Sukkah 66

Kapitel 66

א שנים ושלשה מקומות הוי מנומר ופסול
1 Wenn an zwei oder drei Stellen, so ist sie ja scheckig und untauglich!?–
ב אלא אי אתמר הכי אתמר או שהיו ענביו מרובין מעליו פסול אמר רב חסדא דבר זה רבינו הגדול אמרו והמקום יהיה בעזרו ל"ש אלא ענביו שחורות אבל ענביו ירוקות מיני דהדס הוא וכשר
2 Vielmehr, ist dies gelehrt worden, so wird es wie folgt lauten: Oder deren Beeren mehr sind als die Blätter, so ist sie untauglich. R. Ḥisda sagte: Folgendes sagte unser großer Meister, Gott stehe ihm bei: Dies lehrten sie nur von dem Falle, wenn die Beeren [schon] schwarz sind, wenn aber die Beeren [noch] grün sind, so ist dies eine besondere Art der Myrte, und sie ist tauglich.
ג אמר רב פפא אדומות כשחורות דמיין דא"ר חנינא האי דם שחור אדום הוא אלא שלקה:
3 R. Papa sagte: Rote gleichen schwarzen, denn R. Ḥanina sagte: Das schwarze Blut ist eigentlich rot, nur hat es einen Stich bekommen.
ד אם מיעטן כשר: דמעטינהו אימת אילימא מקמיה דלאגדיה פשיטא אלא לבתר דלאגדיה דחוי מעיקרא הוא תפשוט מינה דחוי מעיקרא לא הוי דחוי
4 H<small>AT MAN SIE VERMINDERT, SO IST SIE TAUGLICH</small>. Wann vermindert: wollte man sagen, bevor man [den Strauß] zusammengebunden hat, so ist es ja selbstverständlich, und wenn nachdem man ihn zusammengebunden hat, so war sie ja vorher verdrängt, somit wäre hieraus zu entnehmen, daß die frühere Verdrängung nicht als Verdrängung gelte? –
ה לעולם בתר דאגדיה וקסבר אגד הזמנה בעלמא הוא והזמנה בעלמא לאו כלום הוא:
5 Tatsächlich nachdem man ihn zusammengebunden hat, nur ist er der Ansicht, das Zusammenbinden sei nichts weiter als eine Zubereitung, und die bloße Zubereitung ist bedeutungslos.
ו ואין ממעטין ביו"ט: הא עבר ולקטן מאי כשר דאשחור אימת אילימא דאשחור מאתמול דחוי מעיקרא הוא תפשוט מינה דחוי מעיקרא דלא הוי דחוי
6 J<small>EDOCH DARF MAN SIE NIGHT AM</small> F<small>ESTTAGE VERMINDERN</small>. Wenn man aber übertreten und sie abgepflückt hat, so ist sie demnach brauchbar; wann sind [die Beeren] schwarz geworden: wenn bereits am vorangehenden Tage, so war sie ja vorher verdrängt,
ז אלא לאו דאשחור ביום טוב נראה ונדחה הוא שמעת מינה נראה ונדחה חוזר ונראה
7 somit wäre hieraus zu entnehmen, daß die frühere Verdrängung nicht als Verdrängung gelte, doch wohl erst am Festtage; es war also tauglich und wurde verdrängt, somit wäre hieraus zu entnehmen, daß, was tauglich war und verdrängt worden ist, wieder tauglich werden könne? –
ח לא לעולם דאשחור מעיקרא דחוי מעיקרא דלא הוי דחוי תפשוט מינה אבל נראה ונדחה חוזר ונראה לא תפשוט
8 Nein, tatsächlich, wenn sie bereits vorher schwarz waren, somit ist hieraus zu entnehmen, daß die frühere Verdrängung nicht als Verdrängung gelte, nicht aber ist hieraus zu entnehmen, daß, was tauglich war und verdrängt worden ist, wieder tauglich werden könne.
