Sukkah 49

Kapitel 49

א אלא בית סאתים
1 nur auf dem Raume von zwei Seáflächen umhertragen!? –
ב משום דהוי דירה שתשמישיה לאויר וכל דירה שתשמישיה לאויר אין מטלטלין בו אלא סאתים
2 Weil dieser eine Wohnung ist, die nur wegen des Luftraums benutzt wird, und wenn die Wohnung nur wegen des Luftraums benutzt wird, darf man da nicht mehr als zwei Seáflächen tragen. –
ג ת"ש שבת בתל שהוא גבוה עשרה והוא מארבע אמות עד בית סאתים וכן בנקע שהוא עמוק עשרה והוא מארבע אמות עד בית סאתים וכן קמה קצורה ושבולות מקיפות אותה מהלך את כולה וחוצה לה אלפים אמה אע"ג דקאזיל ואתי התם נמי דעביד ליה בהוצא ודפנא:
3 Komm und höre: Wenn jemand den Šabbath auf einem zehn [Handbreiten] hohen Hügel feiert, der von vier Ellen bis zwei Seáflächen groß ist, oder in einer Vertiefung von zehn [Handbreiten], die von vier Ellen bis zwei Seaflächen groß ist, oder auf einem Stoppelfelde, das von Halmen umgeben ist, so darf er innerhalb dieses Raumes und zweitausend Ellenaußerhalb desselben gehen. Obgleich [die Ähren] sich hin und her bewegen!? – Da ebenfalls, wenn man sie mit Palmen- oder Lorbeerzweigen befestigt hat.
ד <big><strong>מתני׳</strong></big> שלוחי מצוה פטורין מן הסוכה חולין ומשמשיהן פטורין מן הסוכה אוכלין ושותין עראי חוץ לסוכה:
4 <b>B</b><small>OTEN GOTTGEFÄLLIGER</small> H<small>ANDLUNGEN SIND VON DER</small> F<small>ESTHÜTTE FREI</small>; K<small>RANKE UND IHRE</small> W<small>ÄRTER SIND VON DER</small> F<small>ESTHÜTTE FREI</small>. M<small>AN DARF GELEGENTLICH AUSSERHALB DER</small> F<small>ESTHÜTTE ESSEN UND TRINKEN</small>.
ה <big><strong>גמ׳</strong></big> מה"מ דת"ר (דברים ו, ז) בשבתך בביתך פרט לעוסק במצוה ובלכתך בדרך פרט לחתן מכאן אמרו הכונס את הבתולה פטור ואת האלמנה חייב
5 GEMARA. Woher dies? – Die Rabbanan lehrten: <i>Wenn du in deinem Hause sitzest,</i> ausgenommen derjenige, der sich mit der Ausübung eines Gebotes befaßt; <i>wenn du auf dem Wege gehest,</i> ausgenommen der Bräutigam. Hieraus folgerten sie: wer eine Jungfrau ehelicht, ist frei, und wer eine Witwe ehelicht, ist verpflichtet. –
ו מאי משמע אמר רב הונא כדרך מה דרך רשות אף כל רשות לאפוקי האי דבמצוה עסוק
6 Wieso ist dies erwiesen? R. Papa erwiderte: Aus [dem Worte] <i>Weg;</i> wie der Weg Freigestelltes ist, ebenso bei allem anderen, was freigestellt, ausgenommen dieser, der sich mit der Ausübung eines Gebotes befaßt. –
ז מי לא עסקינן דקאזיל לדבר מצוה וקא אמר רחמנא ליקרי אם כן לימא קרא בשבת ובלכת מאי בשבתך ובלכתך בלכת דידך הוא דמיחייבת הא בלכת דמצוה פטירת
7 Es kann ja auch vorkommen, daß einer zur Ausübung eines Gebotes geht, dennoch sagt der Allbarmherzige, daß er [das Šema͑] lese!? – Demnach müßte der Schriftvers lauten ‘beim Sitzen und beim Gehen’, wenn es aber heißt: wenn du gehst, wenn du sitzest, [so bedeutet dies:] wenn du für dich gehst, bist du verpflichtet, wenn aber zur Ausübung eines Gebotes, so bist du frei. –
ח אי הכי אפילו כונס את האלמנה נמי כונס את הבתולה טריד כונס אלמנה לא טריד
8 Demnach sollte es auch von dem gelten, der eine Witwe ehelicht!? – Wer eine Jungfrau ehelicht, ist zerstreut, wer eine Witwe ehelicht, ist nicht zerstreut. –
ט וכל היכא דטריד ה"נ דפטור אלא מעתה טבעה ספינתו בים דטריד הכי נמי דפטור וכי תימא ה"נ והאמר ר' אבא בר זבדא אמר רב אבל חייב בכל המצות האמורות בתורה חוץ מן התפילין שהרי נאמר בהן פאר
9 Wenn derjenige frei ist, der zerstreut ist, so sollte demnach auch der frei sein, dessen Schiff im Meer unterging, der ebenfalls zerstreut ist!? Wolltest du sagen, dem sei auch so, so sagte ja R. Aba b. Zabda im Namen Rabhs, der Trauernde sei zu allen in der Tora genannten Geboten verpflichtet, mit Ausnahme der Tephillin, weil es von ihnen Kopfschmuck heißt!? –
י הכא טריד טירדא דמצוה התם טריד טירדא דרשות
10 Da ist er durch die Ausübung eines Gebotes zerstreut, hier aber ist er durch Freigestelltes zerstreut. –
יא והעוסק במצוה פטור מן המצוה מהכא נפקא מהתם נפקא דתניא (במדבר ט, ו) ויהי אנשים אשר היו טמאים לנפש אדם וגו' אותם אנשים מי היו נושאי ארונו של יוסף היו דברי ר' יוסי הגלילי
11 Daß derjenige, der sich mit einer gottgefälligen Handlung befaßt, von einem Gebote frei ist, braucht ja nicht hieraus entnommen zu werden, dies wird ja aus folgendem entnommen!? Es wird gelehrt: <i>Es waren aber Männer vorhanden, die durch eine Leiche eines Menschen unrein geworden waren &amp;c</i>.; wer waren diese Männer? Es waren die Träger des Sarges Josephs – so R. Jose der Galiläer;