Sukkah 21

Kapitel 21

א ובית נמי אע"פ שאין גבוה עשרה כיון דקביע אוהלא הוא דלא גרע מקינופות
1 Ein Zimmer gilt, auch wenn es keine zehn [Handbreiten] hoch ist, als Zelt, da es stabil und nicht weniger als ein Baldachin ist.
ב ל"א אמרי לה אמר רב יהודה אמר שמואל מותר לישן בכילת חתנים בסוכה לפי שאין לה גג אע"פ שגבוהה עשרה
2 Eine andere Lesart: R. Jehuda sagte im Namen Šemuéls: Man darf in der Festhütte unter einem Hochzeitsbaldachin schlafen, weil es kein [flaches] Dach hat, auch wenn es zehn [Handbreiten] hoch ist.
ג מיתיבי הישן בכילה בסוכה לא יצא ידי חובתו הכא במאי עסקינן בשיש לה גג
3 Man wandte ein: Wer in der Festhütte unter einem Baldachin schläft, hat seiner Pflicht nicht genügt!? – Hier handelt es sich um den Fall, wenn es ein [flaches] Dach hat. –
ד ת"ש נקליטין שנים וקינופות ארבעה פירס על גבי קינופות פסולה על גבי נקליטין כשרה ובלבד שלא יהו נקליטין גבוהין מן המטה עשרה טפחים הא גבוהין מן המטה עשרה פסולה אע"פ שאין לה גג
4 Komm und höre: ‘Bettstangen’ sind zwei, das Himmelbett hat vier [Stangen]. Hat man [ein Laken] auf ein Himmelbett ausgebreitet, so ist sie unbrauchbar, wenn auf Bettstangen, so ist sie brauchbar, nur dürfen die Bettstangen keine zehn Handbreiten über das Bett ragen. Demnach ist sie, wenn sie höher als zehn [Handbreiten] über das Bett ragen, unbrauchbar, obgleich es kein [flaches] Dach hat!? –
ה שאני נקליטין דקביעי אי קביעי ליהוי כקינופות לגבי קינופות לא קביעי לגבי כילה קביעי
5 Anders ist es bei den Bettstangen, da sie stabil sind. – Wenn sie stabil sind, sollten sie ja einem Himmelbett gleichen!? – Im Vergleich zum Himmelbette sind sie nicht stabil, im Vergleich zum Baldachin sind sie stabil.
ו דרש רבה בר רב הונא מותר לישן בכילה אע"פ שיש לה גג אע"פ שגבוהה עשרה כמאן כר' יהודה דאמר לא אתי אהל עראי ומבטל אהל קבע דתנן א"ר יהודה נוהגין היינו לישן תחת המטה בפני הזקנים
6 Rabba b. R. Hona trug vor: Man darf [in der Festhütte] unter einem Baldachin schlafen, obgleich es ein Dach hat, auch wenn es zehn [Handbreiten] hoch ist. Also nach R. Jehuda, welcher sagt, das provisorische Zelt könne nicht das permanente Zelt aufheben. Wir haben nämlich gelernt: R. Jehuda erzählte: Es war bei uns Brauch, unter dem Bette zu schlafen, in Gegenwart der Ältesten. –
ז ולימא הלכה כרבי יהודה
7 Sollte er doch sagen, die Halakha sei wie R. Jehuda!?
ח אי אמר הלכה כרבי יהודה הוה אמינא הני מילי מטה דלגבה עשויה אבל כילה דלתוכה עשויה אימא לא קמ"ל טעמא דרבי יהודה דלא אתי אהל עראי ומבטל אהל קבע לא שנא מטה ולא שנא כילה:
8 Würde er gesagt haben, die Halakha sei wie R. Jehuda, so könnte man glauben, dies gelte nur von einem Bette, auf dem [zu schlafen] es bestimmt ist, nicht aber von einem Baldachin, unter dem zu schlafen es bestimmt ist, so lehrt er uns den Grund R. Jehudas; weil das provisorische Zelt nicht das permanente Zelt verdrängen kann, einerlei ob ein Bett oder ein Baldachin.
