Sukkah 48

Kapitel 48

א הרי עשויה בידי אדם:
1 ist ja diese durch Menschenhände gemacht.
ב אמר מר משום רבי יוסי הגלילי אמרו אף אין כותבין עליו גיטי נשים מ"ט דר' יוסי הגלילי דתניא (דברים כד, א) ספר אין לי אלא ספר מנין לרבות כל דבר תלמוד לומר וכתב לה מכל מקום
2 Der Meister sagte: Im Namen R. Jose des Galiläers sagten sie, man dürfe auf ein solches auch keine Scheidebriefe schreiben. Was ist der Grund R. Jose des Galiläers? – Es wird gelehrt: <i>Brief,</i> ich weiß es nur von einem Briefe, woher, daß auch jede Sache einbegriffen ist? Es heißt: <i>er schreibe ihr,</i> auch auf alles andere.
ג אם כן מה ת"ל ספר לומר לך מה ספר דבר שאין בו רוח חיים ואינו אוכל אף כל דבר שאין בו רוח חיים ואינו אוכל
3 Weshalb heißt es demnach <i>Brief</i>? Um dir zu sagen: wie ein Brief eine leblose Sache ist und nicht ißt, ebenso alles andere, was leblos ist und nicht ißt. –
ד ורבנן אי כתב בספר כדקאמרת השתא דכתיב ספר לספירת דברים בעלמא הוא דאתא
4 Und die Rabbanan!? – Hieße es: auf einen Brief, so würdest du recht haben, es heißt aber nur <i>Brief</i>, und dies besagt nur, daß Worte zu schreiben sind. –
ה ורבנן האי וכתב מאי דרשי ביה ההוא מיבעי להו בכתיבה מתגרשת ואינה מתגרשת בכסף ס"ד אמינא הואיל ואיתקש יציאה להויה מה הויה בכסף אף יציאה בכסף קמ"ל
5 Was folgern die Rabbanan aus [den Worten] <i>so schreibe er</i>? – Hieraus folgern sie, daß sie nur durch ein Schriftstück geschieden wird und nicht durch Geld. Man könnte glauben, da die Scheidung der Antrauung gleicht, könne auch die Scheidung durch Geld erfolgen, wie die Antrauung durch Geld erfolgt, so lehrt er uns. –
ו ורבי יוסי הגלילי האי סברא מנא ליה מספר כריתות נפקא ליה ספר כורתה ואין דבר אחר כורתה
6 Woher entnimmt R. Jose der Galiläer dies? – Er folgert dies aus [dem Worte] <i>Trennungsbrief;</i> nur der Brief und nichts anderes trennt sie. –
ז ואידך ההוא מיבעי ליה לדבר הכורת בינו לבינה כדתניא הרי זה גיטיך על מנת שלא תשתי יין ועל מנת שלא תלכי לבית אביך לעולם אין זה כריתות כל שלשים יום הרי זה כריתות
7 Und jene!? – Aus diesem folgere man, daß es eine Sache sein muß, die zwischen ihm und ihr vollständig trennt. Es wird nämlich gelehrt: [Sagte er:] da hast du deinen Scheidebrief mit der Bedingung, daß du nie Wein trinkest, oder: mit der Bedingung, daß du nie in das Haus deines Vaters gehst, so ist dies keine Trennung; wenn aber: bis nach dreißig Tagen, so ist dies eine Trennung. –
ח ואידך מכרת כריתות נפקא ואידך כרת כריתות לא דרשי:
8 Und dieser!? – Er folgert dies aus [dem Worte] <i>Trennung</i>. – Und jene!? – Sie deuten das Wort <i>Trennung</i> nicht.
ט <big><strong>מתני׳</strong></big> העושה סוכתו בין האילנות והאילנות דפנות לה כשרה:
9 <b>W</b><small>ENN JEMAND SEINE</small> F<small>ESTHÜTTE ZWISCHEN</small> B<small>ÄUMEN MACHT, SODASS DIE</small> B<small>ÄUME DIE</small> W<small>ÄNDE BILDEN, SO IST SIE BRAUCHBAR</small>.
י <big><strong>גמ׳</strong></big> אמר רב אחא בר יעקב כל מחיצה שאינה יכולה לעמוד ברוח מצויה אינה מחיצה
10 GEMARA. R. Aḥa b. Ja͑qob sagte: Eine Wand, die einem gewöhnlichen Winde nicht widerstehen kann, ist keine Wand. –
יא תנן העושה סוכתו בין האילנות והאילנות דפנות לה כשרה והא קאזיל ואתי הכא במאי עסקינן בקשין
11 Wir haben gelernt: Wenn jemand eine Festhütte zwischen Bäumen errichtet, sodaß die Bäume die Wände bilden, so ist sie brauchbar. Diese bewegen sich ja hin und her!? – Hier handelt es sich um feste [Bäume]. –
יב והאיכא נופו דעביד ליה בהוצא ודפנא אי הכי מאי למימרא מהו דתימא ניגזר דלמא אתי לאשתמושי באילן קמ"ל
12 Da ist ja der Wipfel!? – Wenn man ihn mit Palmen- und Lorbeerzweigen befestigt hat. – Wozu braucht er dies demnach zu lehren!? – Man könnte glauben, man ordne dennoch Verbot an, da man verleitet werden könnte, sich des Baumes zu bedienen, so lehrt er uns. –
יג ת"ש היה שם אילן או גדר או מחיצת הקנים נידון משום דיומד התם נמי משום דעביד ליה בהוצא ודפנא
13 Komm und höre: Befindet sich da ein Baum, eine Steinwand oder eine Strauchhecke, so werden sie als Doppelpfeiler betrachtet!? – Da ebenfalls in dem Falle, wenn man sie mit Palmen- und Lorbeerzweigen befestigt hat. –
יד ת"ש אילן המיסך על הארץ אם אין נופו גבוה מן הארץ שלשה טפחים מטלטלין תחתיו אמאי הא קא אזיל ואתי התם נמי דעביד ליה בהוצא ודפנא
14 Komm und höre: Wenn das Geäst eines Baumes zur Erde herabhängt, so darf man, falls es keine drei Handbreiten von der Erde absteht, darunter [am Šabbath] nicht tragen. Warum denn, es bewegt sich ja hin und her!? – Da ebenfalls, wenn man es mit Palmen- und Lorbeerzweigen befestigt hat. –
טו אי הכי ניטלטל בכוליה אלמה אמר רב הונא בריה דרב יהושע אין מטלטלין בו
15 Demnach sollte man doch unter dem ganzen umhertragen dürfen, wieso sagte nun R. Hona, Sohn des R. Jehošua͑, man dürfe darunter