ט ת"ר אין ממעטין ביום טוב משום ר' אליעזר בר' שמעון אמרו ממעטין והא קא מתקן מנא ביו"ט
9 Die Rabbanan lehrten: Man darf sie am Feste nicht vermindern. Im Namen des R. Elie͑zer b. R. Šimo͑n sagten sie, man dürfe sie vermindern, – Man richtet ja aber eine Sache am Festtage her!?
י אמר רב אשי כגון שלקטן לאכילה ור' אליעזר בר' שמעון סבר לה כאבוה דאמר דבר שאין מתכוין מותר
10 R. Aši erwiderte: Wenn man sie zum Essen abpflückt, und R. Elie͑zer b. R. Šimo͑n ist der Ansicht seines Vaters, die unbeabsichtigte Tätigkeitsei erlaubt. –
יא והא אביי ורבא דאמרי תרוייהו מודה ר"ש בפסיק רישיה ולא ימות
11 Abajje und Raba sagen ja aber beide, R. Šimo͑n pflichtete bei in [einem Falle gleich] dem Kopfabschlagen ohne zu töten!? –
יב הב"ע דאית ליה הושענא אחריתי
12 Hier handelt es sich um den Fall, wenn man noch eine andere Hoša͑na hat.
יג ת"ר הותר אגדו ביו"ט אוגדו כאגודה של ירק ואמאי ליענביה מיענב הא מני ר' יהודה היא דאמר עניבה קשירה מעלייתא היא
13 Die Rabbanan lehrten: Hat sich das Gebinde am Feste gelöst, so binde man [den Feststrauß] wie ein Kräuterbündel zusammen. – Warum denn, man kann ja eine Schleife machen!? – Hier ist die Ansicht R. Jehudas vertreten, welcher sagt, die Schleife gelte als richtiger Knoten.
יד אי ר' יהודה אגד מעלייתא בעי האי תנא סבר לה כוותיה בחדא ופליג עליה בחדא:
14 Nach R. Jehuda ist ja aber ein richtiges Zusammenbinden erforderlich!? – Dieser Tanna ist seiner Ansicht in einer Hinsicht, und streitet gegen ihn in der anderen Hinsicht.
טו <big><strong>מתני׳</strong></big> ערבה גזולה ויבשה פסולה של אשרה ושל עיר הנדחת פסולה נקטם ראשה נפרצו עליה והצפצפה פסולה כמושה ושנשרו מקצת עליה ושל בעל כשרה:
15 <b>D</b><small>IE GERAUBTE ODER VERDORRTE</small> B<small>AGHWEIDE IST UNTAUGLICH; DIE VON EINER</small> A<small>ŠERA ODER EINER ABTRÜNNIGEN</small> S<small>TADT HERRÜHRENDE IST UNTAUGLICH</small>. D<small>EREN</small> S<small>PITZE ABGEBROCHEN IST, DEREN</small> B<small>LÄTTER ABGETRENNT SIND, UND DIE</small> Ç<small>APHÇAPHA</small> <small>SIND UNTAUGLICH</small>. D<small>IE WELKE, DEREN</small> B<small>LÄTTER ZUM</small> T<small>EIL ABGELÖST SIND, UND DIE</small> W<small>IESENWEIDE</small> <small>SIND UNTAUGLICH</small>.
טז <big><strong>גמ׳</strong></big> ת"ר (ויקרא כג, מ) ערבי נחל הגדילין על הנחל דבר אחר ערבי נחל שעלה שלה משוך כנחל
16 GEMARA. Die Rabbanan lehrten: <i>Bachweiden</i>, die am Bache wachsen. Eine andere Erklärung: <i>Bachweiden</i>, deren Blätter länglich sind, wie ein Bach.
יז תניא אידך ערבי נחל אין לי אלא ערבי נחל של בעל ושל הרים מניין ת"ל ערבי נחל מכל מקום
17 Ein Anderes lehrt: <i>Bachweiden</i>; ich weiß dies nur von Bachweiden, woher dies auch von den Wiesenweiden und den Bergweiden? Es heißt <i>Bachweiden</i>, jede Art.