ט <big><strong>מתני׳</strong></big> הדלה עליה את הגפן ואת הדלעת ואת הקיסוס וסיכך על גבה פסולה ואם היה סיכוך הרבה מהן או שקצצן כשרה
9 <b>H</b><small>AT MAN</small> W<small>EINLAUB</small>, K<small>ÜRBISBLÄTTER ODER</small> E<small>PHEU ÜBER</small> [<small>DIE</small> F<small>ESTHÜTTE</small>] <small>GEZOGEN UND DARÜBER</small> H<small>ÜTTENBEDACHUNG GELEGT, SO IST SIE UNBRAUCHBAR; WENN ABER DIE</small> H<small>ÜTTENBEDACHUNG MEHR IST, ODER MAN JENE ABGEHAUEN HAT, SO IST SIE BRAUCHBAR</small>.
י זה הכלל כל שהוא מקבל טומאה ואין גידולו מן הארץ אין מסככין בו וכל דבר שאינו מקבל טומאה וגידולו מן הארץ מסככין בו:
10 D<small>IE</small> R<small>EGEL IST</small>: W<small>AS FÜR DIE</small> U<small>NREINHEIT EMPFÄNGLICH IST UND WAS NICHT AUS DER</small> E<small>RDE WÄCHST, IST ALS</small> H<small>ÜTTENBEDACHUNG NICHT VERWENDBAR; WAS FÜR DIE</small> U<small>NREINHEIT NICHT EMPFÄNGLICH IST UND AUS DER</small> E<small>RDE WÄCHST, IST ALS</small> H<small>ÜTTENBEDACHUNG VERWENDBAR</small>.
יא <big><strong>גמ׳</strong></big> יתיב רב יוסף קמיה דרב הונא ויתיב וקאמר או שקצצן כשרה ואמר רב צריך לנענע
11 GEMARA. R. Joseph saß vor R. Hona und trug vor: Oder man jene abgehauen hat, so ist sie brauchbar; hierzu sagte Rabh, man müsse sie jedoch ein wenig schütteln.
יב אמר ליה רב הונא הא שמואל אמרה אהדרינהו רב יוסף לאפיה ואמר ליה אטו מי קאמינא לך דלא אמרה שמואל אמרה רב ואמרה שמואל אמר ליה רב הונא הכי קאמינא לך דשמואל אמרה ולא רב דרב אכשורי מכשר כי הא דרב עמרם חסידא רמא תכלתא לפרזומא דאינשי ביתיה תלאן ולא פסק ראשי חוטין שלהן
12 Da sprach R. Hona zu ihm: Dies sagte Šemuél. Da wandte R. Joseph das Gesicht weg und sprach: Sagte ich dir etwa, daß Šemuél dies nicht gesagt hat!? Rabh sagte es und Šemuél sagte es. R. Hona erwiderte: Ich meine es wie folgt: dies sagte Šemuél und nicht Rabh, denn nach Rabh ist sie brauchbar. Einst hing nämlich R. A͑mram der Fromme Çiçith in das Gewand seiner Hausgenossin ein, indem er sie einknüpfte, ohne [vorher] die Enden abgeschnitten zu haben,
יג אתא לקמיה דרב חייא בר אשי אמר ליה הכי אמר רב מפסקן והן כשרין אלמא פסיקתן זו היא עשייתן הכא נמי קציצתן זו היא עשייתן
13 und als er dieserhalb vor R. Ḥija b. Aši kam, sprach dieser zu ihm: Folgendes sagte Rabh: man schneide [die Enden] ab, und sie sind tauglich. Demnach erfolgt durch das Abschneiden die Anfertigung, ebenso erfolgt auch hierbei durch das Abhauen die Anfertigung. –
יד וסבר שמואל לא אמרינן פסיקתן זו היא עשייתן והא תני שמואל משום ר' חייא הטיל לשני קרנות בבת אחת ואחר כך פסק ראשי חוטין שלהן כשרין מאי לאו שקושר ואח"כ פוסק לא שפוסק ואח"כ קושר
14 Ist denn Šemuél nicht der Ansicht, man sage nicht, durch das Abschneiden erfolge die Anfertigung. Šemuél lehrte ja im Namen R. Ḥijas, daß, wenn man [die Çiçith] an zwei Zipfeln zusammen einhängt und die Enden nachher durchschneidet, sie brauchbar seien. Doch wohl, wenn man sie zuerst knotet und nachher durchschneidet!? – Nein, wenn man sie zuerst durchschneidet und nachher knotet. –
טו פוסק ואחר כך קושר מאי למימרא מהו דתימא
15 Wozu braucht dies von dem Falle, wenn man sie zuerst durchschneidet und nachher knotet, gelehrt zu werden!? –