <i>so wird sie ungestraft bleiben und von Samen besamt werden</i>!? – Diese verwenden sie für folgende Lehre: <i>So wird sie ungestraft bleiben und von Samen besamt werden</i>; wenn sie kinderlos ist, wird sie bedacht – so R. A͑qiba. R. Jišma͑él sprach zu ihm: Demnach könnten alle Kinderlosen sich verbergen und bedacht werden, und die sich nicht verbirgt, ist im Nachteile!?
ח אם כן מה תלמוד לומר ונקתה ונזרעה זרע שאם היתה יולדת בצער יולדת בריוח נקבות יולדת זכרים קצרים יולדת ארוכים שחורים יולדת לבנים
8 Vielmehr deuten [die Worte] <i>so wird sie ungestraft bleiben und von Samen besamt werden</i> hierauf: wenn sie mit Schmerzen gebiert, so wird sie schmerzlos gebären, wenn Mädchen, so wird sie Knaben gebären, wenn Kleine, so wird sie Große gebären, wenn Schwarze, so wird sie Weiße gebären.
ט אשת ממזר לממזר פשיטא מהו דתימא אפושי פסולין לא ליפוש קא משמע לן
9 «Das mit einem Hurenkinde verheiratete Hurenkind.» Selbstverständlich!? – Man könnte glauben, man mehre keine Bemakelten, so lehrt er uns.
י אשת גר ועבד משוחרר ואיילונית פשיטא
10 «Die Frau eines Proselyten oder eines freigelassenen Sklaven und die Zwitterhafte.» Selbstverständlich!? –
יא מהו דתימא (במדבר ה, ו) דבר אל בני ישראל ולא גרים קמ"ל ואימא הכי נמי ואמרת רבויא הוא
11 Man könnte glauben, [die Worte] <i>rede zu den Kindern Jisraél</i> schließen Proselyten aus, so lehrt er uns. – Vielleicht ist dem auch so!? – [Die Worte] <i>und sprich</i> sind einschließend.
יב אשת כהן שותה כו' (אשת כהן. שותה) פשיטא מהו דתימא (במדבר ה, יג) והיא לא נתפשה אסורה הא נתפשה מותרת וזו הואיל ונתפשה אסורה אימא לא תשתה קא משמע לן
12 D<small>IE</small> F<small>RAU EINES</small> P<small>RIESTERS MUSS TRINKEN</small> &amp;<small>C</small>. Selbstverständlich muß die Frau eines Priesters trinken!? – Man könnte glauben, es heißt:<i>und sie nicht ergriffen worden ist</i>, wonach sie [ihrem Manne] erlaubt ist, wenn sie ergriffen wordenist, während dieseverboten ist, auch wenn sie ergriffen worden ist, somittrinke sie nicht, so lehrt er uns.
יג ומותרת לבעלה פשיטא אמר רב הונא במתנוונה מתנוונה הא בדקוה מיא
13 U<small>ND IST IHREM</small> M<small>ANNE ERLAUBT</small>. Selbstverständlich!? R. Hona erwiderte: Wenn sie verkümmert. – Wenn sie verkümmert, so hat das Wasser sie ja geprüft!? –
יד במתנוונה דרך אברים מהו דתימא הא זנויי זנאי והא דלא בדקוה מיא כי אורחיה משום דבאונס זנאי ולגבי כהן אסירא קא משמע לן
14 Wenn sie an anderen Gliedernverkümmert. Man könnte glauben, diese habe Hurerei getrieben, und das Wasser prüfte sie deshalb nicht auf gewöhnliche Weise, weil es durch Gewalt erfolgt ist, somit ist sie einem Priester verboten, so lehrt er uns.
טו אשת סריס שותה פשיטא מהו דתימא מבלעדי אישך אמר רחמנא והאי לאו בר הכי הוא קא משמע לן
15 D<small>IE</small> F<small>RAU EINES</small> K<small>ASTRATEN MUSS TRINKEN</small>. Selbstverständlich!? – Man könnte glauben, der Allbarmherzige sagt: <i>außer deinem Manne</i>, und dieser ist dazu unfähig, so lehrt er uns.
טז על ידי כל עריות מקנין פשיטא
16 D<small>IE</small> V<small>ERWARNUNG KANN INBEZUG AUF JEDEN</small> I<small>NZESTUÖSEN ERFOLGEN</small>. Selbstverständlich!? –